Gehalt verhandeln

Fünf Tipps, wie Sie im neuen Job mehr Geld bekommen

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Die erste Gehaltsverhandlung im neuen Job ist besonders wichtig. Mit diesen fünf Tipps bekommen Sie mehr Geld.

Den Job wechseln und endlich mehr Geld verdienen? Davon träumen viele Arbeitnehmer. Lesen Sie hier, wie Sie bei der Bewerbung Ihr Wunschgehalt durchsetzen.

„Bitte senden Sie Ihre Bewerbung inklusive Gehaltsvorstellung an folgende Adresse…“ Bei vielen Bewerbern sorgt dieser Satz in der Stellenanzeige für Schweißausbrüche, schließlich kennt so gut wie niemand seinen eigentlichen Marktwert. Einfach übergehen sollten Sie diesen Wunsch aber dennoch nicht, sonst handeln Sie sich womöglich einen dicken Minuspunkt ein.

Gehaltsvorstellung: Viele Bewerber sind verunsichert

Gerade beim Gehaltswunsch sind viele Bewerber verunsichert: Sie befürchten, mit einem zu hohen Gehaltswunsch schon vor dem Jobinterview auf dem Ablagestapel zu landen. Verlangen sie zu wenig, entgeht ihnen aber womöglich viel Geld. Im schlimmsten Fall könnte der neue Arbeitgeber sogar misstrauisch werden: Wieso verlangt der Kandidat so wenig? Traut er sich nichts zu? 

Neuer Job: Erste Gehaltsverhandlung ist die wichtigste

Wie wichtig die Gehaltsverhandlung am Anfang eines neuen Jobs ist, erklärt Karriere-Coach Uta Michels gegenüber der Jobbörse monster.de: „Die erste Gehaltsverhandlung beim Einstieg ins Unternehmen ist die wichtigste. Sie ist am schwierigsten aufzuholen, da in wirtschaftlich unsicheren Zeiten automatische Gehaltsanpassungen die Ausnahme sind und später hart erkämpft werden müssen." Deshalb sollten Sie schon bei der Bewerbung versuchen, ein möglichst hohes Gehalt herauszuholen.

Mit diesen Tipps bekommen Sie Ihr Wunschgehalt :

  1. Recherchieren Sie, wieviel Gehalt in der Branche und in dieser Position üblich ist: Anhaltspunkte bieten Gehaltsvergleichsportale oder Jobbörsen. Haben Sie vielleicht Bekannte oder Freunde, die im selben Bereich oder sogar in der selben Firma arbeiten? Dann bitten Sie diese um eine Einschätzung, wieviel Sie verlangen können. Arbeiten Sie bereits im selben Bereich, orientieren Sie sich an ihrem aktuellen Gehalt. Laut karrierebibel sind bei einem Jobwechsel bis zu 20 Prozent mehr Gehalt drin.
  2. Nicht zu tief stapeln: Überlegen Sie sich ein Wunsch-Gehalt, aber setzen Sie nicht aus Unsicherheit zu niedrig an. Personaler sind es gewohnt, die Gehälter nach unten zu verhandeln. Wenn Sie schon mit einem niedrigen Gehalt ansetzen, springt am Ende weniger für Sie heraus, als Ihnen lieb ist.
  3. Konkretes Gehalt - keine Spanne: Geben Sie Ihr Wunschgehalt stets als konkrete Zahl an, nie als Spanne. „Bei der Nennung einer Bandbreite hört der Verhandlungspartner meist nur das niedrigere Ende“, verrät Verhandlungs-Experte Remigiusz Smolinski gegenüber staufenbibel. Noch ein Tipp: Krumme Zahlen sind besser als glatte, denn sie signalisieren: Ich weiß, was ich wert bin. Wenn Sie also 38.650 Euro verlangen, sind Sie wahrscheinlich erfolgreicher als mit 39.000 Euro.
  4. Sammeln Sie Argumente für Ihren Gehaltswunsch: Sammeln Sie vor dem Vorstellungsgespräch Gründe, wieso Sie genau dieses Gehalt wert sind. Personaler haken bei diesem Punkt gerne nach. Argumentieren Sie zum Beispiel mit ihrem hervorragenden Fachwissen, langjähriger Erfahrung, erfolgreichen Projekten oder ihren Sprachkenntnissen.
  5. Bleiben Sie cool und selbstbewusst: Personaler sind Verhandlungsprofis und wissen, wie sie beim Thema Gehalt argumentieren müssen. Lassen Sie sich also nicht verunsichern, wenn ihr Verhandlungspartner bei Ihrem Gehaltswunsch die Augenbrauen hochzieht, über die schlechte Wirtschaftslage jammert oder gar in tiefes Schweigen verfällt. Bleiben Sie bei Ihrem Wunsch und argumentieren Sie damit, welche Vorteile Sie der Firma bringen. Bleibt ihr Gegenüber stur, kommen Sie ihm mit Vergünstigungen entgegen. So bekommen Sie am Ende vielleicht nicht das gewünschte Gehalt, aber zumindest zusätzliche Urlaubstage, einen Fahrtkostenzuschuss oder flexiblerer Arbeitszeiten.

