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Diese fantastischen Mondlandschaften können Sie auch ohne Raumschiff erreichen

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Death Valley Nationalpark

Im Jahr 2023 soll es den ersten touristischen Mondrundflug geben. Wer nicht so lange warten möchte, der kann auch auf der Erde Mondlandschaften bewundern.

So manche eigenwilligen Felsformen, beeindruckende Krater und karge Landstriche erinnern stark an die bizarren geologischen Begebenheiten des Erdtrabanten.

Das Portal HolidayCheck hat sechs irdische Mondlandschaften zusammengestellt, die Reisende auch ohne Raumschiff und astronomisch hohe Geldsummen besuchen können.

The Pinnacles: Bizarre Felstürme im Wüstensand

Inmitten der typischen Wüstenlandschaft des westaustralischen Nambung Nationalparks ragen die uralten Felstürme in die Höhe. Die Kalksteinsäulen "The Pinnacles" sind bis zu drei Meter hoch mit bizarr gezackten Spitzen oder abgerundeten Kuppen. Besucher erreichen die Felsen per Geländewagen und haben vom Aussichtspunkt Pinnacles Lookout einen einmaligen Blick auf die unterschiedlich hohen Gebilde.

The Pinnacles

So außerirdisch die Säulen anmuten, so irdisch ist ihr Ursprung: Die Pinnacles sind aus Muscheln entstanden und stammen aus einer Zeit, als die Landschaft des heutigen Nationalparks noch Meeresboden war. Nur drei Autostunden nördlich von Perth gelegen, sind die Pinnacles für Westaustralien-Reisende eine empfehlenswerte Alternative zum Mondrundflug.

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Tongariro Nationalpark: Rauchende Vulkane

Auch in Neuseeland fühlen sich Besucher des Tongariro Nationalparks dank drei aktiver Vulkane und kargen Gebirgsebenen sprichwörtlich auf den Mond versetzt. Wanderer haben mehrere Möglichkeiten, den Park zu erkunden und stoßen dabei auf heiße Quellen, den bekannten Red Crater des Tongariro und den türkis leuchtenden Emerald Lake.

Tongariro Nationalpark

Auch die Gipfel der Vulkane können erklommen werden, wobei sich auf dem etwa 2.800 Meter hohen Ruapehu sogar ein Gletscher befindet. Der höchste der drei Vulkane diente übrigens auch als Filmkulisse für das düstere Mordor in der "Herr der Ringe-Trilogie". Wer den Nationalpark besucht, sollte wissen, dass er sich auf heiligem Boden der Maori befindet, die das Gebiet einst dem neuseeländischen Volk schenkten.

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Timanfaya Nationalpark: Feuerberge und Aschetäler

Deutlich schneller als den Mond erreichen europäische Reisende den beeindruckenden Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote. Die in Europa einzigartige Lavalandschaft hat sich seit den verheerenden Ausbrüchen von 1730 bis 1736 kaum verändert. An einigen Stellen können Besucher sogar heiße Lava aus nächster Nähe betrachten und die aus der Erde aufsteigende Hitze beobachten.

Timanfaya Nationalpark

Auf einer Fläche von fast 200 Quadratkilometern zieht sich das Lavagebiet hin und ist heute bedeutendste Attraktion der Insel. Empfehlenswert ist ein Besuch im Restaurant El Diabolo, das seinen Grill mit Erdwärme beheizt. Denn bereits wenige Zentimeter unter der Erde herrschen Temperaturen von über 200 Grad.

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Bucht von Sarakiniko: Mondlandschaft im Meer

Dem Mond ganz nahe sind Urlauber auf der griechischen Insel Milos bei einem Besuch der Bucht von Sarakiniko. Kalkweiße, vom Meer abgerundete Felsen laufen direkt ins türkisgrüne Wasser, steinerne Brücken führen über tosende Wellen und karge, strahlend weiße Felsen ragen in den Himmel.

Bucht von Sarakiniko

Je nach Tageszeit werden die Steine von der Sonne in verschiedene Farbtöne von rosa bis rot getaucht und verwandeln die Bucht in einen magischen Ort. Wer möchte bei so einem Anblick noch die Badehose gegen den Raumanzug tauschen?

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Valle de la Luna: Formenvielfalt im Mondtal

Passender könnte der Name nicht sein: Das bolivianische Valle de la Luna, zu Deutsch Mondtal, begeistert mit Sandsteintürmen, die zu tausenden in den Himmel ragen und unserer Vorstellung einer Mondlandschaft ziemlich nahekommen.

Valle de la Luna

Auf einem Rundweg können Besucher die bizarren Felsformationen bewundern, die sich im Laufe von Millionen von Jahren durch Erosion, starken Regen und hohe Temperaturunterschiede gebildet haben. Gerade einmal zehn Kilometer südlich der Metropole La Paz gelegen, erreichen Mondsüchtige das Tal sogar bequem per Taxi.

