Frühjahr & Herbst

Das ist die beste Zeit zum Vertikutieren

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Beim Vertikutieren scheiden sich die Geister - doch wann ist die beste Zeit dafür?

Endlich Frühling und Zeit zur Gartenpflege. Für den Rasen greifen Gärtner dabei häufig zum Vertikutierer. Aber wann ist eigentlich der beste Zeit dafür?   

Langsam aber sicher beginnt die Grill- und Gartensaison. Für viele der Anlass, ihren Garten auf Vordermann zu bringen. Dabei kommt besonders dem Rasen eine zentrale Rolle zu. So ein minutiös gepflegter Rasen im englischen Stil kann den Nachbarn oder Passanten schon einmal die Neidesblässe ins Gesicht treiben.

Doch was passiert, wenn es sich weniger um ein grünes Paradies als um einen fleckigen Albtraum aus Moos, Unkraut und Löchern handelt? Höchste Zeit für den Frühjahrsputz im Garten und einen Vertikutierer. Meinen zumindest einige (Hobby-)Gärtner.

Wer es nicht weiß: Das Vertikutieren dient im Gartenbau dazu, die Grasnarbe vertikal anzuritzen, um dadurch Mulch, Rasenfilz und Moos zu entfernen und den Boden besser zu belüften. Das dafür benötigte Gerät heißt Vertikutierer.

Mythos oder Segen: Ist Vertikutieren unnötig?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Schon den Sinn und Zweck an sich stellen manche Gärtner in Frage. Es gibt Gegner und Verfechter dieser Methode. Die Gegner raten strikt vom Vertikutieren ab, da es dem Rasen mehr schade als nütze. Die Verfechter dagegen schwören darauf, streiten sich nur über die Häufigkeit.

Gängige Annahme beim Vertikutieren ist, dass sich mit der Zeit ein sogenannter Rasenfilz bildet. Dieser Filzbelag wiederum verhindert, dass Nährstoffe und Wasser zu den Graswurzeln gelangen. Dank regelmäßigen Vertikutierens können Gärtner diesem Belag aber beikommen.   

Gegner halten dagegen, dass der Rasenfilz gar nicht das Problem ist, sondern das Moos. Dieses entstehe aber nur, wenn zu wenig gedüngt werde und dadurch der Boden nicht genügend Nährstoffe habe. Wenn eine Rasenfläche mit viel Moos nun auch noch vertikutiert werde, zerstöre das die ohnehin gestressten Rasenpflanzen im Garten und fördere das Wachsen von Unkraut wie etwa Löwenzahn noch.

Ob das Vertikutieren nun für sinnvoll erachtet wird oder nicht, scheint letztlich eine Frage der Überzeugung oder des Ausprobierens zu sein. Es hängt aber ganz klar auch vom Einsatzgebiet ab. Anders als im professionellen Bereich, etwa bei Fußball- oder Golfplätzen, wo es besonders auf die Wasserdurchlässigkeit ankommt, wollen Privatleute einfach einen schönen Rasen haben.

Frühjahr: Wann ist die beste Zeit zum Vertikutieren?

Angenommen, Sie entscheiden sich trotz der Bedenken der Gegner für den Vertikutiervorgang. Auch hier gibt es zwei Lager. Die einen propagieren den mehrmaligen Einsatz des Vertikutierers im Jahr. Andere raten dazu, nur einmal pro Jahr zu vertikutieren. Dies hängt davon, ob der Rasen gut gepflegt oder eher vernachlässigt ist. In der Regel wird allerdings empfohlen, nicht mehr als zweimal im Jahr zu Vertikutieren.

Ein idealer Zeitpunkt zum Vertikutieren sind die Frühlingsmonate April und Mai. Zu dieser Zeit ist der Boden samt Rasen besonders regenerationsfähig. Aber auch in den Sommermonaten und selbst im Herbst lässt sich das Prozedere noch relativ gut umsetzen.

Wer im Frühjahr vertikutiert, sollte nicht zu früh damit beginnen. Nach dem Winter sind die Rasenpflanzen geschwächt. Daher sollte am Anfang immer die Frühjahrsdüngung mit stickstoffhaltigem Dünger stehen. Anschließend sollten Sie den Rasen mehrfach kürzen und dann im trockenen Zustand vertikutieren. Das heißt: Mähen Sie Ihr sattes Grün mindestens zweimal, bevor Sie zum Vertikutierer greifen.

Erfahren Sie hier, wann der beste Zeitpunkt ist, den Rasen zu säen.

Der Monat April ist ein Richtwert, an dem sich Hobbygärtner und Vertikutierer orientieren können. Allerdings kann sich der Zeitraum nach hinten verschieben, sollte der Winter länger angehalten haben. Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt des Vertikutierens der Boden nicht mehr gefroren ist.

Ebenso kann das Vertikutieren schon früher nötig werden, wenn es im März schon besonders heiß ist - auch bei zu hohen Temperaturen ist der Radikalschnitt nicht zu empfehlen, da die Pflanzen geschwächt sind und danach nicht mehr optimal wachsen. Sprengen Sie also bei heißem Wetter mindestens vorher den Rasen und warten Sie bis das Wasser eingesogen ist.

