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Bergwacht: Schon viele Tote in den bayerischen Alpen

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Polizei und Bergwacht mahnen zu Vorsicht
Bergwacht und Polizei warnen zu Ostern vor noch winterlichen Verhältnissen. Seit Beginn des Jahres sind bereits 16 Menschen im Bereich von Berchtesgaden bis zur Zugspitze tödlich verunglückt. © picture alliance / Peter Kneffel/dpa

Schon im Jahr 2021 gab es mehr Bergtote und höhere Unfallzahlen in den bayerischen Alpen als in den Vorjahren. Nun setzt sich der Trend fort - Polizei und Bergwacht schauen besorgt auf die Ostertage.

Bad Tölz/München - Angesichts einer ungewöhnlich hohen Zahl tödlicher Unfälle in den Bergen warnen Bergwacht und Polizei in Bayern zu Ostern vor noch winterlichen Verhältnissen in den Bergen.

Gerade auf der Nordseite liege oft noch Schnee, sagt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Zuletzt habe es auch nochmals geschneit. „Die Wetterverhältnisse in höheren Lagen sind immer noch winterlich.“

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zählte in diesem Jahr schon 16 tödliche Unfälle in dem Bereich von Berchtesgaden bis zur Zugspitze. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 55 - „ein trauriger historischer Rekord“, sagt Sonntag. Im Schnitt zählten Polizeibergführer 30 bis 40 Todesfälle jährlich. „Auch mit 16 liegen wir leider schon wieder bei einer Zahl, die viel zu hoch ist.“

Schneefelder und vereiste Passagen an den Nordflanken

Auch die Bergwacht registriert oberhalb von 1500 Metern Höhe vor allem in Nordflanken noch teils hochwinterliche Bedingungen - „mit pickelharten Schneefeldern und vereisten Passagen“. „Dies ist insbesondere bezüglich der Ausrüstung bei der Tourenplanung zu berücksichtigen“, erläuterte die Organisation auf Anfrage. „Auch bei Wanderungen können Grödeln, Steigeisen oder ein Pickel sowie der geübte Umgang damit schnell erforderlich sein.“

Warum die Zahl der Bergtoten zuletzt immer neue Höchststände erreichte, sei nicht ganz klar. Es könne Zufall sein, aber auch an dem in der Pandemie gewachsenen Drang vieler Menschen in die Natur liegen. Gerade durch Corona hätten immer mehr Menschen Natur und Wandern als Hobby entdeckt. „Das war ja das, was noch ging trotz Corona. Je mehr Menschen in der Natur unterwegs sind, desto mehr passiert auch.“ Es sei aber offen, ob das die Erklärung sei für die vielen Unfälle. „Vielleicht ist es auch nichts als trauriger Zufall.“ dpa

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