Völliger Zusammenbruch?

"Wir brauchen einen Notfallplan": Airline-Verband warnt wegen Brexit vor Chaos

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Mit dem Brexit könnte es zu Zusammenbrüchen des Flugverkehrs zwischen EU und Vereinigtem Königreich kommen.

Der Brexit schürt Unsicherheit bei den Airlines. Droht ein Zusammenbruch des Flugverkehrs zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU?

Update vom 12. Dezember: Flugpassagiere und Wirtschaft müssen bei einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU im Frühjahr mit ernsthaften Störungen im Flugverkehr rechnen. Davor warnt der Airline-Verband IATA. „Ohne Deal brauchen wir dringend einen Notfallplan, aber selbst das wird wahrscheinlich kaum reichen, um kurzfristig Störungen zu vermeiden“, sagte Rafael Schvartzman, stellvertretender IATA-Leiter Region Europa, am Mittwoch in Genf.

Airline-Verband warnt: Brexit kann zum Chaos führen

Der Verband begrüße die angekündigten Schritte der EU und Großbritanniens in die Richtung, aber die Airlines brauchten deutlich mehr Details. Aber: „Der Brexit ist für die Industrie nicht gut“, sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Dennoch rechnet der Verband für die gesamte Industrie mit hohen Nettogewinnen.

Schvartzman rief die Unterhändler beider Seiten auf, sich zumindest auf die gegenseitige Anerkennung von Lizenzen sowie Sicherheits- und Industriestandards zu einigen. Andernfalls müssten etwa sämtliche Gepäckstücke von Passagieren, die über Großbritannien nach Europa reisen, nach dem Ende der britischen EU-Mitgliedschaft erneut durch die Sicherheitskontrolle, und lange Schlangen an der Passkontrolle seien unvermeidbar.

Ungeachtet der Unsicherheiten rechnet der Verband 2019 mit dem zehnten Nettogewinn-Jahr in Folge, einem Rekord in der Geschichte der Industrie, wie Chefökonom Brian Pearce sagte. Die Airlines dürften 35,5 Milliarden US-Dollar (etwa 31,3 Mrd Euro) Gewinn machen, nach 32,3 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Die Zahl der beförderten Passagiere werde steigen, von 4,34 auf 4,59 Milliarden, die Wachstumsrate gehe aber leicht von 6,5 auf 6 Prozent zurück.

Die neuesten Entwicklungen zum Brexit lesen Sie auch in unserem Live-Ticker.

Gibt es bald keine Flüge mehr zwischen der EU und Großbritannien?

Artikel vom 7. Dezember: Die Tatsache, dass ein Brexit nicht nur britische, sondern auch fast alle anderen Fluggesellschaften Europas, darunter auch Branchengrößen wie Lufthansa und Ryanair, schädigen könnte, wirft die Frage nach möglichen Risiken und Folgen für die Luftfahrtbranche auf.

Droht Zusammenbruch des Luftverkehrs zwischen EU und Vereinigtem Königreich?

Schlimmstes Szenario wäre ein völliger Zusammenbruch des gesamten Flugverkehrs zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union. Wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe und tausende Passagiere, die an den Flughäfen stranden, wären die Folge. Laut dem Portal Flug-Verspaetet.de sei diese Möglichkeit jedoch sehr unwahrscheinlich.

Fluggesellschaften wie Ryanair, Easyjet und British Airways, aber auch deutsche Ferienflieger wie Tuifly und Condor rüsten sich dennoch, damit ihre Maschinen Ende März nicht am Boden bleiben müssen. "Wir müssen uns in einer Situation politischer Unsicherheit auf ein No-Deal-Szenario vorbereiten", sagt der Chef der Thomas Cook Airlines, Christoph Debus gegenüber der Deutschen Presseagentur.

