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Hohe Spritkosten vermeiden mit richtigem Reifendruck – darauf achten

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Von: Dominik Jahn

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Der Spritverbrauch ist zu hoch? Das könnte an einem falschen Reifendruck liegen. Worauf Autofahrer achten sollten.

Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg* hat inzwischen weltweit zu weitreichenden Veränderungen geführt. In Deutschland sind gerade die Spritpreise extrem angestiegen, die Folgen für Autofahrer sind umfangreich*, wie echo24.de* berichtet hat. Experten sehen im richtigen Reifendruck eine gute Möglichkeit, Kosten an der Zapfsäule einzusparen.

Neben dem aktuell in der Kritik stehenden Vorschlag von Finanzminister Christian Lindner* über Tank-Rabatte, hat ein Rohstoff-Analyst weitere Möglichkeiten gezeigt, wie der Preis wieder sinken könnte*. Autofahrer brauchen aber schnelle Unterstützung. Wer sein Geld nicht an der Tankstelle liegen lassen möchte, der kann daher auch in Eigenverantwortung handeln.

Hohen Spritverbrauch und Kosten: Zu geringer Reifendruck kann Grund sein

Wie unter anderem die Auto Bild schreibt, fährt jeder dritte Autofahrer mit zu wenig Luft im Reifen. Die Folgen für den Spritverbrauch sind dabei durchaus deutlich. So sieht der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) bei einem „Fülldruck von etwa 0,4 bar unter dem Sollwert“ einen stark erhöhten „Verschleiß“, und einen höheren „Rollwiderstand“. Damit kommt man zu einem „Mehrverbrauch an Sprit von bis zu 0,3 l auf 100 Kilometer“.

Auf Europa gerechnet entsteht dem ADAV-Bericht zur Folge durch falschen Reifendruck ein jährlicher Mehrverbrauch von drei Milliarden Liter Kraftstoff. Damit liegt der Wert für Autofahrer insgesamt bei fünf Milliarden Euro für den unnötigen Spritverbrauch. Laut dem Portal co2online ließe sich mit dem richtigen Druck im Gummi fast 90 Euro aufs Jahr gesehen sparen – zudem würden man den Ausstoß von etwa 140 kg CO2-Emissionen vermeiden.

Hohe Spritpreise: Hohe Kosten vermeiden – wie ist mein richtiger Reifendruck?

Autofahrer sollten es bei den aktuell hohen Spritpreisen aber auch nicht übertreiben mit dem Reifendruck. Viel hilft nicht viel in diesem Fall. Wer seine Reifen zu prall aufpumpt, der verliert Fahrkomfort und der Antrieb wird ungleichmäßiger. Außerdem muss laut ADAC-Experten zwischen Sommer- und Winterreifen unterschieden werden. Doch woher weiß man, was rein muss in den Reifen?

Der exakte Reifendruck für den besten Spritverbrauch ist vom Hersteller vorgegeben. Wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club schreibt lässt sich der entsprechende Wert an gleich mehreren Stellen nachlesen:

Die Auto-Experten geben zusätzlich den Rat, durchaus 0,2 bar mehr in den Reifen zu füllen. Die Hersteller würden in der Regel aus Komfortgründen „nur den Mindestdruck“ angeben. Diese geringe Menge darüber „ist beim Komfort kaum zu spüren, reduziert aber den Kraftstoffverbrauch, ohne an Sicherheit einzubüßen“.

Spritverbrauch reduzieren: Reifendruck messen - darauf müssen Autofahrer achten

Der Reifendruck lässt sich sowohl vor der Fahrt oder nach einigen Kilometern gut überprüfen. Der ADAC spricht bei einer Außentemperatur von 20 Grad von optimalen Bedingungen für den Test. Zu warm darf der Reifen aber auf gar keinen Fall sein.

Für die Messung des Reifendrucks muss dann die Ventilkappe (ähnlich wie beim Fahrrad) abgeschraubt werden, um den Stecker des Messgeräts darauf zu setzen. Wichtig: „Wenn das zischende Geräusch nicht sofort verstummt, muss die Position des Steckers korrigiert werden“. Erst wenn der Kontakt dicht ist, kann man den Druck auf dem Gerät ablesen.

Über die Knöpfe Plus und Minus kann dann die gewünschte Luftmenge zugegeben oder abgelassen werden. Autofahrer sollten aber darauf achten auch wirklich alle vier Reifen zu checken. Dazu muss laut ADAC auch die Fahrzeugbeladung beachtet werden. Bis zu 1 bar kann sich der Wert dabei verändern. Bei Vollbeladung für den Urlaub muss dementsprechend auch der Reifendruck erhöht werden.

Das Reifenkontrollsystem: Autofahrer sollten den Druck im Blick haben

Wie Europas größter Verkehrsklub in seinem Beitrag schreibt, müssen in der EU seit November 2014 alle „neu zugelassenen Autos und einige Wohnmobile mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein“. Eine Warnmeldung des RDKS sollten Autofahrer immer im Blick haben, überprüfen und entsprechend handeln.

Wenn keine Tankstelle in der Nähe ist, dann geht es laut ADAC „mit dem Kompressor aus dem Pannenhilfe-Set, der in vielen Fahrzeugen serienmäßig mitgeliefert wird“. Das Set befindet sich meist dort, wo früher das Ersatzrad war. Das RDKS überprüft ständig den Reifendruck und gibt über eine Anzeige im Fahrzeug die Werte an den Autofahrer weiter. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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