Mittelstand gegen Zwang zur Azubi-Übernahme

Berlin - Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie sprechen sich mittelständische Unternehmen gegen die Forderung aus, künftig alle Lehrlinge unbefristet zu übernehmen.

90 Prozent aller Firmen in Deutschland hätten maximal 20 Mitarbeiter - insofern sei den Unternehmen der Metallbranche, etwa kleinen Autozulieferern, eine verpflichtende Übernahme über zwölf Monate hinaus nicht zumutbar. Das sagte der Geschäftsführer des Landesverbands mittelständische Wirtschaft in Baden-Württemberg, Ulrich Köppen, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Ansonsten sinke die Ausbildungsbereitschaft rapide. “Es ist doch besser, wir bilden Leute aus, als dass man gar nicht ausbildet.“

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde neben 6,5 Prozent mehr Lohn auch mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten. Für Montag hatte sie erneut zu Warnstreiks gegen das Arbeitgeberangebot von drei Prozent für 14 Monate aufgerufen. Am Dienstag kommt es in Baden-Württemberg zu einer möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde.

dpa

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