Käfer in der Wohnung

Pelzkäfer: So erkennen und bekämpfen Sie die Schädlinge

Pelzkäfer gehören der Familie der Speckkäfer an und sind auch in Deutschland anzutreffen. Vor allem ihre Larven fressen sich gerne durch Textilien.
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Pelzkäfer gehören der Familie der Speckkäfer an und sind auch in Deutschland anzutreffen. Vor allem ihre Larven fressen sich gerne durch Textilien.

Der gefräßige Pelzkäfer findet hierzulande viele Textilien, die ihm als Nahrungsgrundlage dienen. Wie Sie ihn erkennen und bekämpfen, erfahren Sie im Beitrag.

Der Gemeine Pelzkäfer gehört zur Familie der Speckkäfer. Tatsächlich gibt es zwei Arten an Pelzkäfer, die es zu unterscheiden gilt: der Braune und der Gefleckte Pelzkäfer. Letzterer ist heimisch. Der braune Pelzkäfer hingegen stammt aus Afrika und ist über Osteuropa eingewandert. Nun fühlt er sich auch in Deutschland sehr wohl. In der Natur sind die Pelzkäfer äußerst hilfreich. Immerhin sind sie dafür zuständig, den Pelz verwester Tiere zu fressen. Anders sieht es da in den Wohnräumen aus. Hier frisst sich der Pelzkäfer durch Teppiche* und andere Textilien. Seinen Weg in die Wohnung findet der Pelzkäfer übrigens über das künstliche Licht. Steht dann noch das Fenster weit offen, sind sie ganz schnell im Haus. Am wohlsten fühlt er sich dann in Ritzen und an anderen Orten, in denen sich Textilien finden lassen. Grundsätzlich geht von den Käfern keine direkte Gefahr für den Menschen aus. Doch Vorsicht ist dennoch geboten. Die Pelzkäfer-Larven könnten sich auch über die Getreideprodukte in der Küche hermachen.

Gefleckter Pelzkäfer: Daran erkennen Sie den heimischen Käfer

Der Gefleckte Käfer lässt sich an seiner länglich-ovalen Form erkennen, dabei ist er gerade einmal drei bis fünfeinhalb Millimeter lang. Sein Kopf ist dunkelrotbraun bis schwarz. Seinen Namen hat der Schädling* von seinem Aussehen: denn seine Flügeldecken sind hell und mit einem weißen Haar-Fleck versehen. Auf dem Halsschild sind drei weitere Flecken zu erkennen.

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Brauner Pelzkäfer: Daran erkennen Sie den eingewanderten Schädling 

Der Braune Pelzkäfer hat eine längliche Form und kommt auf eine Länge von zwei bis vier Millimeter. Sein Kopf ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Flügeldecken sind behaart und hellbraun. Auch die Larven des Braunen Pelzkäfers sind erkennbar. Ihre Merkmale:

  • bis zu sieben Millimeter lang
  • gelb oder hellbraun gefärbt
  • in den Zwischenabschnitten und am hinteren Ende mit Borsten versehen

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Hausmittel gegen Pelzkäfer – diese Möglichkeiten haben Sie

Haben Sie den Befall durch Pelzkäfer ausfindig gemacht, können Sie natürliche Methoden zur Entsorgung anwenden.

  • Textilien bei mindestens 60 Grad waschen. Alternativ können Sie nicht-waschbares im Ofen erhitzen. 60 Grad reichen auch hier aus und dann über mehrere Stunden.
  • Behandeln Sie Polstermöbel und Teppiche mit einem Dampfreiniger.
  • Saugen Sie alles aus: Kleiderschrank, Teppich, Polstermöbel, Bettkästen etc. Wichtig ist, die Larven und Eier zu entsorgen.
  • Eine Alternative zu Waschen und Erhitzen ist Kälte. Frieren Sie die Stoffe bei mindestens minus 18 Grad im Tiefkühler ein. Vergessen Sie nicht, die Materialien dafür in einer Tüte zu verstauen. Wiederholen Sie diesen Vorgang nochmal nach zwei bis drei Wochen.
  • Bei einem akuten Befall sollte professionelle Hilfe gerufen werden. Schädlingsbekämpfer wissen in solchen Fällen, was zu tun ist.

Pelzkäfer in der Wohnung vorbeugen mit diesen Tipps

Auch bei der Vorbeugung können Sie zunächst ohne die Chemiekeule vorgehen. Hier ein paar Ideen, um den Pelzkäfer vorzubeugen:

  • Ritze und Spalten in gleichen Abständen aussaugen
  • Überprüfen Sie Möbel und Textilien aus Wolle und Naturstoffen auf mögliche Fraßlöcher
  • Ungenutzte Kleidung in Tüten einlagern
  • Duftsäckchen halten Käfer fern – dazu zählt zum Beispiel Lavendel
  • Fliegengitter am Fenster verhindern das Eindringen der Pelzkäfer

(swa) *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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