Rezept

Rotkraut selbst machen: So wird es so lecker wie bei Oma – Tipps und Tricks

Rotkraut muss man nicht aus der Dose oder dem Glas essen. Sie können es schnell und einfach zubereiten. Hier finden Sie die nötigen Tipps und Tricks.

  • Rotkohl ist ein beliebtes Wintergemüse, das in einigen Regionen auch Rotkraut oder Blaukraut genannt wird.
  • Vor allem an Feiertagen landet gekochter Rotkohl auf vielen Tellern.
  • Verbraucher können Rotkohl ganz einfach selbst machen - Tipps und Tricks für die Zubereitung.

Offenbach - Ob Rotkraut, Rotkohl oder Blaukraut – das winterliche Gemüse landet gekocht vor allem an Feiertagen auf Millionen Tellern und wird zu Gans, Ente oder Wild gegessen. Wie auch Sauerkraut gibt es den roten Kohl im Supermarkt komplett verzehrfertig zu kaufen. Zu Hause muss dann nur die Tüte oder Dose geöffnet und das Kraut erwärmt werden. Es einfach selbst zu machen, ist jedoch gar nicht so schwer, wie vermutlich viele denken.

Klassisches Rotkraut: Mit diesem einfachen Rezept gelingt er jedem.

Rotkohl ist ein ziemlich gesundes und ballaststoffreiches Gemüse mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem schmeckt es auch gut. Einer aktuellen Umfrage (12/2020) des Meinungsforschungsinstitut Yougov zufolge mögen drei Viertel der Erwachsenen (74 Prozent) ihn gern oder sogar sehr gern. Nur etwa jeder Achte ist der Gemüsebeilage nicht so zugetan. Befragt wurden im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (DPA) repräsentativ fast 2100 Menschen.

Rotkohl: Beliebtes Wintergemüse in Deutschland - Rezept für leckeres Rotkraut

Auch wenn Ernährungsexperten Rotkohl eher als Rohkost empfehlen, weil enthaltene Vitamine beim Kochen teilweise zerstört werden, essen viele ihn gekocht. Rezepte gibt es einige. Oft wird er mit Essig oder Wein weichgekocht, meist kommen auch Äpfel und Zwiebeln hinzu. Typische Gewürze sind Nelken, Muskat, Lorbeerblätter und Zucker. Viele mischen auch Marmeladen drunter.

Menge pro 100 Gramm (roh)Wert
Energie (kcal)22
Fett0,2 g
Ballaststoffe2,5 g
Kalium267 mg
Kohlenhydrate3,5 g
Protein1,5 g
Quelle: www.gesundheit.gv.at

Für eine klassische Variante braucht man: 1 Kilo Rotkohl, 3 Äpfel, 1 Zwiebel, 40 Gramm Schmalz (Gänse/Schweine/ oder Butterschmalz), 300 Milliliter Fleisch- oder Gemüsebrühe, 3 Nelken, Salz, Pfeffer, 3 Esslöffel Rotweinessig und 3 Esslöffel Preiselbeeren. Die Zubereitung ist ganz einfach, da der Rotkohl jedoch stark färbt, bietet es sich an Handschuhe zu tragen.

Leckeres Rezept für Rotkohl: Schnelle und einfache Zubereitung

  • Zuerst müssen die äußeren Blätter und der Strunk entfernt und der Rotkohl gewaschen werden.
  • Dann wird er geviertelt und in sehr feine Streifen gehobelt oder geschnitten.
  • Die Äpfel werden geschält (geht aber auch mit Schale) und ebenfalls geviertelt. Das Kerngehäuse kann rausgeschnitten werden. Danach werden die Äpfel in dünne Spalten geschnitten oder gerieben.
  • Jetzt sind die Zwiebeln dran. Einfach schälen und kleinschneiden. Dann das Schmalz im Topf erhitzen und alle bisherigen Zutaten andünsten. Das Schmalz ist vor allen für den Geschmack wichtig.
  • Brühe, Nelken, Salz und Pfeffer dazugeben und das ganze mit Deckel etwa 50 Minuten schmoren lassen. Zum Schluss Essig und Gelee unterrühren und je nach Geschmack mit Pfeffer und Salz abschmecken. (Wer den Rotkohl etwas knackiger mag, kann ihn auch nur 45 Minuten kochen lassen)

Rotkohl: Wintergemüse einfrieren oder mehrfach aufwärmen

Rotkohl kann zudem auch super eingefroren werden. Einfach putzen und kleinschneiden. Die meisten Vitalstoffe bleiben erhalten, wenn man den Kohl vor dem Einfrieren blanchiert. Etwa ein halbes Jahr hält sich das Kraut so im Gefrierschrank aufbewahren. Auch, wenn es vorher bereits gekocht wurde. Es gibt übrigens einige Lebensmittel, die gut eingefroren werden können, bei anderen sollte man vorsichtig sein.

Da oft auch zu viel Rotkohl gekocht wird, stellt sich zudem die Frage, ob er mehrmals aufgewärmt werden darf. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, kann man Blaukraut durchaus öfter erwärmen. Es wird sogar empfohlen, den Rotkohl schon am Abend bevor er auf den Tellern landet oder sogar einige Tage im Voraus zu kochen. Das soll ihn geschmacklich noch besser machen, da alle Zutaten durchziehen.

Rotkohl aus dem Supermarkt: Stiftung-Warentest hat Fertigprodukte getestet

Wer trotzdem lieber zum Rotkohl als Fertigprodukt greift, sollte sich vorher über die Qualität der Produkte informieren. Stiftung Warentest hat 27 Fertig-Rotkohl-Angebote einem Test unterzogen. Neben dem klassischen Rotkohl waren auch Apfelrotkohle im Test. (svw mit dpa)

Rubriklistenbild: © fanfo via www.imago-images.de

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