März 2016

Baufamilie Staltmeier baut ihr drittes Haus

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So wohnen die Staltmeiers: in einem schmucken Bungalow mit allen modernen Erleichterungen für ein altersgerechtes Wohnen.

Schon heute an morgen gedacht: „Lang planen, kurz bauen“ - so heißt das Erfolgsrezept der Familie Staltmeier, die in Lengenfeld, einem Ortsteil von Oberostendorf, ihr Bauvorhaben verwirklichte.

Lengenfeld (Ostallgäu) - In Zahlen bedeutet dies: Eine Planungsphase von gut zwei Jahren ging rund vier Monaten Bauzeit für den Bungalow-Massivbau voraus. Eine sehr ordentliche Bilanz.

Unsere Baufamilie aus Lengenfeld: das Ehepaar Gabriela und Ulrich Staltmeier mit ihrer Tochter Nina und Hund Sunny.

Der Bungalow ist das das dritte private Eigenheim der Staltmeiers und profitiert von vielen Erfahrungen der gesamten Baufamilie. Hinzu kommt, dass der heute 60-jährige Ulrich Staltmeier sich auch beruflich mit dem Bauen auskennt. Er muss es also wissen, wie sich Wohnträume preiswert, zeitnah und qualitätsvoll umsetzen lassen. „Ganz wichtig ist eine gute Koordination der verschiedenen Gewerke und zuverlässige Baupartner,“ berichtet Staltmeier. Der Bungalow mit rund 140 Quadratmetern Wohnfläche ist für Wohnen und Arbeiten unter einem Dach konzipiert. Im Erdgeschoss befindet sich die rund 100 Quadratmeter große Wohnung des Ehepaars Staltmeier. Unter dem schrägen Dach im Obergeschoss, das ohne Kniestock konzipiert und mit Außentreppe zu erreichen ist, hat es sich Tochter Nina gemütlich gemacht. Sie verfügt über ein gemütliches Zimmer mit Bad und Balkon. Außerdem ist dort das Büro mit zwei Arbeitsplätzen und Sitzecke untergebracht. Im Vergleich zu ihrem früheren 270 Quadratmeter großen Landhaus haben sich die Staltmeiers verkleinert. Für Gabi Staltmeier bedeutete dies zunächst eine große Umstellung und ein schwerer Abschied. Heute will sie das Rad nicht mehr zurückdrehen. „Mein Leben hat an Qualität dazu gewonnen“, sagt sie.

Wohnen mit viel Leichtigkeit: Alles auf einer Ebene ohne Treppensteigen

Altersgerechtes Wohnen, das klingt für viele Bauherren nach ferner Zukunftsmusik. Nicht für das Ehepaar Staltmeier. „Mit unserem Bungalow stellen wir uns auch auf die kommende Lebensphase ein“, sagt Gabi Staltmeier. So wohnen die Staltmeiers heute komplett ebenerdig. Auf einen Keller haben sie ebenso verzichtet wie auf eine Innentreppe ins obere Stockwerk. Die altersgerechte Raumaufteilung sieht breite Türen ohne Schwellen vor, auch der Eingang ist von der Garage aus über eine Rampe zu erreichen. Das Bad ist barrierefrei und der Garten pflegefreundlich.

Haustür mit Fingerabdruck-Scanner

Haustürschlüssel? Das war gestern – Gabriela und Ulrich Staltmeier lösen die Öffnung ihrer massiven Haustüre über einen Fingerabdruck-Scanner aus. „Das lästige Kramen nach dem Schlüssel entfällt“, lacht die Bauherrin. Und wer nicht autorisiert ist, muss draußen bleiben.

Durchgängiger Holzdielenboden

Wird man allerdings hereingelassen, öffnen sich Eingangsbereich und Flur großzügig dem Besucher. Auch die Türöffnungen zu den angrenzenden Zimmern sind extra-breit und schwellenlos. Ein durchgängiger Holzdielenboden – massive Eiche, gehobelt, gebürstet und geölt – verbindet die gesamte Fläche im Erdgeschoss und dient auch Küche und Bad als Bodenbelag. Eher ungewöhnlich, aber für Bauherr Ulrich Staltmeier kein Problem. „Ebenso pflegeleicht wie ein Fliesenboden,“ ist seine Meinung. Der einheitliche Dielenboden weitet die Räume fürs Auge und ist günstig für die konsequent verlegte Fußbodenheizung.

Impressionen: Baufamilie Staltmeier

Zentrale Hausstaubsauganlage

Kein Treppensteigen mehr, weniger Hausarbeit. Dabei hilft den Staltmeiers beispielsweise eine Hausstaubsauganlage, also ein zentraler Staubsauger mit einziehbarem Schlauch, der über eine Anlage im Obergeschoss mit großem Filter gesteuert wird. Elektrische Rollläden ersparen wiederum das lästige und später eventuell auch schmerzhafte manuelle Einziehen der Rollläden: bei Staltmeiers sind sie einzeln programmierbar und tragen zur Stromersparnis bei.

