Körperscanner: Das sollten Sie wissen

Körperscanner
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Ab Montag am Flughafen Hamburg im Test: die Körperscanner.

Ab Montag sind am Flughafen Hamburg die ersten Körperscanner im Einsatz. Auf was müssen sich Reisende dabei einstellen, was gibt es zu beachten, wie tief greifen die Geräte in die Privatsphäre ein?

Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten zum Nacktscanner:

1. Wie funktioniert der Nacktscanner?

Der Körper reflektiert oder strahlt Wärmewellen ab, die vom Gerät aufgespürt werden, das dadurch ein Abbild des menschlichen Körperserstellt. GegenständeamKörper erkennt der Scanner durch sogenannte Wärmeschatten.

2. Werden Bilder von meinem Körper gespeichert?

Körperbilder werden nicht erzeugt und demzufolge auch nicht ausgewertet. Detektionsdaten werden sofort nach der Kontrolle gelöscht.

3. Muss ich mich ausziehen? Nein!

Der Körperscanner kann den Fluggast zwar bis zur nackten Haut durchleuchten. So weit gehen die in Hamburg eingesetzten Scanner aber nicht: Eine Software verhindert diese Darstellung.

4. Kann ich mich dagegen wehren, dass das Gerät bei mir eingesetzt wird?

Der Körperscanner ist erst im Testeinsatz. Er ist nur an bestimmten Sicherheitstoren aufgestellt. Wer nicht möchte, kann – zumindest jetzt noch – bei einem anderen Securitycheck anstehen.

5. Sieht man mich im Körperscanner nackt?

Nein. Erkennt das Gerät keine verdächtigen Gegenstände, zeigt der Monitor dem Sicherheitspersonal nur ein „o.k.“ auf dem Bildschirm. Hat es vermeintlich Gefährliches entdeckt wird nicht der tatsächliche Körper abgebildet, sondern eine Figur, die aussieht wie ein Ampelmännchen. Die verdächtigen Stellen sind mit gelben Flaggen gekennzeichnet.

6. Kann ich mein Handgepäck mit in den neuen Scanner geben?

Nein. Das muss wie bisher auf das Laufband gelegt werden.

7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich?

Laut Angaben des Herstellers werden keine Röntgenoder radioaktiven Strahlen benutzt, sondern Radiowellen, die 10 000 Mal weniger intensiv sein sollen als die von Mobiltelefonen.

8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor?

Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft.

9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt?

Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten.

10. Werden die Scanner anderweitig bereits eingesetzt?

Ja, in den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich. In den USA arbeitet man bereits mit rund 200 Geräten auf 51 Flughäfen.

Quelle: HolidaycHeck

Köperscanner: Die zehn wichtigsten Infos

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Beine breit, Arme hoch! Die ersten Körperscanner sind an deutschen Flughäfen im Einsatz. Hier die zehn wichtigsten Infos für Reisende. 1. Wie funktioniert der Nacktscanner? Der Körper reflektiert oder strahlt Wärmewellen ab, die vom Gerät aufgespürt werden, das dadurch ein Abbild des menschlichen Körperserstellt. Gegenstände am Körper erkennt der Scanner durch sogenannte Wärmeschatten. © dpa
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2. Werden Bilder von meinem Körper gespeichert? Körperbilder werden nicht erzeugt und demzufolge auch nicht ausgewertet. Detektionsdaten werden sofort nach der Kontrolle gelöscht. © dpa
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3. Muss ich mich ausziehen? Nein! Der Körperscanner kann den Fluggast zwar bis zur nackten Haut durchleuchten. Eine Software verhindert diese Darstellung. © dpa
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4. Kann ich mich dagegen wehren, dass das Gerät bei mir eingesetzt wird? Die Körperscanner sind noch Testeinsatz. Sie sind nur an bestimmten Sicherheitstoren aufgestellt. Wer nicht möchte, kann – zumindest jetzt noch – bei einem anderen Securitycheck anstehen. © dpa
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5. Sieht man mich im Körperscanner nackt? Nein. Erkennt das Gerät keine verdächtigen Gegenstände, zeigt der Monitor dem Sicherheitspersonal nur ein „o.k.“ auf dem Bildschirm. Hat es vermeintlich Gefährliches entdeckt wird nicht der tatsächliche Körper abgebildet, sondern eine Figur, die aussieht wie ein Ampelmännchen. Die verdächtigen Stellen sind mit gelben Flaggen gekennzeichnet. © dpa
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6. Kann ich mein Handgepäck mit in den neuen Scanner geben? Nein. Das muss wie bisher auf das Laufband gelegt werden. © dpa
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Laut Angaben des Herstellers werden keine Röntgenoder radioaktiven Strahlen benutzt, sondern Radiowellen, die 10.000 Mal weniger intensiv sein sollen als die von Mobiltelefonen.
7. Ist die Strahlung gesundheitsschädlich? Die neuen Körperscanner arbeiten, laut Angaben der Bundesregierung, mit einer sogenannten Millimeterwellentechnologie und sind für den Menschen gesundheitlich unbedenklich. © dpa
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft.
8. Sieht man mein Piercing auf dem Monitor? Kleine Gegenstände erscheinen schemenhaft. © picture alliance / dpa
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten.
9. Muss ich früher zum Flughafen, weil es längere Wartezeiten beim Securitycheck gibt? Das neue Gerät fertigt 350 Passagiere pro Stunde ab. Verzögerungen sollten deshalb nicht auftreten. © picture alliance / dpa
Köperscanner: Die zehn wichtigsten Infos
10. Wo werden die Scanner eingesetzt? In den Flughäfen von Amsterdam, London und Zürich. In den USA arbeitet man bereits mit rund 200 Geräten auf 51 Flughäfen. Im November 2012 führte Australien an allen internationalen Flughäfen Körperscanner ein. Insgesamt 14 Körperscanner sind derzeit (2015) an sechs deutschen Airports im Einsatz. © dpa

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