Handwerk in Hochstimmung

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Seit 20 Jahren war die Lage im Handwerk nicht mehr so gut.

Berlin - Anhaltend hohe Nachfrage, niedrige Zinsen und steigende Einkommen der Kunden sorgen für glänzende Stimmung beim deutschen Handwerk.

Wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Mittwoch mitteilte, berichten die Betriebe über das beste erste Quartal seit 20 Jahren. Auch wenn das Frühjahrsquartal 2012 saisonbedingt etwas hinter dem Herbstquartal 2011 liege, seien die Betriebe ohne den sonst üblichen Personalabbau ausgekommen. Der Umsatz werde im aktuellen Jahr noch einmal um mindestens 2,5 Prozent wachsen.

Die Nachfrage nach handwerklichen Leistungen bewege sich weiter auf hohem Niveau, erklärte Generalsekretär Holger Schwannecke. Es deute sich an, dass die Konsumbereitschaft trotz gestiegener Energiepreise hoch bleibe. Bei einer Umfrage des Verbandes unter rund 20 400 Unternehmen beurteilten 86 Prozent ihre Lage als gut oder befriedigend. Eine Trendwende sähen sie nicht. Die Dynamik des Boomjahres 2011 aber werde auch nicht wieder erreicht.

14 Prozent der Unternehmen gaben an, in den kommenden Monaten Mitarbeiter einstellen zu wollen. Probleme bereite ihnen aber der zunehmende Fachkräfteengpass. Nach Prognosen des Verbands wird sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr dennoch wieder um 0,5 Prozent oder 25 000 Mitarbeiter erhöhen.

dpa

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