In Portugal und Frankreich

Nach Waldbränden: Wo kann ich noch sicher Urlaub machen?

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Die Waldbrände in Portugal und Südfrankreich sind eine Katastrophe für Land und Leute. Doch in manchen Gegenden ist es noch sicher.

Ende Juli wüteten schreckliche Waldbrände im Nordwesten Portugals und an der Südküste Frankreichs. Wie ist die Lage jetzt? Und wo ist es noch sicher?

Waldbrände in Portugal und Südfrankreich sowie Korsika haben seit Ende Juli für verheerende Folgen gesorgt – unzählige Menschen wurden verletzt, tausende Feuerwehrleute waren rund um die Uhr im Einsatz, um die Feuersbrunst einzudämmen.

Waldbrände wüten in Südfrankreich - 10.000 Menschen evakuiert

Der Höhepunkt: Vor wenigen Tagen mussten mitten in der Nacht sogar etwa 10.000 Menschen ihre Häuser und Campingwägen im Ferienort Bormes-les-Mimosas im Département Var an der Mittelmeerküste verlassen (tz berichtete).

Einheimische und Urlauber wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert – und mussten in Notunterkünften ausharren oder unter freiem Himmel übernachten. Ein gewaltiger Brand hatte nahe des beliebten Urlaubsgebiets mehrere Quadratkilometer Wald zerstört.

Der Grund dafür: Die trockene Sommerhitze, gepaart mit starken Winden, sind für die Flammen verantwortlich. Auch in Portugal wüteten schwere Waldbrände im Zentrum des Landes.

In welchem Land kann ich dann noch sicher Urlaub machen? Das erfahren Sie hier.

Feuersbrunst in Portugal: 64 Menschen tot und 250 verletzt

Die traurige Bilanz: Seit Juni sollen dabei 64 Menschen ums Leben gekommen und 250 weitere verletzt worden sein. Häuser und Fahrzeuge sowie insgesamt mehr als 20.000 Hektar Land wurden allein in Pedrógao Grande bereits zerstört.

Hier sollen insbesondere die vielen heimischen Eukalyptusbäume dafür verantwortlich sein, dass sich die Waldbrände rasend ausbreiteten.

Nach Tagen schwerer Waldbrände kann Südfrankreich zumindest wieder aufatmen: Am Donnerstag (27.07.) hat sich die Lage endlich beruhigt. Wie die Behörden jetzt mitteilen, sind die Waldbrände zurückgegangen – angeblich wegen des nachlassenden Windes.

In der Gegend um Bormes-les-Mimosas wurden etwa insgesamt 1.600 Hektar Wald und Unterholz zerstört, mehr als 500 Feuerwehrleute sollen hier im Einsatz gewesen sein.

Lage hat sich in Frankreich und Portugal dank nachlassendem Wind entspannt

Die Feuerwehr macht dadurch endlich Fortschritte bei der Brandbekämpfung: "Wir sind dabei zu gewinnen", sagte Michaël Bernier vom französischen Zivilschutz. "Die Situation hat sich in die richtige Richtung entwickelt."

Mehr als 6.000 Einsatzkräfte sollen an der südfranzösischen Mittelmeerküste und auf Korsika gegen die Waldbrände unermüdlich gekämpft haben.

Dasselbe gilt für Portugal: Auch hier soll sich laut dem Nachrichtendienst dpa die Lage wieder etwas entspannt haben. Im Nordwesten Portugals waren dagegen etwa 3.200 Feuerwehrleute nonstop im Einsatz.

Das größte Feuer soll nahe der Gemeinde Serta in der Region von Castelo Branco ausgebrochen sein – hier bekämpften allein 970 Einsatzkräfte die Flammen. Glücklicherweise kamen ihnen das Abflauen des Windes und etwas kühlere Temperaturen zu Hilfe.

30 Kilometer südlich gelang es der Feuerwehr zudem, einen Brand in Macao einzudämmen sowie weitere in Lorvao in der Gegend von Coimbra.

Doch wo sind Urlauber in Frankreich und Portugal jetzt noch sicher?

