Mieter kann nur üblichen Schallschutz verlangen

Karlsruhe - Mieter können nur die Schalldämmung ihrer Wohnung verlangen, die zum Zeitpunkt von deren Errichtung dem Standard entsprach.

Mit dem am Mittwoch verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe wurde das Recht auf Mietminderung verneint. Mieter hatten vor Gericht geltend gemacht, sie hörten den Trittschall aus der über ihnen liegenden Wohnung zu stark; wegen dieses Mangels seien sie zur Mietminderung um zehn Prozent berechtigt.

Das Haus war in den Jahren 2001/2002 gebaut worden. Ein Sachverständigengutachten ergab, dass die zur Zeit des Neubaus geltenden DIN-Bauvorschriften über Trittschalldämmung eingehalten waren.

Der BGH lehnte das Minderungsrecht der Mieter nun in letzter Instanz ab. Sie müssen jetzt die einbehaltene Miete über insgesamt 1.700 Euro zurückzahlen. Nur wenn im Mietvertrag ausdrücklich eine bessere Schallschutzdämmung vereinbart ist, komme eine Mietminderung wegen Mängeln der Wohnung in Betracht, entschied der Mietsenat des BGH.

(Aktenzeichen: Bundesgerichtshof VIII ZR 85/09)

dapd

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

So stoppen Sie nachlaufendes Wasser im Spülkasten
Wohnen
So stoppen Sie nachlaufendes Wasser im Spülkasten
So stoppen Sie nachlaufendes Wasser im Spülkasten
Christrose braucht Platz an der kalten Luft
Wohnen
Christrose braucht Platz an der kalten Luft
Christrose braucht Platz an der kalten Luft
Beim Verlassen der Wohnung: Heizung herunterregeln oder ausschalten?
Wohnen
Beim Verlassen der Wohnung: Heizung herunterregeln oder ausschalten?
Beim Verlassen der Wohnung: Heizung herunterregeln oder ausschalten?
Weihnachtsstern, Christrose, Amaryllis und Co: So blühen die Pflanzen auch im nächsten Jahr wieder
Wohnen
Weihnachtsstern, Christrose, Amaryllis und Co: So blühen die Pflanzen auch im nächsten Jahr wieder
Weihnachtsstern, Christrose, Amaryllis und Co: So blühen die Pflanzen auch im nächsten Jahr wieder

Kommentare