Unterschiedliche Gebühren beim Abheben und Zahlen

Geld für die Welt

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Vor dem Urlaub sollte man unbedingt bei der eigenen Bank, die die Gebühren kassiert, nachfragen, was Geldabheben im Ausland kostet.

Das Taxi zum Hotel, der Eintritt ins Museum, ein paar Postkarten – selbst bei einem All-inclusive-Urlaub kommt man nicht ganz ohne Geld aus.

Die Reisekasse sollte aber nicht nur gut gefüllt sein, sondern auch möglichst sicher. Aber: Auch in Zeiten von Plastikgeld gibt es große Unterschiede bei den Gebühren. Wer Bargeld am Automaten abhebt, kann dies gratis tun, oder er wird kräftig abkassiert – je nach Karte, je nach Land, je nach Bank. Schiebt man außerhalb der Euro-Zone eine Kreditkarte in den Schlitz am Geldautomaten, zahlt man das sogenannte „Auslandsein­satzentgelt“. Dieses besteht aus der Abhebungsgebühr von zumeist zwei bis drei Prozent der Summe (oder fünf bis sechs Euro) plus der Auslandsgebühr, die ein bis zwei zusätzliche Prozent betragen kann. Wer also in Antalya 100 Euro aus dem Automaten zieht, muss mit bis zu acht Euro Gebühren rechnen.

Innerhalb der Euro-Zone fällt wenigstens die zweite Gebühr weg, weil keine Fremdwährung ausgezahlt wird. Dabei gibt es Möglichkeiten, mit einer Kreditkarte weltweit kostenlos Geld abzuheben: Die Postbank Sparcard spuckt – bei entsprechendem Guthaben – bis zu zehnmal pro Jahr ohne Gebühr Bargeld an allen Automaten mit Visa- bzw. Plus-Zeichen aus. Auch die DKB-Bank bietet weltweit Bargeldabhebung ohne Gebühren an.

Vor dem Urlaub sollte man also unbedingt bei der eigenen Bank, die die Gebühren kassiert, nachfragen, was Geldabheben im Ausland kostet. In der Euro-Zone darf diese Gebühr nicht höher liegen als beim Abheben an einem Automaten einer fremden Bank in Deutschland.

Etwas günstiger als Kreditkarten sind fürs Geldabheben EC- bzw. Maestro-Karten. Sowohl in der Euro-Zone als auch an Automaten weltweit beträgt die Gebühr für den Nachschub an Barem meist ein Prozent des Betrages oder zwischen etwa 3,50 und 6 Euro. Günstig ist es, die EC-/Maestro-Karte fürs Bezahlen zu verwenden. Innerhalb der Euro-Zone wird dafür keine Gebühr fällig, bei einem Einsatz in der übrigen Welt fallen Gebühren von einem Prozent des Umsatzes oder rund einem Euro an.

Wer von seiner Bank keine Kreditkarte bekommt, muss nicht mit Taschen voller Geld auf Reisen. Sogenannte Prepaid-Kreditkarten, die vorab mit einer bestimmten Summe aufgeladen werden, können weltweit eingesetzt werden. Fürs Bargeldabheben am Automaten fallen aber Gebühren an. Eine weitere Alternative sind Reiseschecks, die – in Landeswährung ausgestellt – zum Bezahlen verwendet werden können. Ihr Vorteil: Bei Verlust gibt’s Ersatz. Ganz ohne Bargeld sollte man keinesfalls reisen. Zumindest am Ankunftstag sollte man so viel dabei haben, dass die notwendigen Ausgaben (Taxi, Gepäckträger, Imbiss) bestritten werden können. Bei Ländern mit harter Währung lohnt der Umtausch in Deutschland, in Ländern mit weicher Währung gibt’s vor Ort den besseren Kurs. Um nicht wegen geschlossener Bankschalter in Zahlungsnöte zu kommen, sollte man sich vor der Reise nach den Feiertagen am Urlaubsort erkundigen.

Bei einem Urlaub in der Euro-Zone muss man seine Reisekasse nicht mit zusätzlichen Plastikkarten oder Schecks erweitern. Da genügt das, was man hierzulande auch dabei hat. Wer aber an exotischere Ziele reist, sollte einen Mix aus mehreren Zahlungsmitteln im Gepäck haben, also Bargeld, Kreditkarte, EC-/Maes­tro-Karte und eventuell noch Reiseschecks. So ist man weltweit flüssig.

Volker Pfau

Infos

Notfall

Den Verlust der EC-/Maes­tro-Karte meldet man bei den Sperr-Rufnummern 01805/021 021 oder 116 116 (Vorwahl aus dem Ausland: meistens 0049). Kreditkarten sperrt man entweder bei der Bank, die die Karte ausgegeben hat, oder beim Kreditkartenunternehmen. Tipp: Die Sperrnummer für den Notfall bereits zu Hause ins Handy einspeichern.

Eurozone

Der Euro ist offizielle Währung in Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern (Stand 1. Januar 2009).

Ausnahmen

In folgenden Kleinstaaten gilt ebenfalls der Euro als Zahlungsmittel, obwohl sie nicht Mitglied der Europäischen Union sind: Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan.

Standorte

Die Automaten-Verzeichnisse der Kreditkarten findet man im Internet unter den Adressen www.mastercard.com bzw. www.visa.de

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