Gefahr

Vorsicht beim Sammeln im Herbst: Walnüsse sind in einigen Fällen giftig

Im Herbst ist Walnuss-Saison. Doch beim Sammeln der Walnüsse ist Vorsicht geboten, denn in einigen Fällen können sie giftig sein.

Offenbach – Der Herbst weckt in vielen Menschen die Sammelleidenschaft. Kein Wunder, denn in der goldenen Jahreszeit reifen besonders viele Nüsse, wie Walnüsse, aber auch Früchte und Pilze heran.

Während viele um die zahlreichen Gefahren beim Sammeln von Pilzen wissen, ist wenigen Menschen bekannt, dass auch eine Walnuss giftig sein kann. Doch wann ist sie giftig und worauf muss man achten? Ein Überblick:

Auch eine Walnuss kann giftig sein – Auf die Reife kommt es an

Ein Walnussbaum ist eine imposante Erscheinung im Wald. Und das nicht ohne Grund: Denn ein erwachsener Baum kann locker 25 Meter hoch werden und 150 Kilogramm Nüsse tragen. Doch plantopedia warnt, dass man Walnüsse nur im reifen Zustand essen sollte. Denn im schlimmsten Fall kann eine Walnuss sonst giftig sein.

Doch woran erkennt man reife Walnüsse? Solange die Außenschale, die die Nuss umgibt, noch glatt und grün ist, ist die Walnuss im Inneren noch nicht reif. Wer eine solche unreife Nuss isst, kann laut plantopedia, Durchfall und Magen-Darmbeschwerden bekommen. Denn unreife Walnüsse enthalten nicht selten Gerbsäure.

Im Herbst müssen Walnuss-Sammler aufpassen: Die Nüsse können in einigen Fällen giftig sein.

Unter bestimmten Bedingungen sind Walnüsse besonders giftig

Doch es kann noch schlimmer kommen: Wenn gelagerte Walnüsse dunkelbraune bis schwarze Flecken haben, darf man sie auf keinen Fall essen. Denn dann könnten sie mit giftigen Pilzen infiziert sein. Diese befallen im schlimmsten Fall die Außenschale und infizieren sie von innen. Dann bilden sie ihr Gift in der Nussschale. Weil man die Pilze mit bloßem Auge nicht erkennen kann, sollte man die grüne Schale der Walnuss auf keinen Fall essen.

Wenn Walnüsse eingelagert werden, kann der Pilz sie ebenfalls befallen. Dann bekommen die Nüsse dunkle Flecken. Diese soll man von gesunden Nüssen trennen und wegwerfen. Die Giftstoffe darin können nämlich zu Nervenkrämpfen führen. Daher ist es wichtig, die Nüsse nach dem Sammeln hin und wieder zu überprüfen, wenn sie länger im Keller liegen.

Walnüsse: Beim Sammeln mit dem Hund ist Vorsicht geboten

Vorsicht ist auch geboten, wenn man in Wäldern oder auf Wiesen Walnüsse sammelt und dabei mit seinem Hund unterwegs ist. Denn wenn der Hund eine mit dem giftigen Pilz befallene Nuss isst, kann das den Vierbeiner schwer vergiften. Im schlimmsten Fall stirbt er sogar. Die häufigsten Symptome, wenn ein Hund infizierte Walnüsse gegessen, hat sind:

  • Der Hund stolpert und stürzt
  • Erbrechen, Zittern oder Krämpfe
  • Hunde lassen sich eher ungern anfassen

Auch Kartoffeln können für den Menschen giftig sein. Deshalb muss man bei der Zubereitung einiges beachten. (Sophia Lother)

Rubriklistenbild: © Lightpoet/Imago

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