Wegen eines Twitter-Eintrags

Easyjet will kritischen Kunden nicht mitnehmen

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Die Fluggesellschaft Easyjet hat sich am Dienstag nicht mit Ruhm bekleckert

München - Wegen eeines kritischen Twitter-Eintrags wollte Easyjet einem Passagier nicht ins Flugzeug lassen. Allerdings hatten sie es mit einem Juristen zu tun, der sich zur Wehr setzte.

Kundenfreundlich geht anders! Die Billig-Fluglinie Easyjet wollte dem britischen Jura-Doktorrand Mark Leiser laut eines Berichts der britischen Zeitung The Independent den Zugang zu einer ihrer Maschinen verweigern. Grund: Ein kritischen Twitter-Eintrag wegen einer 90-minütigen Verspätung.

Was war passiert? Leiser wartet am Dienstag auf dem Flughafen in Glasgow auf seinen Flug nach London. Nachdem der Flieger bereits 90 Minuten Verspätung hatte, bangte er um seinen Anschlusszug nach Portsmouth. Er erkundigte sich am Schalter, wie es weitergehen würde. Mit seiner Sorge war der Jurist nicht alleine. Ein britischer Soldat der Marine fürchtete, sein Schiff zu verpassen und bat ebenfalls um Auskunft.

Indirekt animierte Leiser seine Follower via Twitter zu einem Shitstorm

Die Antwort der Service-Dame ließ allerdings jegliche Kundenfreundlichkeit vermissen. Easyjet transportiere nur von A nach B, sagte sie demnach sinngemäß. Wie die weitere Reise fortgesetzt würde, sei nicht Sache der Fluglinie.

Leiser reicht es jetzt endgültig. Via Twitter machte er seinem Ärger Luft und schrieb, dass die Fluglgesellschaft einem Soldaten die Hilfe verweigere. Indirekt animierte er seine Follower zu einem Shitstorm gegen Easyjet.

Leiser: "Ich nenne es freie Meinungsäußerung"

Ein Angestellter der Airline bekam von der Sache Wind. Als die Passagiere sich für das Boarding anstellten, wurde Leiser aus der Schlange gezogen. Wegen seiner Kritik dürfe er nicht in das Flugzeug einsteigen. Außerdem wurde er aufgefordert, den Tweet zu löschen.

Die Rechnung von Easyjet ging aber nicht auf, denn der Jurist wusste sich zu wehren. "Ich bin keine Bedrohung, sondern nur kritisch. Ich nenne es freie Meinungsäußerung", sagte er nach eigenen Angaben zu den Angestellten. Easyjet gab daraufhin klein bei und ließ ihn doch noch in seine Maschine nach London. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich später sogar noch bei Leiser.

Bei Streik: Ihre Rechte als Passagier

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jb

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