Die richtigen Blüten

So retten Sie selbst im heimischen Garten die Bienen

+
Bienen "fliegen" auf Blüten, die viel Nektar und Pollen bieten.

Sie wollen auch etwas dazu beitragen, dass die Bienen genügend Nahrung und Lebensraum haben? Das können Sie ganz einfach in Ihrem eigenen Garten tun. Wir haben Tipps.

Spätestens seit dem Volksbegehren "Artenvielfalt" sind die Bienen hierzulande wieder in aller Munde. Die fleißigen Insekten sind unentbehrlich für einen blühenden Garten - im Gegenzug brauchen die Bienen Nektar und Pollen, um zu überleben. Doch der Befall durch Milben, Parasiten, Pestiziden und Krankheiten macht den kleinen, schwirrenden Tierchen das Leben schwer. Um den Bienen mehr Nahrung zu bieten, kann jeder etwas tun - und in seinem Garten Bienenweiden anlegen.

Bienenweide: So wird Ihr Garten zum Paradies für Bienen

Damit sind Pflanzen gemeint, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deshalb besonders oft von Honigbienen, aber auch zahlreichen Wildbienen angeflogen werden. Bienenweiden lassen sich im ganzen Garten verteilt anlegen oder Sie legen einfach mit einer Saatgutmischung einen Streifen an. Damit die Bienen auch viel Nahrung bekommen, sollten fast das ganze Jahr über bienenfreundliche Pflanzen blühen. Schneeglöckchen eigenen sich zum Beispiel fürs Frühjahr und Astern bis in den Herbst hinein.

Der Deutsche Imkerbund e.V. empfiehlt folgende Pflanzen für eine "blühende Vielfalt":

Bäume

Obstbäume, Weide, Kastanie, Robinie, Linde, Ahorn, Eberesche, Kornelkirsche, Traubenkirsche, Trompetenbaum

Sträucher

Liguster, Roseneibisch, Felsenmispel, Schneebeere, Rosen (ungefüllt), Fingerstrauch, Kletterhortensie, Falscher Jasmin, Schneeheide, Schlehe, Weißdorn, Stechpalme, Berberitze, alle Beerensträucher

Kletterpflanzen

Wilder Wein, Clematis, Efeu

Stauden und Zwiebelgewächse

Schneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Silberwurz, Steinkraut, Vergiss­meinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, Fette Henne, Zier­mohn, Kugeldistel, Sonnenhut, Lavendel, Beinwell

Kräuter

Thymian, Ysop, Schnittlauch, Salbei, Weinraute, Zitronenmelisse, Bärlauch

Blumen

Reseda, Cosmea, Malve, Katzenminze, Gamander, Phacelia, Tagetes, Kornblume, Sommerazalee, Sonnenblume, Senf, Aster, ungefüllte Dahlie, Herbstanemone, Goldrute

Quelle: www.deutscherimkerbund.de

Auch im Gemüsebeet können Sie den Bienen ein Festmahl bereiten, indem Sie Ackerbohnen, Gurken, Kürbis, Zwiebel oder Melone anbauen.

Bienenweide: Diese Pflanzen eigenen sich nicht für Bienen

Zuchtsorten mit üppigen Blüten sehen toll aus, bieten den Bienen aber nicht besonders viel Nahrung. Zudem finden die fleißigen Insekten oft nur schwer Zugang zu deren Nektar und Pollen. Deshalb verlegen Sie sich lieber auf die Wildformen der Pflanzen und achten darauf, dass diese nicht mit Pestiziden behandelt wurden.

Wie lege ich eine Bienenweide an?

Zwischen März und Mai ist der beste Zeitpunkt, um mit dem Anlegen der Bienenweide zu beginnen. Allerdings müssen Sie den Boden im Garten erst ordentlich darauf vorbereiten. Dazu suchen Sie sich ein Gartenbeet, das Sie von Unkräutern befreien und gut mit der Harke auflockern. Der Boden braucht zudem nicht besonders nährstoffreich zu sein.

Nun nehmen Sie die Saatgutmischung Ihrer Wahl zur Hand und vermischen die Samenkörner mit etwas Sand. Dann bringen Sie das Saatgut großzügig - etwa fünf bis zehn Gramm pro Quadratmeter - auf der Fläche aus. Am Ende arbeiten Sie die Samen ins Beet ein und drücken die Erde etwas an. Gleich nach der Aussaat gießen Sie die Mischung etwas an und befeuchten den Boden anschließend regelmäßig, bis die ersten Pflanzen zu sprießen anfangen.

Auch interessant: Wann ist der beste Zeitpunkt, Tulpen zu pflanzen - und wie pflege ich sie?

Welche Saatgutmischungen eignen sich besonders?

Experten der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau in Bamberg haben 2014 im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg sechs verschiedene Blütenmischungen angebaut und miteinander verglichen. Vier der Mischungen werden im Erwerbsanbau angeboten und zwei im Endverkauf. Dazu gehören:

  • Schönhagener Bienenweide
  • Bingenheimer Saatgut
  • Dehner Blumenmischung
  • Veitshöchheimer Bienenweide
  • Riegers Feldblumenmischung
  • Gartenland Blütenreiche Mischung

Besonders das Bingenheimer Saatgut, aber auch die Veitshöchheimer Bienenweide, Riegers Feldblumenmischung und die Schönhagener Bienenweide waren bei den Bienen beliebt. In den Kalenderwochen 25 bis 27 (zwischen Juni und Juli) zeigte sich hier die höchste Aktivität bei den Insekten. Andere Nützlinge wie Schwebfliegen, Florfliegen und Marienkäfer zeigten sich von Riegers Feldblumenmischung und der Dehner Blumenmischung begeistert. Hier war Kalenderwoche 29 (Mitte Juli) die aktivste Zeit.

Schon gewusst? So erblüht eine verwelkte Orchidee wieder

Weitere Tipps, um es den Bienen im Garten heimisch zu machen

  • Verzichten Sie auf Pestizide, um Schädlinge im Garten loszuwerden. Diese schaden nämlich auch den Bienen.
  • Bienen brauchen viel Platz, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Honigbienen fühlen sich im Bienenstock wohl und für Wildbienen eignet sich ein Stapel aus totem Holz, Mauerritzen oder ein offener, sandiger Boden.

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten.

Frühlingsgefühle: Diese 10 Blumen lassen Ihren Garten erstrahlen

Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.  © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.  © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.  © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.  © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.  © pixabay
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.  © pixabay
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.  © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.  © pixabay
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.  © pixabay
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.  © pixabay

Auch interessant

Meistgelesen

So säen Sie bei sich zu Hause Paprika an
So säen Sie bei sich zu Hause Paprika an
Einbrecher in der Nacht? Was eine Familie in ihrem Haus vorfindet, macht sprachlos
Einbrecher in der Nacht? Was eine Familie in ihrem Haus vorfindet, macht sprachlos
Sollten wir wirklich damit aufhören, die Spülung der Toilette zu betätigen?
Sollten wir wirklich damit aufhören, die Spülung der Toilette zu betätigen?
Zimmermädchen verraten ihre Tricks: Wie Sie Ihr Zuhause lupenrein bekommen
Zimmermädchen verraten ihre Tricks: Wie Sie Ihr Zuhause lupenrein bekommen

Kommentare