Single-Haushalte auf dem Vormarsch

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In Deutschland leben immer mehr Singles. Der Trend geht bei älteren Menschen aber hin zu gemeinschaftlichen Wohnprojekte, um sich im Alter unterstützen zu können.

Deutschlands Singles bezweifeln, dass sie einmal ein Erbe hinterlassen können. Grund sind die Kosten für ihre eigene Altersvorsorge. So das Ergebnis einer aktuellen Emnid-Umfrage.

Rund 41 Prozent der Alleinlebenden in Deutschland gehen davon aus, dass die Finanzierung ihres Lebensabends das gesamtes Vermögen kosten wird. Haushalte mit vier und mehr Bewohnern sind dagegen optimistisch: 72 Prozent der Befragten denken, dass sie ihren Nachkommen ein Erbe vermachen werden.

Singles sind in Fragen der Altersvorsorge auf sich allein gestellt. Die Unterstützung durch Lebenspartner oder Kinder entfällt, aber auch der Anreiz, für Kinder oder Enkel zu sparen.

Die Zahl der Mehrpersonenhaushalte nimmt in Deutschland kontinuierlich ab - das Single-Leben liegt damit klar im Trend. Während um das Jahr 1900 nur sieben Prozent der Bevölkerung alleine lebte, wohnen nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts heute 39 Prozent aller Deutschen in Single-Haushalten.

In 15 Jahren werden es sogar 41 Prozent sein. Großfamilien stellen nur noch drei Prozent der Bevölkerung, ein Haushalt zählt im Schnitt 2,1 Personen. Die Zahl der Geburten geht zurück, die Lebenserwartung steigt, geheiratet wird in Deutschland immer seltener. Gleichzeitig steigt die Scheidungsrate. Unterstützung und Sicherheit im Alltag - vor allem im Alter - sei daher immer mehr gefragt. Das erkläre auch den Trend zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten im Alter. (BHW)

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