Berliner Luft

Höhenflüge in der Hauptstadt

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Berlin geht in die Luft: Wer in der Hauptstadt die Höhe will, kann auf dem Teufelsberg seinen Drachen steigen lassen, oder Fernseh- (links) oder Funkturm besteigen.

Die Berliner Luft ist ja etwas ganz Besonderes – glaubt man dem Gassenhauer von Paul Lincke. Wir haben einige Vorschläge, wo man die Hauptstadt hoch oben schnuppern kann:

Kollhoff-Tower (100 Meter)

Europas schnellster Aufzug katapultiert die Besucher mit maximal 8,5 Meter pro Sekunde zum „Panorama Punkt“ auf dem Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz in Berlin Mitte. Das sind über 30 km/h. Die Aussichtsplattformen auf 100 Metern Höhe im 24. und 25. Stock sind im Freien. Eine große Portion Berliner Luft ist garantiert. Die Blitzfahrt nach unten dauert 20 Sekunden. Info: Potsdamer Platz 1, 5,50 Euro, ermäßigt 4 Euro. Täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, im Winter verkürzt. Tel. 030/25 93 70 80, www.panoramapunkt.de.

Siegessäule (69 Meter)

Wer unterhalb der Siegesgöttin Viktoria in 69 Metern Höhe den Blick über den Tiergarten schweifen lassen will, muss erst einmal 285 Stufen bewältigen. Vor zwei Jahren wurde das Denkmal aufwendig saniert, seither strahlt Goldelse, wie sie die Berliner respektlos nennen, wieder in altem Glanz. Info: Straße des 17. Juni. 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, April bis Oktober: Montag bis Freitag 9.30 bis 18.30 Uhr, Wochenende 9.30 bis 19 Uhr, November bis März: 10 bis 17 Uhr, bzw. 10 bis 17.30 Uhr. Tel. 030/25 00 23 33, www.berlin.de.

Funkturm (125 Meter)

Knapp 90 Jahre ist die Stahlgitterkonstruktion auf dem Messegelände in Charlottenburg alt. Die Grundfläche ist nur 20 mal 20 Meter groß. Im Zweiten Weltkrieg wurde der 600 Tonnen schwere Koloss stark beschädigt, nach der aufwendigen Reparatur konnte aber der Sendemast sowie das Res­taurant in 55 Metern Höhe und die Aussichtsplattform in 125 Metern Höhe wieder genutzt werden. Info: Messedamm 22, 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Montag 10 bis 20 Uhr, Dienstag bis Sonntag 10 bis 23 Uhr. Tel. 030/30 38 19 05, www.messe-berlin.de.

Fernsehturm (203 Meter)

Ganz schön lange braucht es, auf die Besucherplattform des Fernsehturms am Alexanderplatz in 203 Metern Höhe zu gelangen: 40 Sekunden habe sie Zeit, ein paar Takte zu sagen, leiert die Liftdame herunter. Die höchste öffentlich zugängliche Plattform der Hauptstadt bietet einen Rundumblick und macht den Modellbahn-Effekt perfekt. Kleine Kinder wollen die spielzeuggroßen Regionalbahnen, die am zu Füßen liegenden Bahnhof verkehren, in die Hand nehmen, bis sie begreifen, dass sie hinter einer Panzerglasscheibe stehen, und alles ganz weit unten ist.
Info: Panoramastraße 1A, 12,50 Euro, bis 16 Jahre 8 Euro. März bis Oktober täglich 9 bis 24 Uhr, November bis Februar täglich 10 bis 24 Uhr. www.tv-turm.de.

Borsigturm (60 Meter)

In hohe Gefilde der Berliner Luft kann man sich auch an anderen Orten befördern lassen. Der backsteinerne Borsigturm von 1922 in Tegel am nordwestlichen Ende der Stadt wird oft als erstes Hochhaus Berlins bezeichnet. Die Rotunde auf 60 Metern Höhe steht Besuchern allerdings nur bei Privat- oder Firmenveranstaltungen offen.
Info: Am Borsigturm 11, nur bei Privat-/Firmenveranstaltungen geöffnet. Tel. 030/43 03 77 77, www.meistersaal-borsigturm-aktuell.de.

Teufelsberg (120 Meter)

Einen Hauch von Trekking verspricht ein Aufstieg auf Berlins höchste Erhebung, den Teufelsberg. Der Buckel am Rande des Grunewalds ist gar kein richtiger Berg, sondern ein begrünter Trümmerhaufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät gesprengt, die als Teil der von den Nazis geplanten Welt- und Reichshauptstadt Germania entstehen sollte. Das Plateau auf nach jüngsten Vermessungen 120 Metern über Meeresniveau darf allerdings nur im Rahmen von Führungen betreten werden. Auch bei Wind und Wetter wird der Teufelsberg genutzt: Gleitschirmflieger suchen ihn auf. Und im Winter gibt es einen Skihang, eine Langlauf-Loipe wird gespurt.
Info: Teufelsseechaussee 10, Führungen inklusive Aufstieg auf den Radarturm der ehemaligen US-Abhörstation, Treffpunkt: Teufelsseechaussee 10, 15 Euro, ermäßigt 8 Euro, Samstag und Sonntag, jeweils 13 Uhr. Tel. 01 63/858 50 96, www.berlinsight out.de.

Park Inn (120 Meter)

Ein Haus der Superlative: Das Hotel direkt am Alexanderplatz ist mit 149,50 Metern (inklusive Aufbauten) das höchste Gebäude Berlins und gleichzeitig das höchste reine Hotelgebäude Deutschlands. Auf dem Dach in 120 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsterrasse mit Blick nach Süden. Und wer mutig ist, kann sich beim Base Flying (angeseilt) in die Tiefe stürzen – entsprechende Hotelarrangements mit Übernachtung und Nervenkitzel gibt’s ab 174 Euro.
Info: Alexanderplatz 7, 3 Euro pro Person, Montag bis Freitag von 15 bis 22 Uhr, Freitag und Wochenende ab 12 Uhr (je nach Wetterlage, andere Zeiten im Winter). Tel. 030/238 90, www.parkinn-berlin.de.

Weltballon (150 Meter)

Wer sich die Hauptstadt von oben anschauen will, kann am Checkpoint Charlie in die Luft gehen: Der Berliner Weltballon befördert die Gäste in 150 Meter Höhe, wo sie den Blick auf das historische Zentrum und die neue Mitte genießen. Das Unternehmen bietet darüber hinaus am Flughafen Schönefeld auch Rundflüge mit Helikopter und Wasserflugzeug über Berlin an.
Info: Zimmerstraße 95-101, 19 Euro, ermäßigt 13 Euro, Kinder 3 bis 6 Jahre 3 Euro, April bis Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr, November bis März täglich von 11 bis 18 Uhr. Tel. 030/53 21 53 21, www.air-service-berlin.de.

Reise-Infos

Beim Angebot Bahnhit Berlin ist im Reisezeitraum zwischen 1. November und 9. Dezember (letzter Anreisetag) neben drei Übernachtungen mit Frühstück im ausgewählten Hotel auch die Hin- und Rückfahrt im ICE (2. Klasse) ohne Zugbindung im Preis ab 153 Euro pro Person enthalten. Weitere Infos und Buchung unter Tel. 030/25 00 23 49 oder www.bahnhit.de.

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Stefan Weißenborn/vp.

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