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Death Valley Nationalpark: Hitzepol und tiefster Punkt der westlichen Hemisphäre

Mit astronomischen Höchsttemperaturen von bis zu 60 Grad erscheint das Death Valley nicht von dieser Welt. Das "Tal des Todes" ist nicht nur der trockenste Nationalpark der USA, hier befindet sich auch der tiefste Punkt der westlichen Hemisphäre: Badwater liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel und ist von einer Salzkruste umgeben. Der Boden besteht aus großen sechseckigen Strukturen, die sich durch ausdehnende Salzkristalle bilden.

Death Valley Nationalpark

Nicht weniger faszinierend ist der Ausblick auf die mondähnliche Landschaft des Tales vom Zabriskie Point. Während der Luxus an Bord eines Raumschiffs für zukünftige Mondreisende noch überschaubar ist, haben Besucher im Death Valley sogar die Möglichkeit, in einem Luxushotel der 1920er Jahre mit Blick auf die spektakuläre Natur des Nationalparks zu nächtigen.

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Nichts für schwache Nerven: 4.280 Kilometer Wanderung durch die USA

Oft passiert es, dass viele PCT&#39ler für die Schönheit der Landschaft keinen Blick mehr haben, denn das tägliche Laufpensum ist hoch, wenn man das Ziel in Kanada rechtzeitig erreichen möchte.
Oft passiert es, dass viele PCT'ler für die Schönheit der Landschaft keinen Blick mehr haben, denn das tägliche Laufpensum ist hoch, wenn man das Ziel in Kanada rechtzeitig erreichen möchte. © Ryan Choi
Sonnenaufgang in der Mojave-Wüste: Am Wegrand warten Joshua Trees auf die Wanderer.
Sonnenaufgang in der Mojave-Wüste: Am Wegrand warten Joshua Trees auf die Wanderer. © Ryan Weidert
Großes Abenteuer: Die beiden Studenten Marieke und Jan haben den PCT in Angriff genommen.
Großes Abenteuer: Die beiden Studenten Marieke und Jan haben den PCT in Angriff genommen. © Hildegard Wewers
Stopp am Little Crater Lake: Sabine aus München ist allein auf dem PCT unterwegs.
Stopp am Little Crater Lake: Sabine aus München ist allein auf dem PCT unterwegs. © Sabine Baumgartner
Kaum Zivilisation: In der Mojave-Wüste macht den Wanderern vor allem die Hitze zu schaffen.
Kaum Zivilisation: In der Mojave-Wüste macht den Wanderern vor allem die Hitze zu schaffen. © Ute Wessels
Der Gipfel: Eugen (rechts) sowie Alex und Melanie haben den Mount Whitney (4421 Meter) erreicht. Der Berg liegt in der Sierra Nevada.
Der Gipfel: Eugen (rechts) sowie Alex und Melanie haben den Mount Whitney (4421 Meter) erreicht. Der Berg liegt in der Sierra Nevada. © Ute Wessels
Berühmt für seine tiefblaue Farbe: Der Pacific Crest Trail führt auch am Crater Lake im Bundesstaat Oregon vorbei. 
Berühmt für seine tiefblaue Farbe: Der Pacific Crest Trail führt auch am Crater Lake im Bundesstaat Oregon vorbei.  © Ute Wessels
Rund 35 Kilometer pro Tag legen die Wanderer auf dem Pacific Crest Trail zurück.
Rund 35 Kilometer pro Tag legen die Wanderer auf dem Pacific Crest Trail zurück. © Ute Wessels
Vom Pacific Crest Trail geht der Blick auf den Mount Whitney.
Vom Pacific Crest Trail geht der Blick auf den Mount Whitney. © Ryan Weidert
Der PCT ist mit Schildern markiert. Viele Wanderer orientieren sich aber an einer Handy-App.
Der PCT ist mit Schildern markiert. Viele Wanderer orientieren sich aber an einer Handy-App. © Chris Sanderson
Die Glacier Peak Wilderness erstreckt sich im Bundesstaat Washington.
Die Glacier Peak Wilderness erstreckt sich im Bundesstaat Washington. © Ryan Weidert
Seen, Wälder, Berge: Der Pacific Crest Trail führt auch durch den Kings Canyon Nationalpark.
Seen, Wälder, Berge: Der Pacific Crest Trail führt auch durch den Kings Canyon Nationalpark. © Brandon Sharpe
Wildnis soweit das Auge reicht: Middle und North Sister erheben sich über der Mount Washington Wilderness.
Wildnis soweit das Auge reicht: Middle und North Sister erheben sich über der Mount Washington Wilderness. © James Parsons

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