Zeitpunkt, Standort & Co.

Das müssen Sie beim Säen von Radieschen beachten

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Radieschen dürfen in keinem Garten fehlen: Sie sind kalorienarm, nährstoffreich und gesund.

Aller Anfang ist schwer: Aber Radieschen bieten jedem Hobbygärtner einen angenehmen Einstieg in die Welt der Gartenarbeit. So einfach säen Sie das Knollengemüse.

Klein, knackig und gesund: Radieschen dürfen eigentlich auf keinem Brotzeitbrett fehlen. Das Knollengemüse ist voller Nährstoffe, unterstützt das Immunsystem und ist obendrein kalorienarm. Was den Rettich noch attraktiver macht, ist zudem, dass er extrem leicht anzubauen ist - und damit der perfekte Kandidat für angehende Hobbygärtner.

Der richtige Zeitpunkt: Ab wann sollten Radieschen gesät werden?

Es ist fast nie zu spät, um Radieschen anzupflanzen. Da das Knollengemüse nur sechs Wochen braucht, um nach der Aussaat geerntet und verzehrt zu werden, kann es zwischen Anfang April und September angebaut werden. Allerdings sollten Sie sich beim Zeitpunkt der Aussaat nach der Sorte richten. Es gibt Radieschen, die schon im März angebaut werden können, während andere wiederum für den Sommer geeignet sind.

Folgende Radieschen-Sorten sprießen im Frühjahr ab März/April:

  • Saxa
  • Cyros
  • Knacker
  • Lucia
  • Vienna
  • Eiszapfen Vitus

Diese Radieschen-Sorten werden im Sommer - also ab Mai - angebaut:

  • Sora
  • Rudi
  • Vitessa

Wer sich die Termine und Sorten gut zurecht legt, kann sich also ganz einfach das ganze Jahr über mit Radieschen aus dem eigenen Anbau versorgen. Dazu müssen Sie in der Regel alle vier Wochen eine neue Sorte anbauen.

Achten Sie allerdings darauf, dass zum Zeitpunkt der Aussaat keine nächtlichen Fröste mehr drohen. Es sollten stets Temperaturen über fünf Grad herrschen. Am besten wachsen die Kreuzblütler jedoch bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius.

Erfahren Sie hier: Wie lange dürfen eigentlich Gurken gesät werden?

Radieschen säen: Welcher Zeitpunkt passt laut Mondkalender?

Der Mondkalender bietet vielen Hobbygärtnern Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Aussaattermin verschiedener Pflanzen und Blumen. Darin wird die Mond-Position am Himmel bei der Berechnung des passenden Datums mit einbezogen. Je nachdem wo er steht, heißt es nämlich, dass Pflanzsäfte stärker fließen und somit das Wachstum gefördert wird. Allerdings gibt es verschiedene Mondkalender, die Sie entweder online finden oder im Handel kaufen können.

Auch wenn manche Daten abweichend sind, ist es in der Regel so, dass bestimmte Pflanzengruppen in einem zwei- bis viertätigen Rhythmus gefördert werden: Die Fruchtpflanzen, die Blütenpflanzen, die Wurzelpflanzen und die Blattpflanzen. Radieschen gehören zu den Wurzelpflanzen, weshalb Sie im Mondkalender auf Ratschläge bezüglich dieser Pflanzengruppe achten sollten.

Auch interessant: So säen Sie bei sich zu Hause Paprika an.

Hochbeet, Balkon, Gewächshaus: Worauf muss ich beim Standort von Radieschen achten?

Generell haben Radieschen keine allzu hohen Ansprüche, was den Standort angeht. Sie können im Freiland, im Hochbeet, auf dem Balkon, in einem Topf oder im Gewächshaus ausgesät werden. Nur zu viel Sonne sollte es dann doch nicht sein - Radieschen mögen es im Halbschatten besonders gern.

Ansonsten sollten Sie darauf achten, dass Radieschen im Freiland erst nach vier Jahren wieder an der gleichen Stelle angepflanzt werden sollten. Beim Anbau auf dem Balkon sollten die Temperaturen konstant über fünf Grad liegen, während Sie im Gewächshaus für eine ausreichende Lichtzufuhr sorgen sollten. Haben Sie all diese Dinge beachtet, dürfte dem Aussäen der Radieschen keine Hürden mehr im Weg stehen.

So säen Sie Radieschen im Hochbeet an

Das Hochbeet ist besonders beliebt bei Hobbygärtnern, da es nicht nur schön aussieht, sondern nahezu überall platziert werden kann, selbst wenn kein richtiger Garten vorhanden ist. Auch Radieschen lassen sich darin hervorragend anbauen.

Generell sollten Sie jedoch darauf achten, dass Radieschen nicht nur einseitig Nährstoffe aufnehmen. Dazu ist es wichtig, eine Mischkultur anzulegen. Das Knollengemüse freut sich zum Beispiel sehr über die Nachbarschaft von Zwiebeln, Karotten, Erbsen, Bohnen, Spinat, Tomaten oder Zucchini. Achten Sie beim Anbau der verschiedenen Gemüsesorten darauf, dass die Radieschen möglichst am Rand angebaut werden - so werden Sie nicht zu leicht von größeren Blättern verdeckt und bekommen noch genügend Licht.

Lesen Sie hier: Rasen säen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Wie säe ich Radieschen im Gartenbeet an?

Vor der Aussaat sollten Sie den Boden mit einer Harke oder einem Sauzahn in einem Rautenmuster auflockern. Anschließend können Sie die Erde mit etwas Kompost anreichern und schön einarbeiten. Dann darf es schon an die Aussaat gehen.

Um für etwas Ordnung im Beet zu sorgen, sollten Sie es in Reihen aufteilen. Das funktioniert am besten, indem Sie eine Schnur von einem Ende des Beetes zum anderen spannen. Ist Ihnen das zu viel Arbeit, können Sie es auch nach Augenmaß machen. Wichtig ist nur, dass die Reihen mindestens einen Abstand von zehn bis 15 Zentimetern zueinander haben und zwischen den Samenkörnern mindestens vier Zentimeter Platz ist. Je nach Sorte können es auch mehr oder weniger sein - beachten Sie hierzu die Angaben auf der Verpackung. Die Samen werden dann in ungefähr ein Zentimeter tiefe Rillen gesät, welche anschließend wieder verschlossen werden.

Graben Sie die Radieschen-Samen nicht zu tief ein, damit sie noch etwas Licht abkommen - bei Dunkelheit entwickeln sie sich nur schlecht. Nach der Aussaat wird das Beet außerdem ausreichend gegossen. Achten Sie jedoch darauf, die Samen nicht wegzuspülen.

Lesen Sie auch: Das müssen Sie beim Säen von Tomaten unbedingt beachten.

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Der Balkan-Storchschnabel zählt zu den turboschnellen Begrünern im Garten. © Marion Nickig
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Die Äste des Etagen-Hartriegels wachsen waagrecht und stehen damit in Etagen vom Stamm ab. © Marion Nickig
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