Urlaubszeit

Mehr als Masse und Malle: Wissenswertes über Ferienflieger

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Vor 60 Jahren startete die Fluggesellschaft Condor ihren touristischen Flugbetrieb. Seitdem hat sich beim Ferienfliegerkonzept einiges geändert.

Bei Ferienfliegern denken die meisten wohl an einen Flieger voller Touris. Doch das klassische Konzept hat sich verändert - der typische Ferienflieger ist selten geworden. Was hat sich geändert?

Oberursel - Angetrunkene Touris mit Socken in den Sandalen, schreiende Kinder und anschließend gemeinsamer Transfer zum All-Inclusive-Hotel: Klischees vom Ferienflieger gibt es einige. Eine der bekanntesten deutschen Ferienfluggesellschaften ist Condor.

Condor nahm vor 60 Jahren den touristischen Flugbetrieb auf. Und die ersten Ziele waren klassisch: Mallorca, Teneriffa, Ägypten. Seitdem habe sich das Konzept des Ferienfliegers aber stark gewandelt, sagt Cord Schellenberg von Luftfahrt-Presse-Club in Oberursel. Das typische Ferienfliegerprinzip war in der Regel: Ein Reiseveranstalter bucht den Flug als Charterflieger und hat alle Plätze über eine Pauschalreise verkauft. "Meist hat der Veranstalter dann auch für die Plätze gezahlt, die nicht besetzt sind - das war ein Gesamtpaket."

Später haben die Veranstalter aber erkannt, dass sich das nicht immer lohnt. Freie Plätze wurden dann über sogenannte Einzelplatzbuchungen verkauft. Die gab es nicht im Paket mit einer Pauschalreise. "Kunden bekamen stattdessen pro forma ein Voucher für einen Zeltplatz oder ein Ein-Sterne-Hotel." Solche Vouchers gibt es heute in der Regel nicht mehr - stattdessen verkaufen Ferienfluggesellschaften freie Plätze im Flieger oft selbst. Für die Kunden ist das dann, als nähmen sie einen normalen Linienflieger. Doch Unterschiede zwischen Ferien- und Linienfliegern gibt es immer noch.

Fliegen im Jahr 2025: Nasa entwickelt Future-Flugzeuge

Nasa Flugzeuge 2025
So fliegen wir vielleicht 2025 in Urlaub: Im Auftrag der Nasa entwickeln drei Firmen ein Zukunfts- Flugzeug. Die Ziel-Vorgaben von Nasa sind streng: Weniger Lärm, minimaler Schadstoffausstoß und geringer Treibstoffverbrauch. Die Entwürfe sind völlig unterschiedlich. Das Team um Lockheed Martin stellte diesen Über-Flieger vor (Foto). © Nasa /Lockheed Martin
Nasa Flugzeuge 2025
Die Studie von Northrop Grumman © Nasa/ Northrop Grumman
Nasa Flugzeuge 2025
So stellt sich The Boeing Company das Flugzeug 2025 vor. © NASA/ The Boeing Company
Nasa Flugzeuge 2025
Das Foto zeigt die Lösungsmöglcihkeiten und Entwicklungsschritte. © NASA/Northrop Grumman Systems Corporation

Ferienflieger fliegen oft klassische Reiseziele an. "Da kommen auch weniger große Flughäfen in Betracht", erklärt Harald Pechlaner, Professor für Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Außerdem fliegen sie in der Regel nicht jeden Tag, sondern nur an einigen Tagen in der Woche - Reisende sind weniger flexibel. "Individualität ist nicht Teil des Bedürfnisses bei einer Pauschalreise", erklärt Pechlaner. Dennoch nehmen auch Ferienflieger immer mehr Geschäfts- oder Städtereisende in den Blick.

"Das ist ein Geschäftsmodell, das die Low-Coster, also Billigflieger, aufgebaut haben", erklärt Schellenberg. Low-Coster lassen ein Flugzeug zwischen A und B mit möglichst schnellen Drehzeiten hin- und herfliegen. Die Ferienfluggesellschaften haben erkannt, dass sich das lohnt und bieten auch Flüge nach London, Barcelona oder Paris an, die sowohl für Urlauber als auch Geschäftsleute interessant sind. Da die Low-Coster ihre Flüge meist günstig im Internet anbieten, stehen auch die Ferienflieger unter Preisdruck. "Da müssen sie mithalten können."

Pechlaner hat beobachtet, dass der Trend von der Pauschalreise hin zur Bausteintouristik geht - Urlauber stellen sich also einzelne Teile der Reise selbst zusammen. Diese Entwicklung hat auch den klassischen Ferienflieger verändert. "Den Charterflieger gibt es kaum noch", sagt Schellenberg. Wenn, dann seien das meist Zubringerflüge für Schiffsreisen oder Ziele, die für einen Linienflug untypisch sind.

