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Schluss mit Strom laden: Bittet Aldi bald E-Auto-Fahrer zur Kasse?

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Von: Jan-Frederik Wendt

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E-Auto-Fahrer können ihre Fahrzeuge bislang auf einigen Parkplätzen laden. Ein Discounter könnte diesen Service nun streichen.
E-Auto-Fahrer können ihre Fahrzeuge bislang auf einigen Parkplätzen laden. Ein Discounter könnte diesen Service nun streichen. © Carsten Koall/dpa

Fahrer können ihre Elektro-Autos bislang an einigen Parkplätzen kostenlos mit Strom aufladen. Ein Discounter könnte diesen Service bald abschaffen. 

Kassel – Wegen des anhaltenden Ukraine-Konflikts sind die Benzin-Preise in Deutschland auf einem Rekordhoch. Daher hat die Bundesregierung ein Entlastungspaket beschlossen. Darin geregelt: Autofahrer dürfen sich voraussichtlich ab Juni über einen Tankrabatt freuen. Experten erwarten am 1. Juni einen „historischen“ Ansturm auf Tankstellen in Deutschland und warnen vor Benzin-Leerständen.

Elektro-Auto-Fahrer sind von den hohen Benzin- und Diesel-Preisen natürlich nicht betroffen. Sie können ihre Fahrzeuge zu Hause, an öffentlichen Stellen und auf Discounter-Parkplätzen mit Strom laden. Das Angebot ist oft gratis. In der vergangenen Zeit beendeten einige Unternehmen ihr kostenloses Ladeangebot für Elektro-Auto-Fahrer – und ein Discounter könnte sich hier bald einreihen.

Aldi will kostenlosen Service für Elektro-Auto-Fahrer beenden

Aldi Süd gilt als Vorreiter der kostenlosen Ladeangebote auf Parkplätzen. Seit 2015 lässt das Unternehmen seine Kunden Elektro-Autos kostenlos laden. Damit könnte diesen Sommer Schluss sein.

In sozialen Medien kursieren zurzeit Fotos, die auf das Ende der kostenfreien Stromnutzung hinweisen. Das berichtet efahrer.com. Auf einigen Ladesäulen-Displays informiere Aldi seinen Kunden darüber, dass die Nutzung der Ladesäulen ab Juni 2022 kostenpflichtig sein wird. In Zukunft solle das Laden 39 Cent pro geladene Kilowattstunde (kWh) kosten. Eine gute Nachricht für die Zukunft: Forschende haben eine neuartige Batterie mit schneller Ladezeit entwickelt.

Aldi würde Elektro-Auto-Fahrern ein günstiges Ladeangebot anbieten

Mit einem Preis von 39 Cent pro geladenem kWh würde Aldi Elektro-Auto-Fahrern weiterhin ein vergleichsweise günstiges Ladeangebot anbieten. Zum Vergleich: Bei Teslas Superchargern zahlen Fahrer nach einer neuerlichen Preiserhöhung 56 bis 58 Cent pro kWh, schreibt efahrer.com. Die Preisspanne bei anderen Anbietern starte bei 45 Cent für das langsamere AC-Laden. Wer beispielsweise als EnBW-Kunde an den Schnellladern von Ionity laden möchte, müsse sogar 79 Cent pro kWh zahlen. 

Offenbar wird Aldi die Bezahlung mit EC- und Kreditkarte ermöglichen – ein Service, der bei anderen Ladeanbietern nicht verfügbar sei. Bisher hat sich Aldi Süd offiziell nicht über das Thema geäußert. (Jan-Frederik Wendt)

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