Ein Psychologe verrät:

Mit dieser Frage erhöhen Bewerber ihre Chancen auf eine Zusage drastisch

Wer fragt, gewinnt - das gilt vor allem für Bewerber im Vorstellungsgespräch.
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Wer fragt, gewinnt - das gilt vor allem für Bewerber im Vorstellungsgespräch.
  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Im Bewerbungsgespräch zählt Strategie oft mehr als ein perfekter Lebenslauf. Wer nur eine bestimmte Frage stellt, erhöht seine Chancen auf den Job drastisch.

Die wichtigste Frage im ganzen Vorstellungsgespräch hat an sich gar nichts mit dem Job zu tun, sondern vielmehr mit dem Bewerber selbst. Sie erhöht Ihre Chancen auf den Job auf fast 100 Prozent. Das behauptet zumindest der amerikanische Psychologe Dr. Robert Cialdini.

Consistent Identity: der Personaler als beständiges Individuum

Der ehemalige Professor und Experte für Psychologie und Marketing sorgt derzeit mit seiner Idee von der "Consistent Identity" ("beständige Selbstwahrnehmung") für Aufsehen, wie das Karriere-Portal arbeits-abc berichtet. Mit ihr sollen Bewerber den Verlauf des Vorstellungsgesprächs positiv beeinflussen können, in dem sie den Personaler oder zukünftigen Chef als "beständiges Individuum" bestätigen. 

Laut Cialdini strebe nämlich jeder Mensch nach Kontinuität und Beständigkeit. Ständige Änderungen der eigenen Ansichten würden uns in eine Identitätskrise stürzen, wie arbeits-abc weiter berichtet. So auch den Personaler.

Wenn dem Personaler Ihre Bewerbungsunterlagen gefallen und er Sie einlädt, entscheide er sich in diesem Moment eigentlich schon für Sie. Er möchte Ihnen (wenn auch unterbewusst) eine Zusage geben - schließlich hat er sich ja schon für Sie mehr oder weniger entschieden, indem er Sie zum Interviw eingeladen  hat. Mit einer Zusage nach dem Gespräch könnte er seine "Consistent Identity" also vervollständigen. 

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Zusage? Liefern Sie keinen Grund für eine Absage

Und hier kommt der Knackpunkt, wie arbeits-abc weiter schreibt: Alles, was Sie jetzt noch tun müssten, um eine Zusage zu bekommen, ist dem Personaler keinen Grund für eine Absage zu liefern. Klingt einfach? Ist es eigentlich auch, wenn Sie sich über dieses Prinzip im Klaren sind. 

Mit diesem Hintergrundwissen können Sie im Bewerbungsgespräch ganz anders auftreten - nicht als unterwürfiger "Bittsteller", sondern als selbstbewusste Persönlichkeit. Natürlich müssen Sie dafür auch gut vorbereitet sein, sympathisch wirken und überlegt antworten - damit Ihr Gesprächspartner keinen Grund findet, ihnen abzusagen. 

Frage am Beginn des Vorstellungsgesprächs erhöht Chancen

Doch Cialdini hat noch einen anderen Trick auf Lager, der Ihre Chancen auf den Job dank des Prinzips von der "Consistent Identity" drastisch erhöht - indem Sie diese simple Frage gleich zu Beginn des Vorstellungsgesprächs stellen

"Was hat Ihnen an meinen Bewerbungsunterlagen gefallen, um mich persönlich kennenlernen zu wollen?" 

oder auch: 

"Warum haben Sie mich eingeladen?"

Mit dieser Frage bringen Sie laut arbeits-abc den Personaler dazu, über Ihre eigenen Vorzüge zu sprechen. So bekennt er sich schon am Anfang zu Ihnen, wodurch er seine "Consistent Identity" erst recht bewahren will - das heißt, Ihnen zusagen. So beeinflussen Sie den Gesprächsverlauf schon zu Beginn des Interviews zu Ihren Gunsten und erhöhen damit Ihre Chancen auf eine Zusage erheblich.

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Von Andrea Stettner

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Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
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Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
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Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
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Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
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Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
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Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
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Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

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