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Lavendel schneiden: Drei Fehler, die ihn um seine prächtige Blüte bringen

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Ihr Lavendel verholzt und treibt kaum noch Blüten? Dann haben Sie wahrscheinlich versäumt, den Halbstrauch richtig zu schneiden. Welche Fehler fatal sind.

Der mediterrane Lavendel (Lavandula angustifolia) bezaubert mit seinen prächtigen, lila Blüten und seinem würzigen Duft jeden Gartenliebhaber. Doch nicht nur im Garten macht er eine gute Figur. Nach der Ernte lassen sich seine getrockneten Blüten etwa für Duftsäckchen oder in der Küche verwenden. Doch damit der Halbstrauch Jahr für Jahr so herrlich blüht, müssen Sie ihn konsequent immer wieder schneiden – und zwar richtig. Denn Fehler beim Rückschnitt können schnell das Ende des beliebten Lavendels bedeuten.

Damit Lavendel immer wieder seine herrlichen Blüten treibt, braucht er einen kräftigen Rückschnitt.

Drei Fehler beim Lavendel schneiden

  1. Lavendel gar nicht schneiden: Ein regelmäßiger Schnitt sorgt dafür, dass Ihr Lavendel immer wieder traumhaft blüht, sich gut verzweigt, und dabei kompakt bleibt. Wird Lavendel gar nicht geschnitten, vergreist der Halbstrauch von unten. Der Lavendel blüht dann immer weniger, wird struppiger und fällt auseinander. Verholzte Äste bilden gar keine neuen Triebe mehr. Ist es erst einmal so weit gekommen, kann auch ein Rückschnitt nur noch wenig ausrichten. Wer regelmäßig die Gartenschere zückt, wird jedoch lange Freude an seinem Lavendel haben.
  2. Nach der Blüte nicht mehr schneiden: Im Sommer blüht der Lavendel in einem herrlich satten Lila und bietet Nahrung für unzählige Bienen und Insekten. Warten Sie nach der Blüte jedoch zu lange mit einem Rückschnitt, bringen Sie den Lavendel um eine zweite Blüte, da die Neuaustriebe dann nicht mehr ausreifen können. Zudem wird die Pflanze anfälliger für Frostschäden. Der Sommerschnitt sollte deshalb Ende Juli bis Mitte August erfolgen, kurz bevor die Blütenstände komplett verblüht sind. Für den Frühjahrsschnitt dürfen Sie sich dagegen ruhig etwas Zeit lassen. Erst nach den letzten Frosttagen (etwa im März oder April) ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Sonst schädigt der Frost den blühfreudigen Strauch.
  3. Lavendel bis ins Holz schneiden: Lavendel bitte nie zu tief schneiden. Wird Lavendel bis ins alte Holz zurückgeschnitten, treiben sie meist nicht mehr richtig aus. „Selbst wenn sich ein paar frische Triebe entwickeln, ist der Wuchs kaum noch zu verbessern“, informiert der Gärtner Poetschke.de. „Achten Sie unbedingt darauf, dass immer ein kurzer Abschnitt der letztjährigen Triebe mit ein paar Blättern erhalten bleibt“, so der Rat der Gartenexperten. Ein kurzer Abschnitt des letztjährigen Triebes sollte deshalb immer noch übrig bleiben.

Kaffeesatz als Natur-Dünger: 11 Pflanzen, die ihn lieben

Lachsfarbene Blüte einer Kamelie (Camellia japonica)
Im Gießwasser aufgelöst ist Kaffeesatz ein hervorragender Dünger für Kamelien. © imagebroker/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Den getrockneten Kaffeesatz kann man auch direkt in den Boden rund um die Rosen einarbeiten. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Eine weiß blühende Engelstrompete (Brugmansia sanguinea) im Kübel auf der Terrasse
Die Engelstrompete hat viele große Blüten und dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. © Werner Otto/Imago
Zwei mehrere Meter hohe Rhododendronbüsche, die lila und pink blühen
Rhododendren benötigen wie auch Hortensien einen sauren Boden. Kaffeesäure ist daher als Dünger ideal. © Gottfried Czepluch/Imago
Ein kleiner rosa blühender Oleander im Kübel auf einer Terrasse
Eine Überdüngung ist beim Oleander unwahrscheinlich, daher: noch einen Kaffee, bitte. ©  allOver/Imago
Blätter des Frauenhaarfarns aus der Nähe
Auch Zimmerpflanzen wie Farne, zum Beispiel das Frauenhaar-Farn, freuen sich gelegentlich über eine Prise Kaffee. © blickwinkel/Imago
Eine Frauenhand pflückt Erdbeeren in eine Schüssel, im Beet liegen Gartenhandschuhe und eine Harke
Perfekte Resteverwertung: Der Kaffeesatz düngt die Erdbeeren nicht nur, er soll auch Schnecken abschrecken. © Westend61/Imago
Ein Kultur-Heidelbeer-Pflanze mit vielen blauen reifen Früchten
Die Heidelbeere mag sauren Boden und verträgt Kaffeesatz daher sehr gut. © blickwinkel/Imago
Eine Frau im gelben T-Shirt pflückt Brombeeren von einem Zweig mit reifen und unreifen Brombeeren.
Auch Beerensträucher wie die Brombeere bilden dank des Kaliums im Kaffeesatz aromatische Früchte. © Cavan Images/Imago
Auf einer Holzbank liegt eine große gelb-grüne Zucchini vor einer Zucchinipflanze
Zucchini wissen – ebenso wie ihre Verwandten, die Gurken –, während der Fruchtbildung eine Extraportion Kaffeesatz zu schätzen.  © Chromorange/Imago
Ein Mann kniet vor einer großen Tomatenpflanze mit mehreren noch grünen Ochsenherztomaten.
Da Tomaten Starkzehrer sind, benötigen sie genug Nährstoffe, um groß und aromatisch zu werden. ©  Westend61/Imago

So schneiden Sie Lavendel richtig

Für den richtigen Rückschnitt des Lavendels hat sich die „Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Methode“ bewährt: Dabei werden im Sommer, kurz vor dem kompletten Verblühen, alle Triebe um etwa ein Drittel gekürzt. Im Frühjahr schneiden Sie den Lavendel um zwei Drittel zurück. So werden vor allem die schlafenden Seitentriebe dazu angeregt, auszutreiben und der Lavendel wächst schön kompakt. Benutzen Sie für den Rückschnitt eine Rosenschere oder bei älteren Gewächsen gleich eine Heckenschere.

Auch bei der Pflege von Lavendel kann einiges schief gehen. So schaden auch übermäßiges Dünger oder zu viel Gießwasser der Lavendel-Pflanze.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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