Schutzschirmverfahren eröffnet

Corona-Krise: Beliebter Modekette droht in Deutschland die Pleite - Erste Details bekannt

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie erlitt die Modebranche einen großen Einbruch. Ein beliebter H&M-Konkurrent ist nun in wirtschaftliche Schieflage geraten.

  • Aufgrund der Corona*-Krise geraten immer mehr Unternehmen in finanzielle Not*.
  • Die Modebranche ist ganz besonders stark betroffen.
  • Ein H&M-Konkurrent hat nun ein Schutzschirmverfahren eröffnet.

Aufgrund der Corona-bedingten Schließungen im Frühjahr 2020 mussten fast alle Geschäfte, auch Modefilialen, schließen. Dadurch sind einige Unternehmen in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Marken versuchten oftmals mit Sales-Aktionen, die ausgebliebenen Einnahmen auszugleichen. Dennoch gab es bereits mehrere Insolvenzankündigungen.

Nun hat es laut chip.de auch einen beliebten Konkurrenten von H&M getroffen: die französische Modekette Pimkie. Die Zielgruppe des Unternehmens sind junge Frauen zwischen 16 und 22 Jahren. Die Preisklasse ist mit H&M, aber auch Primark zu vergleichen. Weltweit hat das Unternehmen 4.000 Angestellte. Doch nicht alle sind von der wirtschaftlichen Schieflage betroffen. Denn aktuell sind demnach nur die 75 deutschen Filialen betroffen. Diese beschäftigen insgesamt 350 Mitarbeiter.

Corona-Wirtschaftskrise trifft Pimkie: Zunächst drohen keine Kündigungen

Die Firma „Framode GmbH“, unter der die deutschen Filialen laufen, hat nun beim Amtsgericht Offenburg ein Schutzschirmverfahren eröffnet. Ein Schutzschirmverfahren hat den Vorteil, dass die Filialen geöffnet bleiben dürfen, der Betrieb darf weitergehen. Das bedeutet zunächst weder für Kunden noch für Mitarbeiter eine Änderung. Auch viele andere Unternehmen, die aufgrund der Corona*-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten* geraten sind, nutzen die Möglichkeit.

Jedoch hat das Management in dieser Phase die Pflicht, gemeinsam mit einem Insolvenzverwalter, im Fall von Pimkie der Rechtsanwalt Kilian Haus aus dem Hause Buchalik Brämmekamp, die Finanzen durchzugehen. Es gilt, zu überprüfen, wie das Unternehmen es aus der Notlage schaffen könnte. Dann könnte es womöglich doch noch zu Filialschließungen und Kündigungen kommen. "Unter dem Schutzschirm setzen wir unseren Transformationsprozess weiter um", erklärte Geschäftsführer Patrik van der Lind in einer Pressemitteilung. "Wir wollen in möglichst vielen Regionen mit Pimkie-Stores präsent bleiben und gleichzeitig unsere digitale Präsenz konsequent ausbauen."

Auch H&M (Hennes & Mauritz) will nun weltweit rund 250 Filialen schließen*, wie das Nachrichtenportal owl24.de berichtet.*Merkur.de und owl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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