Flug verweigert: Easyjet muss 70.000 Euro zahlen

+
Gericht verurteilt Easyjet wegen Boarding-Verbots für Behinderte

Paris - Am Check-in war für drei Reisenden Schluss. Easyjet verweigerte wegen Sicherheitsbedenken das Boarding. Zu Unrecht. Jetzt muss die Billigfluggesellschaft 70.000 Euro Strafe zahlen.  

Easyjet ist wegen ihres Umgangs mit behinderten Reisenden zu einer Geldstrafe in Höhe von 70.000 Euro verurteilt worden.

Ein Gericht bei Paris wertete es am Freitag als diskriminierend, dass die Airline einige behinderte Kunden ohne Begleitperson nicht ins Flugzeug gelassen hatte. Drei Betroffenen, die als Nebenkläger aufgetreten waren, sprach es zudem je 2.000 Euro Schadensersatz zu. Auch die Staatsanwaltschaft hatte die Mitflug-Verbote als Angriff auf die Menschenwürde gewertet.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Fluglinie lässt Hörbehinderte nicht fliegen

Billigflieger verweigert Rollstuhlfahrerin Mitflug

Easyjet hatte sich in dem Prozess auf europäische Sicherheitsvorschriften berufen. Sie erlauben in Ausnahmefällen, die Beförderung von Passagieren abzulehnen. „Wir sind enttäuscht und traurig“, zitierte die Nachrichtenagentur AFP am Freitag Easyjet-Anwalt Philippe Van der Meulen. Die Fluggesellschaft habe keinerlei diskriminierende Absichten verfolgt, sondern lediglich europäische Regeln befolgt. Ob Easyjet das Urteil anfechte, werde in der kommenden Woche entschieden.

dpa

Die 10 tierischsten Fluggäste 2011

Ratte an Bord! Die 10 tierischsten Flugpassagiere

Auch interessant

Meistgelesen

Aus der Vogelperspektive: So schön ist Mallorca von oben
Aus der Vogelperspektive: So schön ist Mallorca von oben
Diese Flugzeug-Mahlzeiten bekamen Passagiere wirklich serviert
Diese Flugzeug-Mahlzeiten bekamen Passagiere wirklich serviert
Airline verliert Koffer: Mann heiratet in Unterhosen
Airline verliert Koffer: Mann heiratet in Unterhosen
Darum müssen beim Flugzeug-Start die Fensterblenden oben sein
Darum müssen beim Flugzeug-Start die Fensterblenden oben sein

Kommentare