Billigflüge im Test: Welche wirklich gut sind

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Der Verein „Mobil in Deutschland“ hat die acht großen Fluglinien getestet

Wo lauern versteckte Gebühren? Wie steht es mit der Kinderfreundlichkeit? Wie leicht geht eine Umbuchung? Der Verein „Mobil in Deutschland“ hat acht große Billigflug-Anbieter getestet:

Mal eben nach London oder für einen Kurztrip nach Berlin? Und dabei nur 20 Euro zahlen? Billigflieger versprechen oft, billiger als Auto und Bahn zu sein. Doch Flughafen angekommen, ist die Freude manchmal dahin: zusätzliche Gebühren an jeder Ecke. Zum Glück gibt’s den Verein „Mobil in Deutschland“. Die Münchner haben es sich

Billigflieger im Test

Flugatlas der acht großen Fluglinien

Hier die komplette Übersicht als pdf

Aufgabe gemacht, versteckte Gebühren bei Fluggesellschaften aufzuspüren. Zum fünften Mal hat der Verein nun Billigflieger unter die Lupe genommen: Welche Linie ist wirklich günstig? Wo zahlt der Passagier für Steuern, Gepäck und Essen drauf? Wie gut ist der Service? Diesmal im Test: die acht Linien Easyjet, Germanwings, Lufthansa, Airberlin, Ryanair, Condor, Tuifly sowie Pegasus. In zwölf Kategorien kamen die Airlines auf den Prüfstand.

Die dümmsten Fragen von Fluggästen

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Großer Gewinner ist auch heuer Germanwings. Den zweiten Platz belegt Airberlin, gefolgt von Lufthansa und Condor auf dem dritten Platz. „Diesmal war’s wirklich nur ein Wimpernschlag“, sagt Michael Haberland von „Mobil in Deutschland“. Laut dem Vorstand liegen die Fluglinien nah beeinander. Die wenigsten Punkte ergatterten Easyjet und Ryanair. „Hier ist immer noch die mangelnde Transparenz das Hauptproblem“, sagt Haberland. Wer Flexibilität und Zusatzleistungen will, sei bei Easyjet und Ryanair falsch. „Diese Linien lohnen sich nur, wenn es um den nackten Flug geht.“ Alles, was dazukommt, kostet extra.

Bei europäischen Flügen sind Germanwings, Ryanair und Easyjet am günstigsten. Eine kostenfaire Umbuchung gibt’s bei Pegasus, Tuifly, Condor, Airberlin, Ryanair, Germanwings und Easyjet. Lufthansa, Condor und Airberlin punkten bei Kinderfreundlichkeit. Thema Gepäck: Bei Ryanair und Easyjet kostet jeder Koffer Geld, bei allen anderen ist der Check-in kostenfrei – je nach Fluglinie bis zu 20 Kilo. Bei Übergepäck wird überall kräftig kassiert. Schnell einen Flug buchen, funktioniert nur bei Lufthansa. Die meisten Klicks zur Buchung braucht man bei Ryanair und Easyjet. Während Hunde weder bei Easyjet noch Ryanair erlaubt sind, können die Tiere bei den anderen Fluglinien gegen Aufpreis mitgenommen werden.

Der Flugatlas

Die genauen Ergebnisse der Studie von „Mobil in Deutschland“ sehen Sie hier im Flugatlas.

AW

Darauf sollten Sie achten

Damit ein Billigflug auch wirklich billig wird, gilt die Faustregel: Je früher man bucht, umso günstiger ist es.

„Dies gilt wirklich für alle Fluglinien“, sagt Michael Haberland vom Verein „Mobil in Deutschland“. Hinzu kommt: Wer flexibel ist, kann richtig sparen. „Wer antizyklisch fliegt, beispielsweise am Mittwochvormittag, liegt außerhalb des Arbeitsturnus’ – und spart so Geld“, betont Haberland.

Weitere Tipps

  • Steigende Rohöl- und Kerosinkosten, sinkende Fluggastzahlen und Finanzkrise: Auch bei den Billigfluglinien sind die Preise deshalb gestiegen. Deswegen heißt es, die Sparangebote genau zu prüfen, um versteckte Zusatzkosten früh genug zu entdecken.
  • Wer direkt über den Anbieter bucht, bekommt meistens den günstigsten Preis.
  • Beim Gepäck fallen die meisten Kosten an. Deshalb: Früh genug informieren, wie viel Gepäck erlaubt ist und was Übergepäck kostet.

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