Wohlfühlakzente im Badezimmer

Eine freistehende, körperformgerechte Badewanne und eine große, bodengleiche Dusche bilden das Herzstück des kleinen barrierefreien Badezimmers. Wellness-Beleuchtung im Boden und in den Duschfliesen setzen Akzente, eine beheizte Sitzbank und warme Holztöne machen es im Bad besonders kuschelig.

Nichts anderes als ein Ziegelhaus: Bungalow mit den Vorteilen einer massiven Außenhaut

Küchenbereich, Ess- und Wohnzimmer sind im Hause Staltmeier offen und hell angeordnet.

Ulrich Staltmeier ist überzeugt von seinem Haus aus gemauertem Ziegelstein. Er schwört auf den natürlichen und bewährten Werkstoff Ziegel und sagt: „Heutzutage lassen sich mit den dämmstoffgefüllten Ziegelsteinen problemlos alle Niedrigenergiestandards erfüllen – ohne den problematischen außenliegenden Vollwärmeschutz.“ Die Fakten sprechen für Staltmeier: Sein Bungalow erfüllt mühelos die Vorgaben eines KfW70-Niedrigenergiehauses, mit einer 36 Zentimeter starken, massiven Außenhaut und dreifach verglasten Kunstofffenstern. „Die Wärmespeicherung ist hervorragend. Dabei hilft auch ein relativ neues Verfahren, bei dem die Ziegelsteine nicht mehr mit Mörtel verbunden, sondern miteinander verklebt werden“, erklärt Staltmeier. So könnten Wände praktisch wärmebrückenfrei erstellt werden, sagt der Bauherr. Großen Wert hat er auch auf die großzügige Dämmung von Dach und Bodenplatte gelegt.

Vorteile bietet das Ziegelhaus auch in puncto Brandschutz, Schallschutz und Trittschallschutz. Das liegt an den schweren, nicht brennbaren Grundmaterialien wie Ton und Beton, die hier verwendet werden. Auch die Steinwolle, mit der meist die Ziegelkammern aufgefüllt werden, ist nicht brennbar. Staltmeier macht noch einen weiteren Vorteil geltend „Meiner Erfahrung nach sind Massivhäuser wertbeständiger als Fertighäuser.“ Denn Massivhäuser seien äußerst langlebige Häuser. Eine Lebenserwartung von oftmals über 100 Jahren ist keine Seltenheit. Diese Werthaltigkeit sollte sich auch positiv auf den Verkaufspreis niederschlagen, wenn das Haus nach mehreren Jahren den Besitzer wechselt. Den Bau ihres neuen Eigenheims vergab Familie Staltmeier schlüsselfertig an ein regionales Bauunternehmen. Bei der Planung, den Außenanlagen und dem Innenausbau konnte sich die Baufamilie dennoch großzügig selbst einbringen. Und es gelang dank guter Organisation, die Zeit vom Aushub bis zum Einzug sehr effektiv zu nutzen. Nach knapp vier Monaten, im Sommer 2013 konnten Staltmeiers einziehen. „Das ist für einen Massivbau in der Tat sehr sportlich“, gibt Ulrich Staltmeier zu. „Aber durchaus möglich.“ Er dankt es auch einer Vielzahl zuverlässiger Handwerker vor Ort.

Praktisch und effizient: Die Gasheizung - Flüssiggastank versorgt komplette Siedlung

Auf wenigen, vielleicht drei Quadratmetern ist neben dem üblichen Haushaltsallerlei die Heizung samt Wasserspeicher verstaut. Das soll alles sein? „Ja“, erklärt Ulrich Staltmeier, denn das Haus sei an einen zentralen Flüssiggastank der gesamten Siedlung angeschlossen. „Das Baugebiet hat uns die Möglichkeit geboten, uns an diesem Tank zu beteiligen. Die Erschließung durch eine Gasleitung zum Grundstück inklusive.“ Damit sparen sich die Eheleute die platzintensive Vorratshaltung eines Energieträgers in den eigenen vier Wänden. Ein überzeugendes Argument, sich für die Anschaffung einer preislich überschaubaren Gasheizung zu entscheiden. So nutzen Staltmeiers die Technologie eines energieeffizienten Gasbrennwertkessels. Die Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Wärme, die als messbare Temperatur der Heizgase bei der Verbrennung entsteht, sondern auch zusätzlich deren Wasserdampfgehalt. Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umszusetzen und zu nutzen. Außerdem verfügen Brennwertkessel über Hochleistungs-Wärmetauscher, die die Abgase, bevor sie durch den Schornstein entweichen, soweit abkühlen, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte Kondensationswärme zusätzlich auf das Heizsystem übertragen wird. Mit dieser Technologie erreicht ein Gas-Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad bis zu 98 Prozent. Das macht das ganze Haus warm. So richtig gemütlich aber wird es, wenn Ulrich Staltmeier Holz im Schwedenofen nachlegt. Der steht an zentralem Ort im Ess- und Wohnbereich und heizt locker das gesamte Geschoss. Es geht eben nichts über ein prasselndes, glühendes Funkenspiel.

