Nach Tod eines Angehörigen

WhatsApp: Mitarbeiter erhält unerwartete Nachricht vom Chef - „Besteht noch Hoffnung in die Menschheit“

Nach dem Tod seines Vaters erhält ein Mitarbeiter eine WhatsApp vom Geschäftsführer. Der Inhalt trifft ihn unerwartet, denn neben einer Beileidsbekundung enthält sie eine dicke Überraschung.

Auf der Internetplattform Jodel machte vor kurzem ein Post auf sich aufmerksam, der die Community tief berührt. Ein Mitarbeiter namens „Tim“ aus München teilt darin eine WhatsApp-Nachricht seines Chefs, die bisher wohl kaum jemand erhalten hat.

Rührende Geste nach Tod des Vaters: Chef erlässt Mitarbeiter die Probezeit

Wie aus der Nachricht und den Kommentaren hervorgeht, muss Tim gerade den Tod seines Vaters verkraften. Dieser war laut eigener Angaben schwer an Krebs erkrankt, lag drei Wochen auf der Intensivstation, dann kam auch noch Corona dazu.

Der Absender der Nachricht, laut Tim der Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma, spricht ihm im Namen der Firma sein Beileid aus. Doch die eigentliche Überraschung folgt sogleich: „Ich weiß wie scheiße so etwa ist“, schreibt der Verfasser recht unverblümt, „nimm dir die Zeit, die du brauchst. Mach dir keine Sorgen wegen deiner Probezeit*, du bekommst jetzt gleich per E-Mail vorab die Aufhebung deiner (noch) laufenden Probezeit.“

Damit hat Tim wohl gar nicht gerechnet. „Es besteht noch Hoffnung in die Menschheit“, kommentiert er die Nachricht auf Jodel und fügt sogleich dazu: „Ich hatte bedenken das die mich rausschmeißen, da ich jetzt erstmal ein paar Tage ausfalle und noch in der Probezeit bin“. Wie aus seinen Kommentaren hervorgeht, hatte er seine Bedenken dem Einsatzleiter mitgeteilt, „und 20 Minuten später kam dann die WhatsApp vom Geschäftsführer“.

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Jodel: Nutzer zeigen sich begeistert angesichts „menschlicher“ Geste

Die Jodel-Community zeigt sich von dieser rührenden Geste tief bewegt: „Hatte gerade Tränen in den Augen wegen der Nachricht. So schön, dass es noch solche Menschen gibt“, kommentiert ein Nutzer. Neben unzähligen Beileidsbekundungen gratulieren die Jodel-Nutzer ihm aber auch zu seinem Vorgesetzten: „Einen tollen Chef hast du da erwischt. Nicht nur die Personalnummer, sondern auch den Mensch dahinter sehen!“, heißt es da etwa. Ein weiterer Nutzer würde ihn gar zum „Chef des Jahres“ wählen.

Offensichtlich kommt die Aufhebung seiner Probezeit nicht von ungefähr, denn wie aus einer geposteten E-Mail hervorgeht, bedankt sich der Geschäftsführer bei Tim für sein „übermäßiges Engagement“, was auch der Jodel-Community nicht verborgen bleibt: „Dein Chef würde das bei einem faulen Mitarbeiter nicht machen... sei stolz auf dich selbst.“

Angesichts dieses positiven Beispiels für einen Geschäftsführer kommen jedoch auch nachdenkliche Stimmen in der Jodel-Gemeinde auf: „Ich freue mich einerseits riesig, weil es so menschlich und empathisch ist. Andererseits macht es mich traurig, dass es nicht normal ist, sondern eher die Ausnahme....“.

In anderen Firmen drohen Chefs mit Kündigung

Tatsächlich geht es in anderen Firmen weniger menschlich zu. Kürzlich drohte eine Sicherheitsfirma aus Bayern ihren Mitarbeitern mit Kündigung, sollten sie zuhause arbeiten wollen. Und das trotz der beschlossenen Homeoffice-Pflicht während der Corona-Pandemie. Ein anderer Chef drohte mit Kündigung, sollte sich einer seiner Mitarbeiter gegen Corona impfen lassen. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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