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Umbuchen oder stornieren?

Gewalt in Ägypten: Was Urlauber wissen sollten

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Beliebtes Touristenziel: die Sphinx von Gizeh.

Aus Ägypten kommen seit Tagen nur schlechte Nachrichten. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen starben Dutzende Menschen. Wer eine Reise an den Nil gebucht hat, ist verunsichert.  

Könnte ich in meinem Ägypten-Urlaub in eine gewaltsame Auseinandersetzung geraten? Sollte ich meine Nilkreuzfahrt lieber absagen? Sehe ich von dem Geld dann nichts wieder? Viele Anrufe mit solchen Fragen gehen derzeit bei den Reiseveranstaltern ein, die Ägypten im Programm haben. Die Lage in dem nordafrikanischen Land spitzt sich zu. Bei Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern des Präsidenten starben in Kairo allein in der Nacht zum Mittwoch mindestens 22 Menschen. Touristiker und ein Jurist beantworten die drängendsten Fragen:

Welche Orte im Land sollte ich meiden?

Von längeren Trips sowie Tagesausflügen nach Kairo und Alexandria rät das Auswärtige Amt in Berlinvor dem Hintergrund der gewaltsamen Zusammenstöße ab. Ein Transitaufenthalt am Hauptstadtflughafen sei aber unbedenklich. „Der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert“, teilt die Behörde in ihren Reisehinweisen für Ägypten mit.

Kann ich noch Urlaub am Roten Meer oder eine Nilkreuzfahrt machen?

Reisen in die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten wie Luxor oder Assuan sowie Nilkreuzfahrten sind laut Auswärtigem Amt nicht gefährlich. Auch die Reiseveranstalter geben Entwarnung für die typischen Ferienorte und für Flusskreuzfahrten. Die Reiseunternehmen informieren sich laufend bei ihren Partnern vor Ort über die Lage im Land. „Da herrscht absolutes business as usual“, sagt Kai Krämer, der bei Phoenix Reisen für Ägypten zuständig ist.

Alltours hat sicherheitshalber alle Tagesausflüge aus den Feriengebieten nach Luxor abgesagt. In den Urlaubsorten am Roten Meer kämen gelegentlich Menschen zu kleineren Demonstrationen zusammen, sagt Sprecher Stefan Suska. „Aber die sind absolut friedlich, und sonst ist überhaupt nichts zu spüren.“

Bieten Veranstalter aus Kulanz kostenlose Stornierung an?

DER Touristik und Tui bieten kostenloses Umbuchen oder Stornieren für Reisen nach Kairo bis zum 8. Juli an. Tagesausflüge in die Hauptstadt haben beide Unternehmen vorläufig abgesagt. Phoenix Reisen hat am Dienstag Urlauber aus Kairo in Hotels in den Ferienorten oder auf Nilschiffe gebracht. „Mit Gästen, die in den nächsten Tagen nach Kairo reisen wollen, telefonieren wir morgen Vormittag“, sagte der Ägypten-Verantwortliche Kai Krämer am Mittwoch. „Wenn die Situation unverändert bleibt, werden wir denen auch anbieten, kostenlos zu stornieren oder umzubuchen.“

Alltours hat ohnehin keine Übernachtungsgäste in Ägyptens Hauptstadt, Tagestrips dorthin unternimmt der Veranstalter bereits seit zwei Wochen nicht mehr. Auch Neckermann hat derzeit nach eigenen Angaben keine Gäste in Kairo. Alle Veranstalter betonen, dass sich im Moment nur sehr wenige Urlauber in der Hauptstadt aufhalten, weil es für einen solchen Städtetrip im Sommer zu heiß sei.

Muss ich auf jeden Fall zahlen, wenn ich eine gebuchte Reise storniere, obwohl der Veranstalter das nicht anbietet?

Bietet der Veranstalter keine kostenlose Stornierung oder Umbuchung einer Kairo-Reise an, gilt nach Einschätzung des Reiserechtlers Paul Degott Folgendes: Wenn die Reise massiv beeinträchtigt ist, weil der Urlauber zum Beispiel Museen im Stadtzentrum anschauen wollte, dort jetzt aber gewaltsame Ausschreitungen sind, kann er kostenlos von der Reise zurücktreten.

Schlechtere Karten haben Urlauber, die eine Reise ans Rote Meer planen. Kostenloses Stornieren der Reise ist nicht möglich. „Ein ungutes Gefühl rechtfertigt nie einen kostenlosen Rücktritt“, sagt Degott. Daran ändere sich nur dann etwas, wenn es auch in den Urlaubsregionen massive Demonstrationen oder gewalttätige Auseinandersetzungen gibt. In diesem Fall sei die Reise massiv beeinträchtigt - und der Urlauber könne kostenlos zurücktreten. „Ein paar Demonstranten in einer Seitenstraße reichen dazu aber nicht aus“, sagt Degott.

Kann ich eine Minderung des Reisepreises verlangen, wenn mein Tagesausflug nach Kairo abgesagt wurde?

Für nicht erbrachte Leistungen gibt es Geld zurück. Ein abgesagter Ausflug ist eine solche nicht erbrachte Leistung. Wer bereits vor Beginn der Reise einen bestimmten Ausflug gebucht hat, der nun umgeroutet wird, kann das Ersatzangebot annehmen, muss aber nicht. Entscheidet er sich dagegen, muss ihm der Veranstalter laut Degott das Geld zurückzahlen, da er nicht die vertraglich vereinbarte Leistung erbringen konnte.

Gibt es andere Einschränkungen im Land abseits der Proteste?

Die Busfahrer des Veranstalters Alltours hätten am Dienstag berichtet, dass sie bis zu drei Stunden für Benzin anstehen mussten. „Aber sie haben das Benzin bekommen, und wir hoffen, dass sich das entspannt“, sagt Alltours-Sprecher Suska. Die Urlauber bekämen davon aber nichts mit, Ausflüge verzögerten sich deshalb nicht. „Und alles andere ist reichlich da.“

Ähnliches haben die Mitarbeiter von DER Touristik beobachtet: Es gebe momentan Benzinengpässe in Marsa Alam an der Küste im Süden des Landes, „allerdings keine gravierenden“, berichtet eine Sprecherin. „Eine ähnliche Situation gab es vor etwa einem Jahr in Sharm El-Sheikh, Transfers und Ausflüge konnten trotzdem planmäßig durchgeführt werden.“ Andere Veranstalter haben nach eigenen Angaben von Benzinengpässen nichts mitbekommen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende).  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit.  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson.  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch).  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber.  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent).  © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte.  © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum.  © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität.  © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt).  © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten.  © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage.  © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt.  © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes.  © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt.  © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit.  © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist.  © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers.  © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen.  © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark).  © dpa

dpa

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