Schadenersatz nach Biss von Polizeihund

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Ein Polizeihund muss auf sein Herrchen hören und darf nicht einfach zuschnappen. Foto: Carmen Jaspersen

Ein Polizeihund darf nicht zuschnappen, schon gar nicht unkontrolliert. Klingt eigentlich logisch und ist nun sogar per Gericht entschieden worden. Tut er es doch, wird Schadenersatz fällig.

Karlsruhe (dpa/tmn) - Wenn ein Hund eine Person beißt, erhält der Geschädigte in der Regel von dessen Besitzer Schadenersatz. Das kann auch der Fall sein, wenn das Tier ein Polizeihund ist, der sich im Einsatz befindet. Das ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe.

Im verhandelten Fall saßen Jugendliche im Park. Als sie ein Polizeiauto sahen, rannten sie weg. Den Beamten, die gerade nach einem Täter eines Raubüberfalles fahndeten, erschien dies verdächtig. Sie stiegen aus dem Wagen aus und verfolgten die Jugendlichen mit einem Polizeihund. Das Tier überwältigte einen Jugendlichen mit einem Sprung sowie mehreren Bissen. Später stellte sich heraus, dass die Jugendlichen keine Täter waren, sondern nur im Park entspannen wollten.

Die Richter entschieden (Az.: 9 U 23/14), der Hundeführer hätte das Tier auch in einer Festnahmesituation unter Kontrolle haben müssen. Das berichtet die Zeitschrift "NJW-Spezial" (Heft 06/2016). Der Polizeihund dürfe nicht wild um sich beißen. Deshalb erhielt der Geschädigte Schadenersatz sowie Schmerzensgeld in Höhe von 2500 Euro.

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