3000 gestrandete Passagiere

Frankfurter Flughafen: Erneut Flüge gestrichen

+
Über 3000 Passagiere mussten die Nacht am Frankfurter Flughafen verbringen.

Frankfurt/Main - Passagiere am Frankfurter Flughafen brauchen auch heute viel Geduld. Die Folgen der Schneewalze sind immer noch zu spüren. Erneut sind Flüge gestrichen worden.

Am Frankfurter Flughafen mussten bis zu 3000 gestrandete Passagiere die Nacht verbringen. Und auch der Mittwoch hat mit Verspätungen und Annullierungen begonnen. Am Morgen mussten bereits 82 Flüge gestrichen werden, wie ein Fraport-Sprecher sagte. „Das werden mit Sicherheit noch mehr.“

Im Gegensatz zum Vortag sehe es heute aber schon wieder nach einem ruhigeren Tag aus. Am Dienstag waren 800 Verbindungen gestrichen worden. Zahlreiche Passagiere mussten die Nacht am Flughafen verbringen. „Nach vagen Schätzungen könnten das 2500 bis 3000 Menschen gewesen sein“, sagte der Sprecher.

Der starke Schneefalls hatte den Flughafen Frankfurt am Dienstag lahm gelegt. Wegen der winterlichen Witterungsverhältnisse wurde der Flugbetrieb bis 13 Uhr 30 komplett eingestellt. Räumfahrzeuge konnten die verschneiten Landebahnen und Startbahnen nicht freihalten.

Schon in der Früh hätten die Crews der Fluggesellschaften wegen des Winterwetters Probleme gehabt pünktlich zur Arbeit zu kommen. Bereits am Dienstagmorgen gab es, laut Flughafensprecher, rund 100 Ausfälle.

Passagiere werden gebeten, sich aktuell auf den Internetportalen der Fluggesellschaften, oder über Rundfunk-Verkehrsnachrichten (z.B. Hörfunk, Videotext) zu informieren.

Mehr zum Thema finden Sie auch hier: Winterchaos: Diese Rechte haben Passagiere.

Die zehn gefährlichsten Flughäfen der Welt

Washington-Touristen kennen den nervigen Fluglärm über der US-Hauptstadt: Der Reagan National Airport befindet sich mitten in der Stadt zwischen zwei Flugverbotszonen. Piloten müssen beim Landen Gebäude wie das Pentagon und das CIA-Hauptquartier meiden und während des Starts schnell an Höhe gewinnen, um nicht ins Weiße Haus zu fliegen. © AP
Flughafen gefährlich
Der Anflug auf den Flughafen Santa Catarina ist eine Belastungsprobe für Flugpersonal und Passagiere. Piloten müssen für den Anflug speziell ausgebildet werden: Die Landebahn ist nicht nur extrem kurz, sondern verläuft auch noch direkt an einem Steilküstenabhang. Die Piloten müssen lange auf die Berge zufliegen und erst im letzten Augenblick das Steuer rechts herumreißen, um auf dem Rollfeld zu landen. © dpa
Die Rollbahn des Toncontin-Flughafens in Tegucigalpa (Honduras) ist mit 1863 Metern die weltweit kürzeste eines internationalen Airports. Größere Flugzeuge können hier nicht landen. Vor der Landung muss der Pilot bergiges Gelände überfliegen, primitive Navigationsausrüstung machen den Flughafen zusätzlich gefährlich. Bei schlechter Witterung müssen die Flugzeuge oft nach San Salvador ausweichen. © dpa
Insel Barra
Auf der westschottischen Insel Barra muss ein Sandstrand als Flugfeld herhalten. Die Größe des "Rollfelds" hängt ganz von den Gezeiten ab. Simple Autoscheinwerfer auf dem Parkplatz weisen Piloten nachts den Weg über die flache Bucht. © dpa
La Guardia und Newark
Viel beflogen, aber ziemlich gefährlich: der John F. Kennedy Airport in New York. Die Herausforderung für die Piloten besteht im Vermeiden von Flugzeugen anderer Flughäfen in der Nähe - La Guardia und Newark. Die Crew ist gezwungen, etwa 460 Meter Abstand und eine Sicht von knapp 8000 Metern zu haben, bevor sie die Landebahn anfliegen dürfen. © dpa
Am 9. November 2007 kam ein Flugzeug der Airline Iberia von der Landebahn in Quito, Ecuador, ab (Foto). Piloten fürchten die abschüssige Landebahn der ecuadorianischen Hauptstadt seit langem. Der Flughafen liegt nur wenige Minuten vom Finanzzentrum entfernt und ist umringt von einer Wohnsiedlung. Das Problem wurde jedoch erkannt. Ein neuer Flughafen einige Kilometer entfernt gebaut. © dpa
Am 19. Februar 2013 schließt der berüchtigte Flughafen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito für immer. © AP
Der Flugplatz von Lukla in Nepal ist nur 527 Meter lang und 20 Meter breit. Die Landebahn neigt sich um 12 Grad, der Höhenunterschied zwischen beiden Endpunkten beträgt 60 Meter. Die Piloten haben nur einen Versuch, Durchstarten ist wegen der Hochgebirgslage unmöglich. Eine lebensgefährliche Angelegenheit: Auch eine Reisegruppe aus München stürzte hier 2008 in den Tod. © dpa
Die Startbahn der 13-Quadratkilometer-Insel Saba auf den Niederländischen Antillen ist gerade mal 400 Meter lang und säumt eine Steilküste. Der Flughafen der Karibikinsel ist außerdem sehr anfällig für Sturmböen. © dpa
Unglaublich: Eigentlich ist der Flughafen von St. Maarten, Karibik, nur für kleine und mittlere Jets geeignet. Piloten größerer Flieger müssen die Landebahn (2180 Meter lang) daher sehr tief über dem traumhaften Sandstrand von Maho Beach und seinen Urlaubern anfliegen und berühren dabei fast den zehn Meter hohen Sicherheitszaun. © dpa
Höchste Präzision erfordert der Landeanflug auf den Flughafen von Gibraltar, Südspanien. Der kleine Airport liegt zwischen der Bucht von Algeciras und dem Mittelmeer. Das Rollfeld ist knapp 1830 Meter lang. Wie auf den anderen kleineren Flughäfen brauchen Piloten hier eine Spezialausbildung. © dpa

dpa/tz

Auch interessant

Meistgelesen

Geheimer Knopf sorgt im Flugzeug für Entspannung bei Gästen - und Ärger bei der Crew
Geheimer Knopf sorgt im Flugzeug für Entspannung bei Gästen - und Ärger bei der Crew
Neulich im Urlaub in Marokko: Was stimmt an diesem Bild nicht?
Neulich im Urlaub in Marokko: Was stimmt an diesem Bild nicht?
Gruseln vorprogrammiert: Sind das die 13 schaurigsten Orte der Welt?
Gruseln vorprogrammiert: Sind das die 13 schaurigsten Orte der Welt?
Zimmermädchen enthüllt: Benutzen Sie nie gefaltetes Klopapier im Hotelzimmer
Zimmermädchen enthüllt: Benutzen Sie nie gefaltetes Klopapier im Hotelzimmer

Kommentare