Untersuchung

Ausbrecher und Selbstdarsteller: Reisetypen der Zukunft

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Vom Strand ins Netz: Der "Social Capital Seeker" postet sofort Urlaubsfotos. Denn er braucht ein Publikum.

Wie sehen die globalen Reisenden der Zukunft aus? Dieser Frage ging Amadeus Germany, ein IT-Dienstleister für die Reisebranche, in einer Studie nach. Für das Jahr 2030 identifiziert das Unternehmen sechs Typen von Reisenden.

Bad Homburg - Die Reisenden der Zukunft weisen laut Amadeus Germany unterschiedliche Werte, Verhaltensweisen und Bedürfnisse auf. Sechs Typen haben sich bei der Untersuchung herauskristallisiert:

Der "Simplicity Searcher" sucht Einfachheit und Sicherheit. Er will sich nicht selbst mit der Entscheidungsfindung befassen, sondern vertraut etablierten Institutionen wie dem Reisebüro. Dieser Typ wird auch in Zukunft am ehesten die organisierte Pauschalreise bevorzugen.

Der "Cultural Purist" will aus seiner Lebenswelt zu Hause ausbrechen und ganz in eine andere Kultur eintauchen. Er ist gebildet, selbstbewusst und stellt hohe Anforderungen an Reiseunternehmen.

Der "Social Capital Seeker" will für seine Reisen die Anerkennung seines sozialen Umfelds und nutzt deshalb soziale Medien, immer in dem Wissen, dass er ein Publikum für seine Abenteuer hat. Bereist zu sein, hält dieser Typ für ein beneidenswertes Persönlichkeitsmerkmal. Man kann ihn als Selbstdarsteller beschreiben.

Der "Reward Hunter" ist ein viel beschäftigter Luxus-Reisender, der möglichst einen hohen Nutzen aus seinem Urlaub ziehen will. Er sucht exklusive und außergewöhnliche Erlebnisse und ist besonders offen für Wellness-Angebote.

Der "Obligation Meeter" ist bei seinen Reisen an Verpflichtungen vor allem beruflicher Art gebunden. Als Geschäftsreisender muss er zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein - Ausflüge und Urlaubsaktivitäten werden um die Termine herum gelegt.

Der "Ethical Traveller" folgt beim Reisen seinem Gewissen. Er sorgt sich um die Umwelt, bezieht auch das politische System in einem Reiseland in die Entscheidungsfindung ein und schaut darauf, wie sein Geld der lokalen Wirtschaft zugutekommt.

dpa/tmn

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