Gran Canaria

Schlangen-Invasion auf Urlaubsinsel

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Eine Kalifornische Kettennatter (Lampropeltis getula californiae) wird im Schnitt etwa 90-150 Zentimeter lang.

Exotische Reptilien bedrohen die Urlauberinsel Gran Canaria. Wegen einer Schlangen-Invasion hat die Kanareninsel nun internationale Experten um Hilfe gebeten. Für Touristen besteht keine Gefahr.

Tausende Kalifornische Kettennattern bedrohten die einheimische Tierwelt, sagte der Umweltschützer Ramón Gallo. Die Schlangen sind die Nachkommen von als Haustieren gehaltenen Reptilien, die von ihren Besitzern freigelassen wurden oder entkommen konnten, und auf der Kanareninsel ideale Bedingungen zur Vermehrung finden. Ranger töteten in den vergangenen Jahren bereits mehrere tausend der Kettennattern.

Ideales Klima auf der Kanareninsel

Die Schlangen sind für Menschen ungefährlich, fressen aber einheimische Tiere wie die seltene Gran-Canaria-Rieseneidechse. Die biologische Vielfalt der Kanaren sei bedroht, warnte Gallo. Dem Umweltschützer zufolge wurde die Kalifornische Kettennatter erstmals 1998 auf Gran Canaria gesichtet. Im milden, sonnigen Kanarenklima fanden die Schlangen ideale Lebensbedingungen. Da sie auf Gran Canaria keine natürlichen Feinde haben und ein reichhaltiges Angebot an Eidechsen als Beute fanden, breiteten sie sich rasch aus.

Biologische Vielfalt bedroht

Die Kalifornische Kettennatter wird bis zu 1,80 Meter lang, auf Gran Canaria ist vor allem der Albino-Typ mit hellgelben Streifen und rosafarbenen Augen verbreitet. Seit 2007 wurden laut Gallo rund 2000 der Tiere von Rangern oder Einwohnern getötet, auch speziell abgerichtete Falken, Hunde oder Fallen werden eingesetzt. Am Donnerstag und Freitag sollen nun internationale Experten über Mittel im Kampf gegen die exotischen Reptilien beraten.

Die Kanaren-Inseln im Kurzcheck

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AFP

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