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Ibuprofen-Rückruf: Pharma-Firma warnt vor eigenen Medikamenten - das sollten Betroffene jetzt wissen

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Von: Franziska Schwarz

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Wer bestimmte Arzneimittel nimmt, sollte unbedingt die Charge prüfen: Ein Hersteller ruft zahlreiche Medikamente zurück - auch ein oft verkauftes Schmerzmittel.

Meldung vom 31. Januar 2020: 

München - Die Arzneimittel-Firma Puren Pharma hat 235 Chargen ihrer Medikamente zurückgerufen, weil die Informationen in den Beipackzetteln nicht den Vorschriften entsprechen. Das Unternehmen mit Sitz in München teilte auf seiner Webseite mit:

„Aufgrund der nicht aktualisierten Packungsbeilagen hinsichtlich der Wechselwirkungen/­Warnhinweise/­Hinweise und der daraus resultierenden Nebenwirkungen oder neu hinzugefügten Nebenwirkungen für den Patienten, die in Umsetzungs­bescheiden zu PSUSA´s vom BfArM angeordnet und nicht fristgerecht umgesetzt wurden, werden im Einvernehmen mit der zuständigen Überwachungsbehörde, der Regierung von Oberbayern, einige Fertigarzneimittel der PUREN Pharma zurückgerufen.“

Rückruf von Ibuprofen-Chargen - Firma mit Liste der betroffenen Medikamente

Betroffene Kunden können ihre Medikamente gegen Gelderstattung an Puren Pharma zurücksenden. Die Anschrift findet sich auf der Webseite des Unternehmens. Der Spiegel hatte zuerst über den Großrückruf berichtet. Demnach hat die Arzneimittel-Firma der zuständigen Regierung von Oberbayern zugesichert, die Vorschriften für Gebrauchs-Informationen zu beachten. Außerdem passe es aktuell „die internen Abläufe“ an.

Puren Pharma publizierte eine Liste seiner Arznei-Produkte, für die der Rückruf gilt:

Medikamenten-Rückrufe: Fälle aus dem vergangenen Jahr

Auch 2019 gab es Medikamenten-Rückrufe. So warnte das Bundesinstitut für Arzneimittel eindringlich vor bestimmten Sodbrennen-Medikamenten - wegen möglicher Verunreinigung. Auch ein Verhütungsmittel für Frauen wurde als potenzielle Gefahr eingestuft. Und schließlich kam der Konzern Bayer nicht aus den negativen Schlagzeilen. Nach Klagen gegen Tochter Monsanto ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen eines Todesfalls - durch das Medikament Iberogast.

Der Pharmakonzern Hexal ruft jetzt ein Medikament zurück. Es besteht die Gefahr der Überdosierung.

frs

Wegen der Gefahr scharfkantiger Plastikteilchen ruft Fleischfabrikant Rügenwalder Mühle ein

Produkt zurück

. Nicht alle Produktionsreihen sind betroffen. 

Ein Hersteller warnt aktuell vor seinem Käse und ruft ihn zurück. Das Produkt wurde bei Lidl verkauft.

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