Tauziehen um Lieferkonditionen

Verhärtete Fronten zwischen Edeka und Brause-Gigant: Verschwinden Cola und Energy-Drinks?

Coca-Cola-Flaschen im Supermarkt-Regal: Ein Anblick, auf den Edeka-Kunden bald verzichten müssen?
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Coca-Cola-Flaschen im Supermarkt-Regal: Ein Anblick, auf den Edeka-Kunden bald verzichten müssen?
  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
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Edeka sagt großen Softdrink-Herstellern den Preiskampf an. Nach Pepsi drohen nun auch Produkte von Coca-Cola aus den Regalen der deutschen Handelskette zu verschwinden.

Hamburg/München - Edeka fährt knallharte Bandagen im Kampf gegen zu hohe Renditen der Getränkeindustrie auf. Nachdem sich die Handelskette mit Sitz in Hamburg zuletzt bereits mit mehreren Lebensmittelkonzernen, darunter auch Pepsi* anlegte, gibt es nun offenbar die nächste Auseinandersetzung mit Coca-Cola.

Bereits im vergangenen Jahr lieferten sich die Unternehmen einen Handelsstreit über Lieferkonditionen, der ist nun wieder aufgeflammt, wie die Lebensmittel Zeitung schildert. Schlimmstenfalls könnten dann sogar die Produkte des US-amerikanischen Cola-Konzerns aus den Regalen der Edeka-Filialen verschwinden.

Edeka und Softdrink-Giganten streiten um Konditionen - Schlechte Aussichten für Cola-Fans?

Ende 2021 sind die Vorzeichen im Vergleich zur letztjährigen Auseinandersetzung anders: Die Preise und Einkaufskonditionen werden mittlerweile über das Amsterdamer Einkaufsbüro Everest im Auftrag der Händler-Allianz Epic Partners verhandelt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der internationalen Handelsketten Edeka, Migros (Schweiz), Magnit (Russland), Ica (Schweden), Picnic (Niederlande) und Jeronimo Martins (Portugal/Polen).

Schon 2020 kam es zu dieser Entwicklung, worauf Coca-Cola-Rivale Pepsi in die Bresche sprang und das Kontingent aufstockte. Nun befindet sich Edeka gleich mit den beiden Getränkeherstellern auf wirtschaftlichem „Kriegsfuß“. Gehen Edeka-Kunden bald also leer aus, wenn sie zuckerhaltige Softdrinks kaufen möchten?

Derweil versuchen große deutsche Handelsketten auch dieses Jahr, sich in Sachen Weihnachts-Werbespot gegenseitig zu überbieten:

Edeka und Co. legen sich mit Coca-Cola an - Auch Energy-Drink-Marke Monster betroffen

Zwar sind die Verhandlungen zwischen dem Edeka*-Bündnis und Coca-Cola noch im Gange, doch soll der Getränkekonzern bereits einen Lieferstopp ab Januar 2022 angedroht haben, wie das Portal ausführt. Auch Liebhaber von Energy-Drinks könnten betroffen sein: Das würde nämlich auch bedeuten, dass Getränke der Marke Monster Energy nicht mehr verfügbar sind - weil die Vertriebsrechte bei der Coca-Cola Company liegen.

Es gibt jedoch kleinere Zulieferer, die dann einspringen könnten und ihrerseits das Kontingent vergrößern - darunter Fritz-Cola oder Afri-Cola. Eine Einigung in den kommenden Wochen sei allerdings nach wie vor möglich, erklärt www.lebensmittelzeitung.net mit Verweis auf einen Insider.

Einen positiven Effekt für die Gesundheit hätte das Verschwinden von Coca-Cola und Co. aus den Edeka-Regalen zumindest: Der Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks ist für das körperliche Wohlbefinden nicht gerade förderlich. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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