Gefahr durch Listerien

Fisch gefährlich verunreinigt - Unternehmen erntet Kritik

Lachs wird auf einem Wochenmarkt angeboten. Foto: Holger Hollemann/Archiv
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Fisch im Rückruf: Der Lachs sollte nicht mehr verzehrt werden. (Symbolbild)

Ein beliebter Fisch ist aktuell von einem Rückruf betroffen. Der Verzehr des Produkts kann eine Gesundheitsgefahr darstellen. Deshalb sofort umtauschen.

  • Ein Fisch der Marquart GmbH ist von einem Rückruf betroffen.
  • Grund für den Rückruf ist eine Verunreinigung.
  • Der Lachs kann in jeder Verkaufsstelle zurückgegeben werden.

Kassel – Eiweiß, Vitamine und gesunde Omega-3-Fettsäuren, normalerweise ist Fisch sehr gesund für die Gesundheit von Menschen. Bei einem Lachs aus dem Hause der Marquart GmbH könnte das aktuell nicht der Fall sein. Er ist von einem Rückruf betroffen.

Rückruf für Fisch: Mikrobiologische Abweichung bei Lachs gefährdet Gesundheit

Bei einer Eigenkontrolle wurden bei dem Produkt „Graved Lachs, 100 g“ in einer Charge eine Verunreinigung mit Listerien festgestellt, so der Rückruf auf „produktwarnung.eu“. Der Hersteller rät dringend vom Verzehr des Fisch-Produktes ab. Betroffen sind nur Lebensmittel mit den folgenden Eckdaten:

Artikel-Name: Graved Lachs
Gewicht: 100 Gramm
Chargen-Nummer- 7527
Mindesthaltbarkeitsdatum: 27.10.2020
Hersteller: Marquart GmbH
Grund: Mikrobiologische Verunreinigung – Listerien entdeckt

Die Informationen befinden sich auf der Rückseite des Produktes, so der Hersteller. Der Fisch kann in jede Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Rückruf von Fisch: Dieser Lachs ist betroffen.

Rückruf von Fisch: Online-Plattform kritisiert Vorgehen des Herstellers

Die Online-Plattform „produktwarnung.eu“, auf der der Fisch-Rückruf ebenfalls veröffentlicht wurde, kritisiert das Vorgehen des Herstellers. Auf seiner Seite schreibt das Verbraucher-Portal am Freitag (23.10.2020), dass zwar Endkunden informiert würden, aus Sicht der Plattform aber nicht ausreichend genug. Tatsächlich wurde erst im Lauf des Freitags bekannt, dass es sich bei der sogenannten „mikrobakteriologischen Abweichung“ um Listerien handelt.

Auf der gemeinsamen Website des Bundesamtes für Verbraucherschutz und der einzelnen Bundesländer werden Behörden aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen für zuständig erklärt. Somit kann davon ausgegangen werden, dass das Produkt in diesen drei Ländern auch in den Umlauf gelangt ist.

Rückruf von Fisch: Listerien in Lachs können gefährlich werden

Listerien sind Lebensmittelkeime, von denen besonders rohe, tierische Lebensmittel betroffen sind. Zudem können sie auch in Lebensmittelbetrieben vorkommen, in denen keine ausreichende Reinigung stattfindet. Die Bakterien sind erst bei über 100 Keimen pro Gramm für den Menschen gefährlich. Dann können sie eine Listeriose verursachen. 

Bei gesunden Menschen verläuft diese oft harmlos. Dennoch können auch nach bis zu drei Wochen noch Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Besonders Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem sind aber gefährdet. Die Erkrankung kann Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen auslösen, die in 30 Prozent der Fälle zum Tod führen können. Bei einer Schwangerschaft kann die Krankheit schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben. (luc)

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