Rodeln, Spazieren und Wandern

Andrang trotz Corona-Lockdown: Österreichs Skigebiete verschärfen die Regeln

Skifahrer in Österreich
+
Eine Gondel der Seilbahn am Ifen fährt bei Hirschegg (Österreich) über dem im Tal liegenden Nebel. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Frühjahr wurde Ischgl zum Synonym für rasante Ausbreitung des Coronavirus. Nun drängen Wintersportler wieder auf die Pisten. In Deutschland stehen Lifte still.

Nach dem teils gewaltigen Andrang auf Österreichs Skigebiete* schärfen einige Regionen die Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach. In Deutschland appellierten Behörden an die Menschen, Tagesausflüge in den Schnee besser sein zu lassen, und erinnerten an geschlossene Skilifte und Restaurants.

Bundesweit sind Schulferien, zudem haben Arbeitnehmer mit Silvester und dem Neujahrstag ein weiteres langes Wochenende vor sich. Nach Weihnachten hatte Gedränge mitten im Corona-Lockdown in Ski- und Naherholungsgebieten Kopfschütteln ausgelöst.

Corona-Pandemie: Österreich verschärft die Sicherheitsregeln in Skigebieten

In Österreich gehören zu den schärferen Sicherheitsregeln etwa eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, wie das Bundesland Oberösterreich mitteilte. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg hatte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang geherrscht.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet – allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland, auch aus Deutschland, gilt eine zehntägige Quarantänepflicht

Lesen Sie auch: Kanaren wieder Corona-Risikogebiet: Veranstalter steuern die Inseln trotzdem an.

Auch in deutschen Bergen viel los über die Feiertage

Auch in Deutschlands Bergen war über die Feiertage teils viel los. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb etwa sorgten Tagesausflügler an manchen Orten für chaotische Zustände auf Straßen und Parkplätzen. Zudem registrierte die Polizei zig Verstöße etwa gegen Vorschriften zu Mindestabständen. Dennoch plant Baden-Württembergs Landesregierung keine Verschärfung der Regeln. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart erklärte: «Wir appellieren an die Menschen, auf Tagesausflüge zu verzichten und die bestehenden Regeln nicht auszureizen.»

Dabei geht es vor allem ums Rodeln, Spazierengehen und Wandern, denn Skilifte stehen wegen der Maßnahmen gegen die Pandemie still. Darauf wiesen auch die Touristiker im Sauerland hin, wo am Wochenende der Andrang auf Winterberg zu Chaos geführt hatte. Auch die Gastronomie mitsamt Toiletten habe nicht geöffnet, mahnte Susanne Schulten von der Wintersport-Arena Sauerland/Siegerland-Wittgenstein. Die Stadt Winterberg schrieb auf ihrer Internetseite, das Rodeln an den geschlossenen Liften sei nicht erlaubt, «auch wenn es viele tun.»

Auch interessant: Nach der Corona-Krise 2020: Kommt nächstes Jahr der große Reise-Boom?

Lage in Bayern: Sorge vor großem Andrang und Chaos

Auch in Bayern ist die Sorge vor zu großem Andrang und Chaos groß, etwa im Nationalpark Bayerischer Wald. «Die Lage an den Parkplätzen kann vielerorts nur mit dem Wort katastrophal beschrieben werden», sagte der stellvertretende Leiter der Parkverwaltung, Jörg Müller, am Montag. Einzelne Ausflügler seien «kreuz und quer durch das Kerngebiet» des Nationalparks gelaufen und hätten dadurch störungsempfindliche Tierarten wie das Auerhuhn gefährdet. Zum Jahreswechsel will der Nationalpark verstärkt Ranger einsetzen und Besucher auf die Verhaltensregeln hinweisen.

Anderswo ging es entspannter zu: Die Parkplätze an den Pisten in Garmisch-Partenkirchen seien zwar «definitiv gut besucht» gewesen, sagte eine Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn. «Es gab aber keine Staus oder Parkchaos.» Andere Bergbahn-Betreiber, etwa im Allgäu, hatten ihre Parkplätze komplett gesperrt.

Aus den hessischen Mittelgebirgen hieß es, trotz des Besucherandrangs über die Weihnachtsfeiertage sei im Bezug auf die Corona-Beschränkungen alles im Rahmen geblieben. Auf dem Großen Feldberg im Rhein-Main-Gebiet waren über die Feiertage präventiv Zufahrtswege zum Gipfel für den Individualverkehr gesperrt worden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Corona-Risikogebiete aktuell: Wenn Sie in diesen Ländern Urlaub machen, müssen Sie in Quarantäne.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

© dpa-infocom, dpa:201228-99-833728/2

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die 10 besten Panorama-Aussichtspunkte 
Reise
Die 10 besten Panorama-Aussichtspunkte 
Die 10 besten Panorama-Aussichtspunkte 

Kommentare