So macht er seinem Ärger Luft

Nach USA-Reise: Familienvater beklagt "blanken Horror" bei Condor

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Der Rückflug von den USA wurde für einen Familienvater zum Horrortrip.

Christian Geller wollte nur mit seiner 16-jährigen Tochter von Las Vegas zurück nach Frankfurt fliegen. Doch was er dabei durchmachte, ist kaum zu beschreiben.

"Liebe Condor, meine letzten 24 Stunden waren der blanke Horror!" So beginnt der Familienvater Christian Geller seinen Facebook-Post, in dem er seinem Ärger Luft macht. Nachdem er fünf Tage lang mit seiner Tochter Urlaub in den USA verbracht hatte, wollte er einfach nur wieder zurück ins heimische Frankfurt fliegen. Doch die Rückreise mit der Fluggesellschaft Condor entwickelte sich zur wahren Tortur für alle Passagiere.

Auf dem Facebook-Post beschreibt Geller, was er erleben musste. Alles begann, als die Maschine aufgrund eines Defektes nicht abheben konnte. 230 Passagiere mussten warten - Geller hatte dafür auch Verständnis. "Soweit so gut, das kann passieren." Doch nachdem der Ersatzflug dreimal verschoben wurde und die Passagiere bereits zehn Stunden warten mussten, machte sich Unmut breit.

Stundenlanges Warten, kein Service

Kurze Zeit später informierte der Pilot, dass der Rückflug nun ausfalle. Danach wurde jedoch ein Schreiben ausgehändigt, in dem stand, dass der Flug lediglich "verschoben" wurde. Geller vermutete rechtliche Finesssen, damit die Airline weniger Schadensersatz zahlen müsse. "Nach nunmehr 10 Stunden am Flughafen fiel es mir schwer, Verständnis für die Situation aufzubringen - es hätte sicher geholfen, wenn es einen Condor-Schalter oder wenigstens einen Mitarbeiter gegeben hätte, der uns dezidierte Informationen hätte geben können," schreibt Geller auf Facebook.

42 Grad bei zwölf Stunden Wartezeit

Während der Wartezeit gab es keinerlei Service für die Reisenden - weder Wasser noch Snacks wurden angeboten. Geller schreibt auch, dass der Umgang und die fehlende Kommunikation "mit Worten kaum zu beschreiben ist". Im Gespräch mit focus.de erkärte eine Condor-Sprecher, dass den Wartenden ein Verzehrgutschein in Höhe von 30 Euro ausgehändigt worden sei. Das kann Geller jedoch nicht bestätigen.

Als der Vater in Kenntnis gesetzt wurde, dass Busse die Urlauber in ein Hotel bringen würden, haben sie bereits zwölf Stunden Wartezeit hinter sich. Die Temperaturen betrugen zum Zeitpunkt 42 Grad. Auf die Koffer warteten sie eine weitere Stunde. Das Gepäck war teilweise geöffnet, aus welchem Grund auch immer.

Passagiere werden in Lokal "Hooters" untergebracht

Doch das Hotel, in welches die Reisenden nun gebracht werden, entpuppt sich als "eine Mischung aus Stundenhotel und Stripladen." Seine Tochter wurde dabei "zwangsweise aufgeklärt" - für den Vater eine unzumutbare Situation. Die Zimmer waren in "katastrophalem Zustand". Auf der Klobrille befand sich sogar Schimmel. Der Condor-Sprecher verwies auf die Schwierigkeit, am amerikanischen Nationalfeiertage (4. Juli) ein freies Hotel organisieren zu können.

Als sich die beiden nach einer Nacht, in der die laute Klimaanlage den Schlaf verleidete und das Bad nicht zu benutzen war, am nächsten Tag erneut am Flughafen einfanden, erfuhr Geller von einem geplanten Rückflug um 18 Uhr. Nach erneuter mehrstündiger Wartezeit sei das Flugzeug jedoch so voll gewesen, dass kaum Verpflegung mit an Bord genommen werden konnte. "Auf einem Elf-Stunden-Flug haben wir nur 0,125 Liter Wasser und eine Toastbrotscheibe mit Thunfisch bekommen," erzählt der Vater dem Portal focus.de.

Schließlich erreichten sie den Heimat-Flughafen. Diese Rückreise mit all den Strapazen werden die beiden so schnell wohl nicht vergessen.

mil

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