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Airlines mit Brexit-Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen

Falls es zu einem ungeregelten Brexit kommt, würde Großbritannien am 29. März 2019 aus der EU und dem gemeinsamen Flugmarkt ausscheiden. Britische Fluggesellschaften könnten ihr Recht verlieren, etwa von London nach Frankfurt oder Mallorca zu fliegen. Flüge innerhalb der EU wären für sie passé. Außer, der Politik gelingt noch eine Übergangsregelung. Schließlich müssten auch Flüge von EU-Fluglinien nach Großbritannien neu geregelt werden.

Einige Fluggesellschaften, wie beispielsweise Ryanair, haben eine Brexit-Klausel in ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen. Diese ermöglicht dem Billigflieger die Stornierung von Flügen, ohne dass er dafür haftbar gemacht werden kann. Laut Expertenmeinungen werde es allerdings höchstwahrscheinlich zu einer Einigung kommen und dieses Worst-Case-Szenario nicht eintreten.

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Das größte Risiko für den Luftverkehr bestehe darin, dass Großbritannien durch den Austritt aus der Europäischen Union ebenfalls das Open-Skies-Abkommen verlasse. Durch das Abkommen können Fluggesellschaften Verbindungen zwischen zwei Städten außerhalb ihres Heimatlandes anbieten. So kann beispielsweise easyJet, eine britische Airline, die Route Paris – Kopenhagen fliegen. Ein Brexit ohne Absprachen hätte zur Folge, dass Großbritannien mit jedem Mitgliedsstaat der EU gesondert Verhandlungen über Start- und Landerechte aufnehmen müsste.

Flüge zwischen Großbritannien und USA finden ungehindert statt

In einem Punkt herrscht bereits jetzt Klarheit: Mit den USA, die ebenfalls Teils des Open-Skies-Abkommens sind, wurde in den vergangenen Wochen eine Vereinbarung getroffen, sodass Flüge zwischen Großbritannien und den USA unabhängig vom Ablauf des Brexits ungehindert stattfinden können.