Viel Platz auf wenig Raum: Küche aus Schreinerhand

Die Küche stammt aus Schreinerhand und bietet gemeinsam mit der angeschlossenen Speis viel Stauraum.

Die maßgefertigte Küche aus Schreinerhand sollte so viele Funktionen wie möglich auf kleinem Raum vereinen. Und natürlich möglichst gut erreichbaren Stauraum in Unterschränken und Schubladen bieten. Backofen und Spülmaschine sind auf Arbeitshöhe angebracht, die großen, unschönen „Blöcke“, nämlich Kühl- und Gefrierschrank in die Speisekammer nebenan verbannt. Die Küchentheke, die räumlich den Arbeitsbereich der Küche vom Esstisch trennt, ist so breit angeordnet, dass Stauraum von beiden Seiten zur Verfügung steht. Platz genug also für alle Gerätschaften, die auch ein Festessen mit der großen Familie, den Kindern und Enkeln, möglich machen. Küchenbereich, Ess- und Wohnzimmer sind im Hause Staltmeier offen angeordnet, mehrere Zugängen führen in den Garten. Zur Speisekammer gelangt man durch eine praktische, platzsparende Glas-Schiebetür. Auf einen Keller haben die Staltmeiers bewusst verzichtet. „Ich wollte das Treppengerenne nicht mehr“, sagt Gabriela Staltmeier dazu. Sie setzt auf eine Vielzahl von Einbauschränken. Stauraum bieten auch die Nebengebäude und die großzügige Nutzung von Nischen unterm Dach.

Gartenarbeit leicht gemacht: Ein transparenter Platz für alle Jahreszeiten - die gläserne Pergola

Eine Vielzahl an lauschigen Plätzchen laden zum Erholen ein. Der Garten der Staltmeiers ist äußerst pflegeleicht angelegt.

Der Gedanke, sich die Arbeit in Haus und Hof mit einem gut geplanten Neubau zu erleichtern, machte für Baufamilie Staltmeier auch vor dem Garten nicht halt. Weniger Unkraut rupfen, einfacher Rasen mähen und ungestört von Wind und Witterung im Grünen sitzen, diese Prämisse galt es zu erfüllen. „Wir hatten Vorkehrungen getroffen und beispielsweise viele Steinbeete mit einem Unkraut undurchlässigen Vlies angelegt“, berichtet Ulrich Staltmeier. Hinzu kamen Bodenbleche, die senkrecht an der Rasenkante eingebracht wurden, und dort heute ein leichtes „Drübermähen“ möglich machen. Den Sitzplatz auf der Terrasse hat die Baufamilie einem kalten Wintergarten vergleichbar gestaltet. Es ist eine gläserne Pergola mit Wind- und Regenschutz, einer zweiseitigen Vollverglasung und Vollglas-Schiebetüren. „Bereits bei frühlingshaften Temperaturen können wir draußen auf der Terrasse sitzen“, sagt Gabriela Staltmeier.

Gabionen befestigen Böschung

Die Außenanlagen stellten die Eheleute zeitgleich mit dem Neubau fertig. Ulrich Staltmeier muss zugeben, dass vieles dabei eine richtige Plackerei war. „Wir haben 30 Tonnen Steine per Minibagger bewegt, um die gut 30 Meter lange Böschung zu befestigen“, erzählt er. Dazu dienten zahlreiche Gabionen, also mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, die im Straßenbau gern zur Errichtung von Wällen, Sicht- oder Lärmschutzanlagen oder eben als Stützmauern eingesetzt werden. Die Befestigung eines rund zwei Meter hohen Gefälles bewerkstelligte Familie Staltmeier eben mit diesen Gabionen.

Steckbrief Familie Staltmeier in Lengenfeld bei Oberostendorf

Anwesen

Einfamilienhaus mit zweiter, getrennter Wohneinheit

Neubau: Bungalow in Ziegelbauweise

Grundfläche

670 m²

Wohnfläche

140 m²

Bauzeit

April bis Juli 2013

Energieverbrauch

Niedrigenergiehaus (KfW 70 Effizienzstandard zertifiziert)

Baukosten

rund 300.000 Euro mit Grundstück

Angaben zur Ausstattung:

Bungalow mit Dachwohnung ohne Kniestock d.h. durchgehender Dachschräge, Satteldach, nicht unterkellert. Massivbau mit Vollwärme-Ziegel, 3-fach verglaste Kunststofffenster. 12 m² Solaranlage, Gasbrennwerttherme, Schwedenofen und Fußbodenheizung. Gläserne Pergola mit Windschutz, Garage, Carport und Nebengebäude.

Von Angelika Hirschberg

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