Frühlingsgefühle

Wann ist der beste Zeitpunkt, Tulpen zu pflanzen - und wie pflege ich sie?

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Tulpen verschönern jeden Garten auf Anhieb - und sind leicht zu pflanzen.

Wenn das Frühjahr anbricht, dauert es nicht mehr lange bis die ersten Tulpen aus der Erde sprießen. Erfahren Sie hier, wie Sie die Blumen pflanzen.

Zum Frühjahr und der Osterzeit gehören Tulpen einfach dazu. Sie verwandeln jedes Gartenbeet innerhalb kürzester Zeit in ein buntes Blumenmeer und kündigen die Osterzeit an. Damit es auch in Ihrem Garten schön frühlingshaft sprießt, erklären wir Ihnen hier, wie Sie Tulpen anpflanzen.

Februar, März: Wann blühen Tulpen im Frühjahr?

Sobald die Temperaturen etwas aufheizen, stellen sich schon die Ersten die Frage, wann denn nun das bunte Blumenmeer sprießt. Die Blütezeit von Tulpen (Tulipa) erstreckt sich von März bis Mai - Sie können also lange von ihnen zehren. Dabei reicht die Farbe der Tulpen von rot, weiß, orange oder gelb bis hin zu schwarz. In der Regel erreicht die Frühjahrsblume eine Wuchshöhe von 25 bis 35 Zentimeter.

Was die Blütezeit angeht, machen bei Tulpen die kleineren Wildtulpen den Anfang - je größer die Blüten sind, umso später öffnen diese sich, weil sie länger brauchen, um sich zu entwickeln.

Das ist der richtige Zeitpunkt, Tulpen zu pflanzen

Wer im Frühjahr die bunten Farben der Tulpen genießen will, muss sich schon im Herbst an die Arbeit machen. Der beste Zeitpunkt sind die Tage zwischen Mitte November und Nikolaustag. Aber auch Ende Oktober bis Anfang November können Sie schon mit der Arbeit beginnen, solange die Temperaturen etwas abgeklungen sind. Was den Frost angeht, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen - die Tulpen sind winterhart und die Kälte tötet eher Schädlinge im Boden, als dass sie den Blumen schadet. Jedoch kommt es auch auf die Tulpenart an, wann sie am besten gepflanzt werden müssen. Beachten Sie also beim Kauf die Angaben auf der Verpackung.

Falls Sie es im Herbst verschwitzt haben, die Blumenzwiebeln zu setzen, müssen Sie im Frühjahr nicht auf Tulpen verzichten. Es gibt sie auch vorgetrieben zu kaufen. Diese setzen Sie dann einfach in den Garten oder auch in einen Topf auf dem Balkon. Manche Sorten sind aber auch empfindlich gegenüber der Kälte und können deshalb erst im Frühjahr gepflanzt werden.

Auch interessant: Rasen säen: Wann ist der beste Zeitpunkt?

So finden Sie den richtigen Standort für die Tulpen

Nun geht es darum, den richtigen Standort für Ihre Tulpen zu finden. Die meisten Tulpensorten sind sich einig, was die optimale Bodenbeschaffenheit angeht. So sollten Sie darauf achten, dass er

  • durchlässig,
  • sandig-lehmhaltig und
  • nährstoffhaltig ist, sowie
  • einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,0 hat.

Generell bevorzugen die meisten Tulpensorten zudem ein sonniges Plätzchen, Wildtulpen fühlen sich auch im Halbschatten wohl.

Wie tief werden Tulpen gepflanzt?

So gehen Sie beim Pflanzen der Tulpen vor:

  • Die Tulpenzwiebeln werden mit der Spitze nach oben gepflanzt.
  • Das Loch sollte doppelt so groß sein, wie der Durchmesser der Zwiebel ist.
  • Dabei werden Sie doppelt so tief, wie sie hoch sind, vergraben.
  • Bei einem Abstand von zehn bis 15 Zentimetern haben die Tulpen besonders viel Platz, sie müssen aber nicht in Reih und Glied angeordnet werden. Je versetzter, umso schöner ist das Blütenmeer später.

Aufgepasst: Achtung! Diese Fehler schaden Ihrem Rasen.

So pflegen Sie Tulpen

Nun steht Ihrem Traum vom Tulpenparadies fast nichts mehr im Wege: Nur die richtige Pflege sollten Sie noch beachten. Dazu gehört eine ausreichende Bewässerung, vor allem in der Blütezeit und eventuell etwas Volldünger, wenn die ersten Blätter aus der Erde sprießen. Sobald die Blüten verwelken, können Sie auch das Düngen beenden.

Haben die Blumen ihren Zenit überschritten und fangen zu welken an, wird es Zeit die Tulpen abzuschneiden. Lassen Sie den Stängel und die Blätter allerdings übrig, damit die Blume auch im nächsten Jahr noch genügend Kraft hat, auszutreiben.

