Abruptes Reise-Ende

Corona-Regeln missachtet: Aida setzt Kreuzfahrt-Urlauber in Italien aus

Passagiere verlassen ein Kreuzfahrtschiff.
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Passagiere verlassen ein Kreuzfahrtschiff. (Symbolbild)

Die Kreuzfahrtgesellschaft Aida Cruises hat in Italien einen Passagier vom Schiff entfernen müssen. Der Gast hatte sich nicht an die Corona-Vorschriften gehalten.

An Bord von Kreuzfahrtschiffen gelten seit Wiederaufnahme der Fahrten strenge Hygienemaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie*. Wie bei allen europäischen Kreuzfahrtgesellschaften sind derzeit Landausflüge während Kreuzfahrten nur im Rahmen streng kontrollierter Touren erlaubt, die ausschließlich vom jeweiligen Kreuzfahrtunternehmen organisiert werden dürfen. Die Passagiere dürfen dabei die Reisegruppe nicht verlassen. Kontakt zu Einheimischen, die nicht auf COVID-19 getestet wurden, ist ebenfalls strengstens verboten.

Am Dienstag, 20. Oktober 2020 war das Kreuzfahrtschiff „Aida Blu“ in Catania, Italien, unterwegs. Es sei die erste Fahrt des Schiffes seit Beginn der Corona-Maßnahmen und der damit verbundenen Ausfälle fast aller Kreuzfahrten weltweit im März 2020 gewesen, wie das Portal Cruise Hive berichtete. Ein Passagier hielt sich jedoch nicht an die Regeln und musste das Kreuzfahrtschiff verlassen, nachdem er während eines Landausflugs gegen die Vorschriften verstoßen hatte. Er hatte seine Ausflugsgruppe verlassen und war kurz darauf wegen Verstößen gegen die Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien im Zuge der Corona-Maßnahmen von der Kreuzfahrt ausgeschlossen worden.

Lesen Sie hier: Neue Corona-Maßnahmen auf künftigen Kreuzfahrten: Rechtliche Konsequenzen bei Nichtbeachtung.

Aida über Kreuzfahrt-Vorfall: „Aus diesem Grund wurde dem Gast die Weiterreise verweigert“

In einer Erklärung, die am vergangenen Samstag veröffentlicht wurde, erklärte das Unternehmen Aida Folgendes: „Während eines von Aida durchgeführten Landausflugs in Catania, Italien, am Dienstag, 20. Oktober 2020, verließ ein Gast der „Aida Blu“ seine Reisegruppe und verstieß damit gegen die geltenden Verhaltensregeln zum Schutz vor Covid-19. Die Gesundheit und Sicherheit aller Gäste und Besatzungsmitglieder an Bord der ‚Aida Blu‘ hat oberste Priorität. Aus diesem Grund wurde dem Gast die Weiterreise an Bord von ‚Aida Blu‘ verweigert. Aida Cruises wird den Gast bei der Organisation seiner Rückreise unterstützen.“

Im Rahmen des Gesundheits- und Hygienekonzepts seien individuelle Landausflüge für Gäste und Besatzungsmitglieder der Aida derzeit nicht möglich. Damit wolle das Unternehmen sicherstellen, dass alle „notwendigen Präventivmaßnahmen auch an Land eingehalten“ werden. „Alle Gäste werden nicht nur vor der Reise, sondern auch vor ihrem Landausflug über diese Maßnahmen informiert“, heißt es in dem Statement weiter. Der besagte Passagier habe von Aida Unterstützung bei der Organisation der Rückreise nach Hause erhalten. Ob weitere Personen mit dem Mann gereist waren, ist unklar. (sca) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Aida-Kreuzfahrt wegen Corona verschoben: Schwangere mit vehementem Appell - „Es ist unseriös...“.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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