Gefährliche Pflanze

Ist der Kirschlorbeer wirklich giftig? Das sollten Sie wissen

+
Eine Heuschrecke hat es sich auf den Blättern einer Lorbeerkirsche bequem gemacht - allerdings ist die Pflanze giftig.

Die Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer ist in deutschen Gärten sehr beliebt. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Sträucher pflanzen und zuschneiden - und ob sie giftig ist.

Die Lorbeerkirsche ist hierzulande äußerst beliebt, da sie sehr schnittverträglich und blickdicht ist. Deshalb ist sie in privaten Gärten oder Parks immer wieder als immergrüne Heckenpflanze anzutreffen. Ursprünglich stammt die Lorbeerkirsche jedoch aus Kleinasien oder dem Mittelmeerraum. Die Wildart erwies sich nördlich der Alpen zunächst als stark frostgefährdet, allerdings ist das Klima seither milder geworden und die Gartensorten sind um einiges frosthärter.  

Heißt es Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer?

Ihnen wird vielleicht der Begriff "Kirschlorbeer" bekannter vorkommen als "Lorbeerkirsche". Das liegt daran, dass sich "Kirschlorbeer" hierzulande mehr durchgesetzt hat. Sogar in Gartenkatalogen bzw. im Handel wird die Pflanze, die den lateinischen Namen "Prunus laurocerasus" trägt, so bezeichnet.

Allerdings hinterlässt dieser Begriff fälschlicherweise den Eindruck, dass es sich bei dem Strauch um eine Lorbeer-Art handelt. Stattdessen gehört die Pflanze zu den Rosengewächsen und ist eine Verwandte der Kirschen und Pflaumen, weshalb der Begriff "Lorbeerkirsche" treffender ist.

Das sind die Eigenschaften der Lorbeerkirsche

Bei der Lorbeerkirsche handelt es sich um immergrüne Sträucher bzw. Bäume, die in Deutschland meist nicht höher als vier Meter wachsen. Die Lorbeerkirsche weist grün glänzende Blätter auf, die länglich zugespitzt sind und in der Blütezeit von April bis Juni bilden sich weiße Blütenstände.

Ab August entstehen dann aus den Blüten der Lorbeerkirsche anfangs grün, bei Reife dann schwarze Steinfrüchte.

Lesen Sie hier: Wann ist der beste Zeitpunkt, Tulpen zu pflanzen - und wie pflege ich sie?

Pflanzabstand & Co.: Das müssen Sie beim Pflanzen der Lorbeerkirsche beachten

Wenn Sie sich auf die Suche nach dem perfekten Standort für Ihre Lorbeerkirsche machen, sollten Sie darauf achten, dass es sich um einen feuchten, nährstoffreichen Lehmboden handelt. In der Regel begnügt sich eine Lorbeerkirsche aber auch mit etwas sandigeren Böden. Zudem bevorzugt sie einen Platz in der Sonne bis Halbschatten. Sollte der Strauch extrem viele Blätter verlieren, liegt das womöglich daran, dass ihm der Standort nicht gefällt.

Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen der Lorbeerkirsche liegt im Frühjahr oder im Herbst. Da die Sträucher und Bäume jedoch meist als Ballenpflanze angeboten werden, ist es möglich, sie das ganze Jahr über anzupflanzen - es sollte nur frostfrei sein. Wenn Sie an einer Hecke arbeiten, sollten Sie sich bewusst sein, dass die Lorbeerkirsche stark in die Breite wächst. Oft reichen für einen Meter Hecke schon zwei bis drei Pflanzen aus. Diese sollten Sie mindestens mit einem Abstand von 30 Zentimetern einpflanzen.

Erfahren Sie hier: So erblüht eine verwelkte Orchidee wieder.

Und so funktioniert's: Sorgen Sie dafür, dass der Boden locker ist und heben Sie ein Loch aus, das doppelt so groß ist wie die Wurzel. Dort legen Sie den Wurzelballen hinein und füllen die Grube anschließend mit der ausgehobenen Erde und organischem Material. Danach drücken Sie die Erde etwas fest und gießen die Stelle.

Wann und wie wird die Lorbeerkirsche geschnitten?

Im Jahr wächst die Lorbeerkirsche um 20 bis 40 Zentimeter. Da die Sträucher schnell an Größe gewinnen, sollte deshalb gerade in den ersten Jahren großzügig zugeschnitten werden. Dabei sollten Sie ungefähr die Hälfte des neuen Zuwachses entfernen. Da die Pflanze schnittverträglich ist, macht ihr ein radikaler Rückschnitt nicht so viel aus. Wo gekürzt wurde, wächst sie meist dichter nach, was wiederum für einen guten Sichtschutz sorgt. In der Regel werden Kirschlorbeerhecken aber einmal im Jahr mit der Handheckenschere zugeschnitten. Am besten eignet sich der Monat Juni dafür, da hier der erste Wachstumsschub abgeschlossen ist.

Auch interessant: So kinderleicht pflanzen und pflegen Sie Weidenkätzchen im eigenen Garten.

Ist die Lorbeerkirsche giftig?

So beliebt die Lorbeerkirsche oder Kirschlorbeer auch in deutschen Gärten ist - so gefährlich ist sie auch. Das liegt daran, dass sie in allen Pflanzenteilen - von Blättern bis hin zu Blüten und Fruchtsamen - giftig ist. Deshalb wurde die Lorbeerkirsche 2013 auch schon zur Giftpflanze des Jahres gekürt. In der Pflanze befinden sich Glykoside, die beim Zerkauen und Hinunterschlucken zur hochgiftigen Blausäure umgewandelt wird.

Das ist besonders gefährlich, da die Früchte im Vergleich zu den Blättern oft süß schmecken und deshalb nicht gleich ausgespuckt werden. Auch Tiere sind durch die Pflanzenteile der Lorbeerkirsche gefährdet. Nur im getrockneten oder gekochten Zustand ist die Pflanze essbar.

Aber das ist nicht alles an negativen Nachrichten. Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), wettert ebenfalls gegen die Lorbeerkirsche: "Wer Kirschlorbeerhecken pflanzt, begeht ein Verbrechen an der Natur." Die Pflanze würde Insekten die Nahrungsgrundlage rauben, da sie beheimatete Pflanzen verdrängt und Vögeln nur wenig Unterschlupf biete, lautet das harte Urteil.

Lesen Sie hier: So retten Sie selbst im heimischen Garten die Bienen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Auch interessant

Meistgelesen

Wissen Sie, wozu die Ausbuchtung an der Gießkanne gut ist?
Wissen Sie, wozu die Ausbuchtung an der Gießkanne gut ist?
Schockierende Bilder: Was entwickelt sich an diesem Haus?
Schockierende Bilder: Was entwickelt sich an diesem Haus?
Mann gießt monatelang Pflanze der Freundin - und erkennt dann seinen Fehler
Mann gießt monatelang Pflanze der Freundin - und erkennt dann seinen Fehler
Vorsicht nach der Hitze: Zucchini aus dem eigenen Garten können giftig sein
Vorsicht nach der Hitze: Zucchini aus dem eigenen Garten können giftig sein

Kommentare