Eisenbahnbundesamt warnt

Gefahr auf eingleisigen Bahnstrecken

Essen/Bonn - Das Eisenbahnbundesamt schlägt Alarm: Die Behörde sieht auf eingleisigen Bahnstrecken erhebliche Sicherheitslücken, die zu Zug-Kollisionen führen könnten.

Das Eisenbahnbundesamt hat deshalb die Bahngesellschaften angewiesen, bei Bremsmanövern von Lokomotiven und Triebwagen auf den üblichen Einsatz von Streusand zu verzichten. Der Sand könne die Signaltechnik stören, so dass Gleisabschnitte irrtümlich als frei gemelden werden. Dadurch sei es bereits wiederholt zu Unfällen oder gefährlichen Situationen gekommen, zitieren die Zeitungen der „WAZ“-Gruppe (Donnerstag) aus einer Allgemeinverfügung des Bundesamtes.

Angesichts des „enormen Gefahrenpotenzials“ müsse bei denkbaren Unfällen von Reisezügen „mit einer Vielzahl an Toten und Verletzten„ gerechnet werden, warnt das Bundesamt in seiner Verfügung vom 20. Dezember. Es hat die Bahnbehörden deshalb angewiesen, die Bremsvorgänge früher zu starten und nur noch in Notfällen Sand einzusetzen. Der Streusand soll die Reibung beim Bremsen erhöhen.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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