Erkennen und bekämpfen

Braune Flecken im Rasen? Dieser Schädling könnte dahinterstecken

Grashalme im Sonnenschein
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Ein Schädling sorgt für braune Flecken im Rasen. (Symbolbild)
  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Braune Flecken im Rasen rühren nicht immer von Trockenheit oder schlechter Pflege her. Die Larven eines Schädlings könnten ebenfalls dahinter stecken.

  • In den Rasen* stecken viele Hobbygärtner eine Menge Arbeit.
  • Umso ärgerlicher ist es, wenn sich trotzdem braune Flecken bilden.
  • Womöglich haben die Larven eines Schädlings damit zu tun.

Sie geben sich viel Mühe bei der Pflege des Rasens und trotzdem machen sich braune Stellen auf der Grasfläche bemerkbar? Braune, kreisförmige Flecken im Rasen sind oft das Werk der Wiesenschnake (Tipula). Das Insekt selbst ist harmlos, doch die Larven des Schädlings bereiten Hobbygärtnern Kopfzerbrechen. Sie leben nämlich dicht unter der Grasnarbe und tun sich an den Wurzeln der Gräser gütlich. Laut der Gartenakademie Rheinland-Pfalz können die Larven nachts sogar die Erdgänge verlassen und oberirdisch an Pflanzenteilen naschen.

Braune Flecken im Rasen: So sieht das Schadbild der Wiesenschnake aus

Durch die Beschädigungen an den Wurzeln entstehen braune Flecken im Rasen, die sich zunächst an stellenweisen Verfärbungen bemerkbar macht, bevor die Grasnarbe komplett abstirbt. Zunächst tritt die Welke der Gräser kleinflächig auf, bevor ganze Kahlstellen entstehen. Im Gegensatz zu Pilzkrankheiten weisen die Gräser keine Flecken oder Ablagerungen vor, sondern werden gleichmäßig gelb. 24Garten.de berichtet ebenfalls zu Pilzkrankheiten im Rasen.

Um sicherzugehen, dass es sich tatsächlich um die Larven der Wiesenschnake handelt, brauchen Sie nur einmal mit dem Spaten in die Erde zu stechen. Wie das Portal Mein schöner Garten schreibt, verstecken sich bei einem starken Befall über 500 Larven pro Quadratmeter unter der Erdoberfläche. Auch ein hohes Auftreten von Amseln und Staren auf dem Rasen seien ein Hinweis auf die Anwesenheit der Tipula-Larven.

So bekämpfen Sie die Larven der Wiesenschnake

Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz empfiehlt bei einem Befall durch Tipula-Larven eine intensive Bodenbearbeitung. Heißt: Um die Wiesenschnaken an der Eiablage zu hindern, sollten Sie die betroffene Rasenfläche oftmalig begehen, da die Schädlinge sich dadurch gestört fühlen. Zudem können Sie Köder aus Weizenklee oder Zucker auslegen, die die Wiesenschnake nachts aus ihrem Versteck lockt. Diese Köder sammeln Sie dann wieder ein. Alternativ schlägt die Gartenakademie vor, eine schwarze Plastikfolie oder einen schwarzen Karton über das feuchte Gras zu legen und am nächsten Tag wieder abzusammeln.

Igel, Krähen, Maulwürfe, Spitzmäuse, Stare und Werren haben es außerdem laut Gartenakademie auf die Tipula-Larven abgesehen, weshalb es sinnvoll sein könnte, zum Beispiel Igel im Garten zu fördern. Das Portal Mein schöner Garten weist zudem auf die Gabe von Kalkstickstoff hin, der die Larven der Wiesenschnake bekämpfen soll: Etwa 30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter Rasenfläche würden einen Wirkungsgrad von etwa 40 bis 60 Prozent haben. Der Dünger sollte Anfang März bei feuchter Witterung ausgebracht werden, nachdem Sie ihn zuvor an einer kleinen Fläche ausprobiert haben.

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Als biologische Bekämpfungsmöglichkeit gibt es zudem parasitäre Nematoden (werblicher Link) der Art „Steinernema carpocapsae“. Bei Nematoden handelt es sich im Allgemeinen um Fadenwürmer, die sowohl als Schädlinge als auch als Nützlinge im Boden oder an Pflanzen vorkommen können. Die Nematoden können im Gartenfachhandel bestellt und schon am Tag der Lieferung in fünf Liter abgestandenen Wasser gemischt werden. Dieses füllen Sie dann in Gießkannen um und verteilen es auf den betroffenen Stellen. Der Gartenakademie zufolge müssen bei der Anwendung mindestens an vier bis fünf Stunden am Tag Temperaturen von 15 Grad herrschen. Die Nematoden dringen dann in die Larven ein und infizieren sie mit einem Bakterium, was sie absterben lässt. Auf diese Weise können bis zu 90 Prozent der Tipula-Larven abgetötet werden.

Wiesenschnake durch Vertikutieren im Zaum halten

Ebenfalls hilfreich, aber weniger schmeichelnd Ihrem Rasen gegenüber ist das Vertikutieren. Da sich die Larven der Wiesenschnake direkt unter der Oberfläche aufhalten, können Sie diese einfach mit einem tief gestellten Vertikutierer die Grasnarbe aufritzen und ihnen damit den Garaus machen. Mähen Sie den Rasen davor ab und säen Sie anschließend etwas Rasen-Saatgut nach. *Merkur.de und 24Garten.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

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