Auch beim Thema Komfort haben sich die Ferienflieger an den Linienflug angepasst. Wenn es die Strecke hergibt, könne es durchaus auch eine Businessclass geben, sagt Schellenberg. "Auf der Kurzstrecke gibt es aber eher Premiumsitze, eine schickere Economy." Ansonsten merkt der Fluggast aber kaum den Unterschied beider Konzepte beim Flug. Ausnahme: Ist der Flug Teil einer Pauschalreise, muss sich der Veranstalter bei Verspätungen oder Annullierungen um Alternativen kümmern. Unter Umständen steht dem Reisenden bei mehr als drei Stunden Verspätung auch eine Entschädigung von der Airline zu.

dpa/tmn

Ist Hawaii auch für Familien ein Traumziel?

Hawaii ist ein Surferparadies. Damit auch Kinder Spaß auf dem Brett haben, müssen sie mindestens zehn Jahre alt sein. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Hawaii ist ein Surferparadies. Damit auch Kinder Spaß auf dem Brett haben, müssen sie mindestens zehn Jahre alt sein. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson © Tor Johnson
Hawaii ist ein Surfmekka. Hier am Strand von Waikiki können sich Wassersportler richtig austoben. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Der Hafen beim Ala Wai Canal liegt in Honolulu, an der Grenze zum Stadtteil Waikiki. Touristen finden hier abseits vom Trubel auch viele einsame Strände. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Legendär in Waikiki: das Hotel "Royal Hawaiian". Foto: The Royal Hawaiian, a Luxury Collection Resort
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Pearl Harbor ist eines der Top-Ausflugsziele auf Hawaii - für Kinder ist die Geschichte des japanischen Angriffs aber nicht gerade leichter Stoff. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Wer Kaffee mag, ist auf Big Island richtig - und zwar in der Region Kona. Dort gibt es rund 800 Plantagen. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Wer Kaffee mag, ist auf Big Island richtig - und zwar in der Region Kona. Dort gibt es rund 800 Plantagen. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson © Tor Johnson
Spektakuläres Naturschauspiel: Im Volcanoes National Park bekommen Touristen zwar nur selten spritzende Lava zu sehen, aber dafür jede Menge Lavagestein und dampfende Felder. Foto: Big Island Visitors Bureau
Spektakuläres Naturschauspiel: Im Volcanoes National Park bekommen Touristen zwar nur selten spritzende Lava zu sehen, aber dafür jede Menge Lavagestein und dampfende Felder. Foto: Big Island Visitors Bureau © Big Island Visitors Bureau
Bei Hawaii denken die meisten an Strände und Surfen - doch die Inselgruppe hat viele Klimazonen zu bieten. Auf dem Mauna Kea liegt zum Beispiel Schnee. Foto: Hawaii Tourism Authority/Kirk Lee Aeder
Bei Hawaii denken die meisten an Strände und Surfen - doch die Inselgruppe hat viele Klimazonen zu bieten. Auf dem Mauna Kea liegt zum Beispiel Schnee. Foto: Hawaii Tourism Authority/Kirk Lee Aeder © Kirk Lee Aeder
Das Aquarium von Honolulu ist für Familien als Ausflugsziel besonders gut geeignet. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
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Der Mauna Kea ist ein Ort, der Astrologen glücklich macht. Mit riesigen Teleskopen richten sie ihren Blick von dort ins Weltall. Die Observatorien locken auch Touristen an. Foto: Big Island Visitors Bureau
Der Mauna Kea ist ein Ort, der Astrologen glücklich macht. Mit riesigen Teleskopen richten sie ihren Blick von dort ins Weltall. Die Observatorien locken auch Touristen an. Foto: Big Island Visitors Bureau © Big Island Visitors Bureau
Atemberaubende Wasserfälle wie die Akaka Falls begeistern im Urlaub auch die Kinder. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson
Atemberaubende Wasserfälle wie die Akaka Falls begeistern im Urlaub auch die Kinder. Foto: Hawaii Tourism Authority/Tor Johnson © Tor Johnson
Wer den weiten Weg nach Hawaii in Kauf nimmt, sollte dort mehr als eine Insel besuchen, wobei Maui für viele die Trauminsel schlechthin ist. Grafik: dpa-infografik GmbH Foto: dpa-infografik
Wer den weiten Weg nach Hawaii in Kauf nimmt, sollte dort mehr als eine Insel besuchen, wobei Maui für viele die Trauminsel schlechthin ist. Grafik: dpa-infografik GmbH Foto: dpa-infografik © dpa-infografik

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