Nach dem Pflanzen: So überwintern Sie Tulpen richtig

Je nach Tulpensorte können Sie die Zwiebeln einfach in der Erde lassen - manche sind nämlich winterhart. Allerdings sollten Sie dann keine einjährigen Sommerblumen in das gleiche Beet pflanzen, da diese im Gegensatz zu den Tulpenzwiebeln viel Nässe brauchen.

Empfindliche Tulpensorten graben Sie nach der Blüte mitsamt Blättern aus und lagern Sie in einer Holzkiste an einem trockenen Ort, wo die Zwiebeln auch überwintern können. Besonders wenn Ihr Boden ganzjährig extrem feucht ist, bietet sich diese Methode an, da ansonsten Fäulnisgefahr besteht.

Da viele Tulpensorten im zweiten Jahr schon nicht mehr so toll aussehen, raten manche Gärtner dazu, sie schon nach einem Jahr zu wechseln. Die Darwin-Hybrid-Tulpen gelten jedoch als sehr beständig und können jahrzehntelang im Boden verbringen - und gelten deshalb als hervorragende Gartentulpen.

So halten Sie Tulpen in der Wohnung

Wer die Frühlingsblume lieber in der Wohnung genießen will, muss diese im Topf oder in einer Schale anpflanzen. Legen Sie den Boden des Behälters mit Tonscherben aus, damit sich das Wasser nicht staut und wählen Sie als Substrat eine Mischung aus Blumenerde und grobem Sand. Dort pflanzen Sie die Blumenzwiebeln mit der schmalen Stelle nach oben ein.

Bedecken Sie die Zwiebeln mit Erde und gießen Sie diese an. Anschließend kommt der Topf an einen dunklen und kühlen Ort, wie etwa den Keller. Sprießen die ersten Köpfe hervor, können Sie den Topf an einem kühlen Fleckchen in der Wohnung aufstellen.

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten.

Frühlingsgefühle: Diese 10 Blumen lassen Ihren Garten erstrahlen

Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.
Keine Blume verbreitet derartige Frühlingsgefühle wie die Tulpe. Sie blüht zwischen Anfang und Mitte April - späte Sorten sogar erst ab Mai oder Anfang Juni.  © pixabay
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.
Bei der Benennung dieser Blume war man wenig kreativ - dafür ist sie aber nicht minder schön. Der Blaustern ist äußerst pflegeleicht und deshalb perfekt für den Gartenmuffel. Seine Zwiebel ist aber für Menschen und Tiere leicht giftig.  © pixabay
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.
Krokusse sind eine der ersten Blumen, die im Frühjahr ihre Knospen öffnen. Dabei müssen sie noch nicht mal eingetopft sein, denn sie überleben auch gut auf Rasenflächen. Es gibt außerdem eine spätblühende Sorte der Krokusse, die erst im Herbst zu sehen ist.  © pixabay
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.
Narzissen - auch oft als Osterglocken bezeichnet - gehören zu den Amaryllisgewächsen und sind besonders in den Farben gelb und weiß bekannt. Wenn Sie die Blüten ganzjährig bewundern wollen, sollten Sie sie Zuhause im Topf ziehen.  © pixabay
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.
Hyazinthen verbreiten einen einzigartigen Frühlingsduft und erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben. Von weiß, rosa violett, rot bis hin zu schwarz ist fast alles dabei. Außerdem sind sie absolut winterhart.  © pixabay
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.
Die Traubenhyazinthe verdankt ihren Namen den weintraubenähnlichen Blüten, die sie trägt. Sie gehört zu den Spargelgewächsen und stammt aus Südosteuropa und Kleinasien. Aber vorsichtig: Sie ist giftig für Tiere wie beispielsweise Katzen.  © pixabay
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.
Die Kaiserkrone ist wahrlich majestätisch bei einer Größe von bis zu einem Meter. Es gibt sie in allen Orangetönen, Rot und Gelb. Allerdings wird ihr ein teils übler Geruch nachgesagt, der - zu Ihrem Vorteil - sogar Wühlmäuse und Maulwürfe in die Flucht schlägt. Sie sollten auch beachten, dass die Pflanze giftig ist und deshalb Kinder von ihren Zwiebeln ferngehalten werden müssen.  © pixabay
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.
Beim Zierlauch - oder Allium - haben Sie eine Auswahl von bis zu 800 verschiedenen Arten. Je nach Sorte unterscheiden sich auch die Farben und die Größe der Pflanze. Noch dazu ist sie extrem pflegeleicht und in vielen Fällen winterhart. Besonders auffällig sind ihre in Kugelform angeordneten Blüten.  © pixabay
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.
Schneeglöckchen sind nicht nur bezaubernd grazil, sondern erfreuen uns auch manchmal schon im Januar mit ihrem Erscheinen. Die zarten Pflänzchen auszureißen oder umzupflanzen ist allerdings verboten, da sie unter Naturschutz stehen. Außerdem ist die Pflanze in allen Teilen giftig.  © pixabay
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.
Die Anemone, auch Buschwindröschen genannt, fühlt sich besonders in schattigen und feuchten Gehölzen wohl und ist als Bodendecker bekannt. Ab März zeigt sie ihre Blüten und erstrahlt in vielerlei Farben.  © pixabay

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