Halloween-Kurztrip gefällig?

Fünf gruselige Friedhöfe weltweit, die Sie das Fürchten lehren

Wer über Halloween frei hat und Lust zu verreisen, sollte einen Trip der ungewöhnlichen Art vornehmen: zu den gruseligsten Friedhöfen der Welt.

Nicht nur der "Friedhof der Kuscheltiere" lässt das Blut in den Adern gefrieren – auch reale Vorlagen können richtig gruselig sein. Schließlich umweht viele Friedhöfe der Hauch des Todes. Da ist die Rede von rachsüchtigen Geistern, verzweifelten Seelen und sogar mysteriösen Feuern – wer also noch über die Feiertage spontan einen Kurztrip planen möchte, der kann sich auch auf den gruseligsten Begräbnisstätten der Welt herumtreiben.

Grusel-Friedhof Nummer Eins: Stull Cemetery in Kansas (USA)

Er ist sehr klein und wirkt fast schon unscheinbar: Doch der Friedhof von Stull im US-Bundestaat Kansas ist nicht ganz so harmlos wie es den Anschein hat. Zwar gibt es hier nicht viel zu sehen, außer ein paar wenige Grabsteine sowie eine alte Kirchenruine – dennoch soll es hier spuken.

Der kleine Friedhof des Dorfes, das gerade mal 20 Einwohner zählt, soll angeblich eines der sieben Tore zur Hölle sein. Die schaurige Legende besagt zudem, dass der Teufel selbst an Halloween aus der Hölle emporsteige und auf dem Friedhof Hof halte. Außerdem sollen sich in dem Mini-Ort zwei Schicksalstragödien zugetragen haben.

Einerseits habe ein Bauer einst eines seiner Felder abgebrannt – doch erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass sich sein Sohn darin befand. Am Ende fand man nur noch die verkohlte Leiche. Zum anderen wurde ein Mann vermisst, der wenig später erhängt an einem Baum gefunden wurde. Bäume sind offenbar generell ein sehr gruseliges Thema in Stull – der Grund dafür: Es soll einen Stamm auf dem Friedhof geben, an dem früher Hexen erhängt wurden.

Schließlich steht neben der Ruine ein Grabstein, auf dem "Wittich" geschrieben steht. Hier sollt Satans Kind begraben sein. Besucher behaupten, dass, obwohl der Überrest der Kirche kein Dach besitzt, niemals Regen in die Ruine fallen würde. Und eine US-Reporterin, die den Friedhof besichtigt hat, entdeckte angeblich auf dem Gelände viele kleine Feuer in den Ecken des Friedhofes.

Lesen Sie auch: Diese Kirche birgt ebenfalls ein trauriges Geheimnis, das sie bis heute verfolgt.

Grusel-Friedhof Nummer Zwei: Greyfriars Kirkjyard in Edinburgh

Schaurig schön ist auch der schottische Friedhof Greyfriars Kirkyard. Anstatt Engeln und lieblicher Inschriften, werden viele Grabsteine von Knochen, Skeletten und sogar Totenschädeln umsäumt. Besonders bei Novemberwetter wirken die Gräber sehr gruselig - als ob die Skelette jederzeit lebendig würden.

Ebenfalls Schaurig: In dieser Kirche sitzen Gespenstergestalten auf den Bänken.

Sogar ein richtiger Poltergeist namens Sir George MacKenzie, ein früherer Anwalt, soll hier sein Unwesen treiben. Die Leute sagen, dass er bereits zu Lebzeiten eiskalt und böse gewesen sei – und deshalb nun keine Ruhe finde. Es heißt, dass man auf dem Friedhof Stimmen höre, seltsame Gerüche wahrnehme oder sogar angegriffen würde. Besucher berichten von unsichtbaren Attacken, bei denen ihnen plötzlich Kratzer an Armen und Beinen zugefügt wurden.

Grusel-Friedhof Nummer Drei: Der Mafia-Friedhof von Jekaterinburg

Auch im Tod mögen es viele Mafia-Bosse richtig pompös – schließlich sollen die Trauernden sehen, was der Verstorbene einst für ein großer und mächtiger Mann gewesen war. Auf dem russischen Schirokoretschenskoje-Friedhof darf nicht jeder begraben werden – sondern nur skrupellose Mafiamitglieder und Unterweltgrößen, die mit lebensgroßen Porträts auf schwarzem Marmor noch immer über die Hinterbliebenen wachen.

Neben der prunkvollen Porträts, wo sie im Nadelstreifenanzug und Goldkettchen posieren, werden zudem die besonderen Fähigkeiten der Herren gepriesen: zum Beispiel, wie gut sie mit einem Messer hantieren konnten.

Grusel-Friedhof Nummer Vier: Friedhof der Selbstmörder in Berlin

Wer hier darüber spaziert, dem läuft schnell ein leichter Schauer über den Rücken. Hierbei handelt es sich nämlich um eine seltene und besonders gruselige Begräbnisstätte. Die Forstverwaltung des Berliner Grunewalds errichtete extra den Selbstmörderfriedhof Ende des 19. Jahrhunderts auf einer Waldlichtung.

 

Der pikante Grund dafür: In der Nähe wurden immer wieder Leichen ans Ufer der Havel gespült – man geht davon aus, dass es sich dabei um Menschen handelte, die sich im Fluss zuvor das Leben genommen hatten. Doch vor über einem Jahrhundert war es von den Kirchen ausdrücklich verboten worden, Selbstmörder zu bestatten. Doch man hatte Mitleid mit den armen Seelen – und legte eine eigene Stätte für sie an. Noch bis 1927 war er nur zu diesem Zwecke da.

Grusel-Friedhof Nummer Fünf: Highgate Cemetery in London

Der Geist von Karl Marx und ein Vampir, der sein Unwesen treiben soll – das alles finden Reisende auf dem nördlichsten der "Magnificent Seven", also der sieben großen Friedhöfe in der englischen Hauptstadt. Letztere wurden bereits im 19. Jahrhundert für die schnell wachsende Stadt und Bevölkerung angelegt.

Dementsprechend versprüht auch Highgate einen schaurig-romantischen Charme, ganz im Sinne der viktorianischen Zeit. Hier gibt es monumentale gotische Gruften und Gräber, die liebevoll und detailliert verziert sind. Doch in den 70er-Jahren kam schließlich auf, dass angeblich ein Vampir zwischen den verfallenen Gräbern umgeht. Und auch der große Karl Marx soll in Highgate noch immer unruhig umherwandern.

Lesen Sie hier weiter, wo Sie sich zu Halloween an weiteren Orten auf der Welt so richtig gruseln können.

jp

Halloween: Die schaurigsten Spukschlösser

Rubriklistenbild: © Instagram/travelmandocdot

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