Muss es immer die Waschmaschine sein?

Kleidung lüften statt waschen? Diese einfache Antwort wird viele verblüffen

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Kleidung lüften oder waschen? Hier scheiden sich die Geister.

Verfechter der Lüftungsmethode wollen die Umwelt schützen und Zeit sparen: Doch wie sinnvoll ist es, Kleidung selten zu waschen und dafür umso öfter zu lüften?

Jeder hat seine ganz eigene Strategie, wie er mit getragener Kleidung umgeht. Die einen ziehen sich feierabends sofort um und legen die Geschäftsklamotte auf einen eigens dafür vorgesehenen Stuhl, um sie übermorgen wieder anzuziehen. Bei anderen kommt sofort alles in den Wäschekorb. Manche schwören aufs Lüften und hängen Hosen und Blusen lieber an die frische Luft. Lüften oder waschen: Eine Grundsatzfrage, die leicht beantwortet werden kann.

Wollpullis bis Regenjacken - diese Textilien sollten gelüftet werden

Bei Schmutzflecken oder Schweißgeruch versteht sich von selbst: Das Kleidungsstück muss in die Waschmaschine. Auch Unterwäsche sollten Sie nach einmal Tragen aus hygienischen Gründen waschen. Doch bei vielen anderen Kleidungsstücken reicht Lüften vollkommen aus - oder ist sogar die einzige Möglichkeit, dann nämlich, wenn Textilien nicht waschbar sind.

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Video: Wie oft die Handtücher waschen?

So verschmutzen manche speziell behandelten Stoffe - sogenannte Smart-Textilien - erst gar nicht, wie das Portal Express Mara Michel vom Netzwerk deutscher Mode- und Textildesigner zitiert. Auch beschichtete Textilien wie Regenjacken dürfen nicht in die Waschmaschine, weil sich sonst die Imprägnierung löst. Lüften reicht hier also vollkommen aus. Auch Oberteile, die nicht müffeln, können nach ausgiebigem Lüften ohne Probleme nochmal angezogen werden. Genauso verhält es sich bei Kleidungsstücken aus Wolle, die ohnehin so selten wie möglich gewaschen werden sollten.

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Ab in die Waschmaschine: Welche Kleidungsstücke Sie immer waschen sollten

Andere Textilien dagegen sollten auf jeden Fall in der Waschmaschine landen - sei es aus hygienischen oder olfaktorischen Gründen. Dazu zählen:

  • Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Polyester (vor allem letztere fangen schnell an zu muffeln)
  • Handtücher
  • verschwitzte (Sport-)Kleidung
  • Unterwäsche

Auch wer aus Umweltschutzgründen selten wäscht, sollte bei letzteren Kleidungsstücken eine Ausnahme machen. Hygienisch sauber wird es bereits mit vielen Waschmitteln im 30-Grad-Waschgang - und auch ökologisch unbedenkliche Waschmittel machen den Waschgang umweltfreundlicher.

Lesen Sie auch: Stiftung Warentest prüft Colorwaschmittel: Discounter-Produkte hängen den Rest ab.

Mehr zum Thema: Erschreckend: So selten wechseln die Deutschen ihre Unterwäsche.

jg

Darum sind drei Waschmittel im Haushalt völlig ausreichend

Damit die frischgewaschene Wäsche auch sauber aus der Trommel kommt, muss das Waschmittel richtig dosiert werden - gemäß Wasserhärte, Verschmutzungsgrad der Textilien und dem Gewicht der Trockenwäsche.
Damit die frischgewaschene Wäsche auch sauber aus der Trommel kommt, muss das Waschmittel richtig dosiert werden - gemäß Wasserhärte, Verschmutzungsgrad der Textilien und dem Gewicht der Trockenwäsche. © Christin Klose
Insbesondere bei Vollwaschmitteln sollten Verbraucher zum Pulver greifen. Sie können im Gegensatz zu flüssigen Produkten Bleichmittel enthalten, was eine höhere Waschkraft entwickelt.
Insbesondere bei Vollwaschmitteln sollten Verbraucher zum Pulver greifen. Sie können im Gegensatz zu flüssigen Produkten Bleichmittel enthalten, was eine höhere Waschkraft entwickelt. © Christin Klose
Für bunte Wäsche greift man besser zum Flüssig-Waschmittel - es enthält keine Bleiche.
Für bunte Wäsche greift man besser zum Flüssig-Waschmittel - es enthält keine Bleiche. © Christin Klose
Tristan Jorde ist Diplom-Ingenieur und Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Hamburg.
Tristan Jorde ist Diplom-Ingenieur und Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Hamburg. © Karin Gerdes
Bernd Glassl ist Bereichsleiter Haushaltspflege im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Bernd Glassl ist Bereichsleiter Haushaltspflege im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). © Franziska Gabbert

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