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sca

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

Da fliegt man gerne Richtung München zum Oktoberfest. Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa stimmen auf die Maß Bier und Brezen ein.   © Lufthansa
Schaun mer mal und auf geht's zur Wiesn: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa im feschen Dirndl. © Lufthansa
Immer ein Lächeln auf den Lippen, die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © Lufthansa
Revolutionär un d sexy: 1971 präsentiert die Fluggesellschaft TWA die neue Kollektion für Stewardessen. © ap
Immer fröhlich: Stewardessen der Air Asia. Die Damen begleiten die Flüge von Malaysia, Thailand und Indonesien. © ap
In dem neuen Dress unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen der Lufthansa. © 
Die Zeiten ändern sich auch bei den Fluggesellschaften. Hier eine äußerst züchtig gekleidete Stewardess aus dem Jahr 1956. Sie arbeitet für die amerikanische Fluglinie Capital Airlines. © ap
Die beiden Damen gehören zu Singapore Airlines. Die Kleidung der asiatischen Stewardessen ist sehr farbenfroh und freundlich. © ap
Dezent und zurückhaltend ist hingegen die Kleidung der arabischen Airlines. Hier die Damen der Emirates Airline. © ap
Frau trägt Hose: In der heutigen Zeit haben die Flugbegleiterinnen die Wahl. Hose oder Rock, beides ist erlaubt. Schließlich gibt es heutzutage auch weibliche Flugkapitäne. Hier die Crew von British Airways. © ap
Die neue Kollektion von LTU wird vorgestellt. Jede Fluggesellschaft identifiziert sich auch über ihre Flugbegleiterinnen. Da ist die Kleidung ei n Markenzeichen. © ap
Für die Kleidung vom Personal gibt es inzwischen eigene Modenschauen. Nirgendwo ist es so abwechslungsreich wie bei der Air France. Der Modedesigner Christian Lacroix höchstpersönlich entwirft die Mode für die französische Fluggesellschaft. © ap
Auch dieses Kostüm für Air France wurde von Christian Lacroix entworfen. © ap
Für die Olympischen Spiele in Peking mussten die Stewardessen besonders in punkto Auftreten üben. Etikette und Stil sind ein absolutes Muss. © ap
Hier fühlt sich der Fluggast an die 70er-Jahre-Popgurppe  ABBA erinnert. Der Designer Yannis Tseklenis schuf die äußerst bunte Kleidung für die Olympischen Spiele. © ap
Diese Kostüme waren 1963 das Erkennungsymbol für die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines. © ap
Unverkennbar: Die Flugbegleiterinnen von Air Berlin in einer schwarz-rot-weißen Kombination. © ap
Mit einem freundlichen Bordpersonal vergehen die Flüge viel schneller. © ap
Reizende Aussichten gibt es 1967 bei der amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines. © ap
Diese Dame von AirAsia berät die Passagiere in Kuala Lumpur (Malaysia). © ap
Das Model Jane Cartwright präsentiert die Mode für die Stewardessen von United Airlines 1963. © ap
Dieses Vierergespann begleitet die Fluggäste von Pacific Airways ab Hongkong. © ap
Hier legt der Designer Richard Tyler Hand an: Patricia Ringness präsentiert seine Mode für Delta Flight. © ap
Karo-Look ganz in Blau: Die Damen von Hungarian Airline sind unverkennbar gekleidet. © ap
Lufthansa-Uniformen aus verschiedenen Jahrzehtnen. Die Schnitte haben sich zwar geändert, trotzdem kommen die Stewardessen unverkennbar von der Lufthansa. © ap
Die Mode für Stewardessen von Richard Tyler wurde auf der Fashion Week in New York vorgestellt. © ap
Die Damen von United Air in Uniformen aus den 30er bis in die 50er Jahre. © ap
Freundlicher Service und eine Kleingkeit zu Naschen, da steigt jeder bei Air Berlin gerne in ein Flugzeug. © Air Berlin
Eine typische Crew der Fluggesellschaft Air Berlin. © Air Berlin
Stewardessen der Air Berlin sorgen für einen angenehmen Flug und verkürzen uns die langen Stunden in der Luft. © Air Berlin
Unverkennbar: Blaue Kostüme und gelbe Schrift, jede Fluggesellschaft hat ihr Erkennungszeichen. Das ist die Condor.  © Condor
Gerade auf Langstreckenflügen freuen sich die Fluggäste über ein nettes Wort oder eine kleine freundliche Geste. Flugbegleiterinnen (hier von Condor) haben oft eine Engelsgeduld. © Condor
Diese Damen eines Kaufhauses haben sich nur verkleidet. Im Rahmen einer Werbeaktion für eine Ruhezone hat ein Einkaufcenter sich das Innere eines Flugzeugs zum Vorbild genommen. © dpa
Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Joachim Hunold, mit zwei Flugbegleiterinnen. © dpa
Auch das gehört zu den Aufgaben einer Stewardess: Flugbegleiterinnen von Ryanair  bei einer Schulung. © dpa
Ein "Singapore Girl" von Singapore Airlines: Sie lächelt immer, ist nie gestresst, wie aus dem Ei gepellt und stets zu Diensten. © dpa
Die Stewardessen der Fluglinie "Aegean Airline S.A.", (von links) Elefcheria, Maria, Margaret und Ioanna, aufgenommen auf dem Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Air China gibt sich zu den Olympischen Spielen 2008 besondere Mühe. Diese Damen posieren am Flughafen von Peking. © dpa
Stewardessen der bahrainischen Fluggesellschaft Gulf Air stehen  in Bahrain auf der neugebauten Formel 1-Rennstrecke bei der Fahrerparade vor dem Großen Preis von Bahrain als Grid-Girls Spalier. © dpa
Von Quietschgelb bis Hellblau - die Lufthansa präsentiert 40 Jahre Mode am Himmel. © dpa
Blau-gelbe Uniform und flotter Kopfschmuck. So erkennt man die Damen von der Lufthansa sofort. © dpa
Manchmal wird es eng in den Gängen der Flieger. D ie Stewardessen von Thomas Cook haben gelernt auf engstem Raum zu arbeiten. © Thomas Cook

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