Mit vier Schritten

Wie Eltern Kindern den Notendruck nehmen

Druck nehmen
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Mit dem Kind zusammen können Eltern eine Liste erstellen, auf welche Fächer es seine Lern-Energie konzentrieren sollte.

Wenn sich ein Kind für eine 2 oder 3 rechtfertigen muss, gerät es mächtig unter Druck. Muss das sein? Ein Familiencoach sagt nein und erklärt, wie das Kind ins nächste Schuljahr entspannter startet.

München - Irgendwann gehen auch mal die schönsten Ferien vorbei. Dann freuen sich Schulkinder meist schon ein bisschen auf die Schule - gerade nach eineinhalb Jahren Wechsel- oder Distanzunterricht. Doch kaum ist das Schuljahr eröffnet, beginnt dieser verdammte Notendruck. Wie können Eltern ihren Kindern diesen Druck nehmen?

Nachmittage entrümpeln

„Erstmal können Eltern mit den Kinder gemeinsam schauen, wie sie aus den Nachmittagen der Kinder den Zeitdruck nehmen“, schlägt Familiencoach Kira Liebmann vor. Ist weniger Haushaltsarbeit drin? Weniger Gassirunden mit dem Hund? Können Besuche bei den Großeltern reduziert werden?

Struktur schaffen

Dann würde Liebmann den Nachmittagen eine Struktur geben. Die könnte so aussehen: Nach der Schule essen, von 16 bis 17.30 Uhr Lernen, danach Hobby wie etwa Fußball. „Kinder lieben Struktur“, weiß die zweifache Mutter und erklärt: „Durch das Sichtbarmachen der anderen Bereiche merken die Kinder, dass es nicht nur Schule gibt.“

Schulfächer priorisieren

Eine weitere Strategie sei, die Schulfächer zu priorisieren. „Welche Fächer sind wichtig? Für welche macht es Sinn zu ackern? Wo reicht auch mal eine 3?“, schlägt der Familiencoach vor. Die Priorisierungsliste sollte zusammen mit dem Kind aufgestellt werden. Für die „wichtigen“ Fächer ist es ratsam, täglich ein bisschen zu lernen. Am besten nach der Regel 25 Minuten lernen, 5 Minuten Pause. Das mache mehr Sinn als 3- bis 4-stündige Mammutaktionen.

Einstellung der Eltern überdenken

„Schließlich sollten Eltern ihre Einstellung überdenken. Ein Kind sollte sich nicht für eine 2 oder 3 rechtfertigen müssen“, sagt Liebmann. Aus ihrer Sicht wären Eltern gut beraten, nicht den Eindruck zu vermitteln: „Schule ist das Wichtigste!“ Besser sei „Hauptsache, du kommst durch“. Denn Notendruck hieße nicht, man muss immer eine 1 schreiben, sondern Notendruck bedeute vor allem: „Viel lernen“. dpa

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