Dreist oder wichtig?

Airline will jetzt Passagiere vor Flug wiegen

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Mit einer neuen, recht fragwürdigen Maßnahme erzürnt Finnair die Gemüter.

Alles nur um der Flugsicherheit willen: Eine finnische Airline will nun seine Passagiere wiegen. Doch müssen Übergewichtige am Ende etwa draufzahlen?

Dass sie für so viel Wirbel sorgen würde, damit hatte die Finnair wohl nicht gerechnet, als sie ihre neue Richtlinie bekannt gab. Diese besagt: Ab November 2017 sollen Passagiere vor dem Abflug am Hauptstadtflughafen Helsinki-Vantaa gewogen werden.

Angeblich zu Zwecken der Flugsicherheit: Finnair will künftig Passagiere wiegen

Dadurch sollen genauere Daten zum Durchschnittsgewicht der Fluggäste und ihres Handgepäcks gesammelt werden. Das berichtet jetzt die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat. Waagen werden angeblich direkt vor den Abflughallen platziert und so das Gewicht von 100 bis 150 Passagieren mit deren Handgepäck notiert. Allerdings wird das Prozedere vorerst nur auf freiwilliger Basis sein. Zudem soll nur das Personal die Ergebnisse einsehen und diese anonym in eine Datenbank eintragen können.

Der Grund für die umstrittene Maßnahme: Bis dato nutzte die finnische Airline - wie viele andere Fluggesellschaften auch - nur die Standardangaben der "European Aviation Safety Agency" (EASA). Doch die stammen noch aus dem Jahre 2009 – darum will Finnair diese mit seinem Pilotprojekt auf den neuesten Stand bringen. Doch es steckt noch etwas anderes dahinter: Außerdem soll mithilfe der Ergebnisse der Kerosinverbrauch neu berechnet und am Ende angeblich so auch die Flugsicherheit verbessert werden.

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Müssen "zu schwere" Passagiere nach neuen Richtlinien bald mehr fürs Flugticket zahlen? 

Die alten Daten von 2009 besagen, dass der durchschnittliche weibliche Fluggast angeblich 66,6 Kilogramm wiegt und mit einem Handgepäck von 5,9 Kilogramm fliegt. Der durchschnittliche männliche Passagier bringt dagegen 84,6 Kilogramm auf die Waage und hat ein Handgepäck von 6,7 Kilogramm dabei. Damals wurden etwa 23.000 Personen und 22.500 Gepäckstücke gewogen.

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Doch was bedeutet das nun für all diejenigen, die nicht den neuen Maßangaben entsprechen? Erwarten Übergewichtige bald Extra-Kosten fürs Flugticket, so wie es bereits bei der "Samoa Air" geschehen ist? Die Mini-Fluggesellschaft hatte Anfang 2013 für Furore gesorgt, als sie als erste Airline weltweit den Flugpreis an die Fluglänge und das Gewicht des Passagiers plus Gepäck angepasst hatte.

Alles zum Thema Fliegen, insbesondere Flughäfen, Ticketbuchungen oder Sicherheit an Bord lesen Sie hier.

jp

Das bedeutet die Geheimsprache der Stewardessen

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