Vertikutieren: Wann ist die beste Zeit im Herbst?

Neben dem Frühjahr ist der zweitbeste Zeitpunkt zum Vertikutieren im Herbst. Dies ist der Fall, wenn der erste Vertikutier-Vorgang nicht ausreichend war, um alle Moose und Filze zu entfernen. Damit der Rasen nicht zu sehr strapaziert wird, sollten Sie einige Monate warten - in dieser Zeit wächst der Rasen an, es bilden sich neue Wurzeln und er gewinnt wieder an Kraft.

Frühestens Ende August, noch besser im September, ist dann die Zeit zum erneuten Vertikutieren gekommen. So ist ihr Rasen zudem vor dem kommenden Winter vorbereitet und durch die entfernten Moose haben Sie eine perfekte Grundlage für das nächste Frühjahr. Suchen Sie sich dafür trockene Tage.

Lesen Sie hier, wie lange es dauert, bis der Rasen nach der Aussaat wächst.

Was ist nach dem Vertikutieren zu beachten?

Achten Sie im Anschluss an das Vertikutieren darauf, dass der Rasen ausreichend gewässert wird. Entscheidend ist auch das regelmäßige Düngen, denn der Boden benötigt auf alle Fälle Nährstoffe. Je nach Zustand des Rasens kann das Düngen bis zu zwei Mal pro Monat erfolgen, bei Härtefällen alle zehn Tage oder wöchentlich.       

Haben sich über den Sommer hinweg Löcher oder braune Stellen im Rasen gebildet, empfiehlt es sich, nachzusäen. Der Frühherbst eignet sich dafür, da dann noch Restwärme vorhanden ist.

Vorfreude auf die Gartensaison: Die neuesten Möbeltrends

Wie eine Hängematte, aber zum Sitzen: Gemütliche Schaukelsessel wie das Modell von Butlers lassen sich etwa in einen Baum hängen. Foto: Butlers
Wie eine Hängematte, aber zum Sitzen: Gemütliche Schaukelsessel wie das Modell von Butlers lassen sich etwa in einen Baum hängen. © Butlers
Hängende Sessel für Balkon und Terrasse liegen derzeit im Trend. Bei Broste Copenhagen sind es luftige Modelle mit gemütlichen Kissen. Foto: Broste Copenhagen
Hängende Sessel für Balkon und Terrasse liegen derzeit im Trend. Bei Broste Copenhagen sind es luftige Modelle mit gemütlichen Kissen. © Broste Copenhagen
Was eigentlich ins Wohnzimmer gehört, kommt nun auch im Freien zum Einsatz, etwa spezielle Outdoor-Teppiche aus witterungsbeständigem Material. Hier ein Beispiel von Depot. Foto: Depot
Was eigentlich ins Wohnzimmer gehört, kommt nun auch im Freien zum Einsatz, etwa spezielle Outdoor-Teppiche aus witterungsbeständigem Material. Hier ein Beispiel von Depot. © Depot
Die Trendfarbe für Gärtner- und Wohnaccessoires im Freien ist 2016 Gelb. Hier eine Inszenierung von Habitat. Foto: Habitat
Die Trendfarbe für Gärtner- und Wohnaccessoires im Freien ist 2016 Gelb. Hier eine Inszenierung von Habitat. © Habitat
Flechtstühle sind in der neuen Balkon- und Terrassensaison ein Trend. Hier ein Modell von Weishäupl. Foto: Weishäupl
Flechtstühle sind in der neuen Balkon- und Terrassensaison ein Trend. Hier ein Modell von Weishäupl. © Weishäupl
Gelb rufen gleich mehrere Hersteller für Gartenmöbel und -accessoires zur Trendfarbe aus. Fermob zum Beispiel gestaltet damit Kissen. Foto: Fermob
Gelb rufen gleich mehrere Hersteller für Gartenmöbel und -accessoires zur Trendfarbe aus. Fermob zum Beispiel gestaltet damit Kissen. © Fermob
Loungesessel für Garten und Terrasse sind eine Neuheit für die Saison 2016. Viele Hersteller setzen darauf, auch Rausch. Foto: Rausch
Loungesessel für Garten und Terrasse sind eine Neuheit für die Saison 2016. Viele Hersteller setzen darauf, auch Rausch. © Rausch
Laden tagsüber auf und erleuchten nachts die Sitzgruppe im Garten: Spezielle Outdoor-Leuchten wie die Modelle Sunlight Lounge von Eva Solo erinnern an die Lampen aus dem Wohnzimmer. Foto: Eva Solo
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Bequeme Sessel und Bänke zieren die Gartentische in der Saison 2016. Hier eine Kombination von Zebra. Foto: Zebra
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Die Möbel sind größtenteils in Braun- und Beigetönen gehalten, dafür tragen die Accessoires auffällige Farben. Beim Einrichtungspartnerring VME sind es hellgrüne Kissen. Foto: Einrichtungspartnerring VME
Die Möbel sind größtenteils in Braun- und Beigetönen gehalten, dafür tragen die Accessoires auffällige Farben. Beim Einrichtungspartnerring VME sind es hellgrüne Kissen. © Einrichtungspartnerring VME

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