Lesetipp: Welche Fehler Sie im Vorstellungsgespräch auf keinen Fall machen sollten.

Von Andrea Stettner

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

Spitzenreiter beim Umsatz der Ärzte aus dem Honorar von Behandlung und Diagnose gesetzlich Versicherter sind die Labormediziner. Sie erzielten nach den jüngsten Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im ersten Halbjahr 2011 pro Quartal einen Honorarumsatz von rund 230 000 Euro, gefolgt von Nierenspezialisten mit 224 000 Euro. © dpa
Strahlenmediziner, Humangenetiker, Fachärzte für Innere Medizin mit bestimmten Schwerpunkten und Radiologen folgen mit Werten zwischen 199 000 und 93 000 Euro. Kinder- und Jugendpsychiater erzielten 65 000 Euro Umsatz, Augenärzte 60 000, Chirurgen 57 000, Orthopäden 56 000, Hausärzte 52 000 und Gynäkologen 47 000 Euro. © dpa
Laut der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes konnten die Ärzte in Deutschland ihr Einkommen in den letzten Jahren deutlich steigern. Bei den Orthopäden stieg beispielsweise der Wert des jährlichen Reinertrags von 276.000 Euro im Jahr 2007 auf 293.000 Euro im Jahr 2011. Die Allgemeinmediziner konnten ihren jährlichen Reinertrag sogar um 30.000 Euro auf insgesamt 181.000 Euro pro Jahr steigern. © dpa
Auch andere Ärztegruppen verdienten 2011 deutlich mehr als noch vier Jahre zuvor. Allgemein beträgt der Zuwachs zwischen 2007 und 2011 im Schnitt 17 Prozent. Hals-Nasen-Ohren-Ärzte erzielten demnach laut Statistik einen jährlichen Reinertrag von 215.000 Euro, der jährliche Reinertrag der Frauenärzte beträgt 185.000 Euro, bei den Chirurgen sind es sogar 293.000 Euro. Auch die Hautärzte (249.000 Euro) und die Internisten (266.000 Euro) konnten ihr Einkommen steigern. © dpa
Der jährliche Reinertrag pro Praxis beläuft sich laut der Erhebung des Statistischen Bundesamtes auf 234.000 Euro. Im Schnitt lag der Reinertrag jedes Arztes im Jahr 2011 bei durchschnittlich 13.833 Euro im Monat. © dpa
Augenärzte konnten die größten Einkommenszuwächse erzielen: Sie verdienen im Schnitt 19.083 Euro im Monat. Neurologen kommen auf 14.416 Euro im Monat. Spitzenreiter unter den Ärzten sind die Radiologen und Nuklearmediziner mit 25.250 Euro im Monat. © dpa
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die vertragsärztliche Vergütung stiegen laut Bundesgesundheitsministerium von 33 Milliarden Euro 2010 auf 33,7 Milliarden 2011. © dpa

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