Mieter müssen Schnarchgeräusche der Nachbarn ertragen

Bonn - Mieter müssen Scharchgeräusche aus der Nachbarwohnung ertragen. Das entschied das Amtsgericht Bonn. Der Fall:

Eine Kündigung wegen Schnarchens des Mietvertrages ist nicht rechtens (Az.: 6 C 5898/08). Das berichtet die Zeitschrift “Das Grundeigentum“ des Eigentümerverbands Haus und Grund.

Im verhandelten Fall hatte eine Vermieterin eine Altbauwohnung mit dem Zusatz in “ruhiger Lage“ im Internet angeboten. Der Mieter stellte nach seinem Einzug fest, dass er den Nachbarn schnarchen hört und kündigte die Wohnung wieder.

Außerdem wollte er von der Vermieterin die Kosten für den Umzug erstattet bekommen. Die Richter wiesen diese Klage jedoch zurück. Ein Mieter könne nicht verlangen, dass bei Altbauwohnungen mit entsprechend geringem Schallschutz keine Geräusche aus den Nachbarwohnungen zu ihm dringen. Der Zusatz in “ruhiger Lage“ im Inserat beziehe sich zudem auf die äußere Umgebung der Wohnung, etwa auf den Straßenlärm. Aussagen über Geräuschquellen im Haus seien damit nicht getroffen worden.

Meistgelesen

Machen Sie es sich "hyggelig": Das Glücksrezept der Dänen
Machen Sie es sich "hyggelig": Das Glücksrezept der Dänen
Eigenbedarf: BGH stärkt Rechte für alte und kranke Mieter
Eigenbedarf: BGH stärkt Rechte für alte und kranke Mieter
Sinkende Immobilienpreise? Darauf sollten Käufer achten
Sinkende Immobilienpreise? Darauf sollten Käufer achten
Einbruchschutz: Künftig gibt es mehr Förderung von der KfW
Einbruchschutz: Künftig gibt es mehr Förderung von der KfW

Kommentare