Grundsätzlich gilt: Bis jetzt hat das Auswärtige Amt noch keine Reisewarnung für Frankreich und Portugal ausgesprochen.

Stattdessen rät es lediglich zur Vorsicht und dazu, sich über die Medien über die weiteren Vorkommnisse zu informieren oder die Behörden des jeweiligen Urlaubsorts zu kontaktieren beziehungsweise zu beachten.

Lesen Sie hier: Auch für die Türkei gibt es gemischte Reisewarnungen - wie muss ich mich im Urlaub dort verhalten?

Das sind Ihre Rechte und Ansprüche bei Waldbrandgefahr

Kostenlose Reisestornierungen seien nur im Einzelfall möglich und erst dann, wenn eine Bedrohung durch "höhere Gewalt" vorliegt.

Dies ist zwar bei einem Waldbrand der Fall – allerdings auch nur, wenn die Unterkunft unmittelbar im Waldbrandgebiet liegt oder bereits durch das Feuer beschädigt wurde, wie die Verbraucherzentrale Bayern informiert.

Dies sollten Urlauber daher im Vorfeld am besten mit Ihrem Reiseveranstalter absprechen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Falls wie im Ferienort Bourmes-les-Mimosas tatsächlich eine Evakuierung bevorstehe, sind die Reiseveranstalter in der Pflicht, sich um ihre Kunden zu kümmern.

Das heißt: Sie müssen sie in Sicherheit bringen sowie eine neue Unterkunft besorgen und die Gäste entsprechend verpflegen.

Doch Vorsicht: Es kann passieren, dass trotz fehlender Reisewarnung der Anbieter vor Reisebeginn selbst den Vertrag kündigt – weil er zum Beispiel das Angebot, etwa eine Rundfahrt durchs Land – wegen der Waldbrände nicht umsetzen kann.

Hier verbringen Sie noch sicher Ihren Urlaub

Tipp: Wer also seinen Mittelmeer-Urlaub nicht verschieben möchte und flexibel ist, dem empfiehlt sich, lieber in den Norden oder Osten Frankreichs zu fahren.

Wen es nach Portugal zieht, der sollte besser die bewaldeten Gebieten, wie zum Beispiel das portugiesische Mittelgebirge, meiden. Der Süden Portugals wie die Algarve sowie Lissabon scheinen dagegen kaum von Waldbränden betroffen zu sein.

Erfahren Sie hier mehr über die "Risk Map": Diese zeigt Ihnen an, welche Länder besonders gefährlich für Urlauber sind.

Auch interessant: Diese Reiseziele müssen Sie 2017 unbedingt gesehen haben.

jp

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus

Flugpassagiere versammeln sich auf Kos vor dem Flughafen, nachdem wegen eines starken Erdbeben ihre Flüge gestrichen wurden. Foto: Nikos Christofakis
Flugpassagiere versammeln sich auf Kos vor dem Flughafen, nachdem wegen eines starken Erdbeben ihre Flüge gestrichen wurden. Foto: Nikos Christofakis © Nikos Christofakis
Schäden an einer Griechisch-orthodoxe Kirche sind auf Kos nach einem starken Erdbeben zu sehen. Foto: Nikiforos Pittaras
Schäden an einer Griechisch-orthodoxe Kirche sind auf Kos nach einem starken Erdbeben zu sehen. Foto: Nikiforos Pittaras © Nikiforos Pittaras
Der Yachthafen der Inselhauptstadt Kos wurde von einer kleinen Tsunami-Welle getroffen, Gebäudemauern zeigen Risse oder stürzten ein. Foto: Michael Probst
Der Yachthafen der Inselhauptstadt Kos wurde von einer kleinen Tsunami-Welle getroffen, Gebäudemauern zeigen Risse oder stürzten ein. Foto: Michael Probst © Michael Probst
Schäden an einer Moschee auf Kos nach einem starken Erdbeben. Foto: Michael Probst
Schäden an einer Moschee auf Kos nach einem starken Erdbeben. Foto: Michael Probst © Michael Probst
Ein Mann schläft nach dem Erdbeben im türkischen Bitez im Freien. Foto: Ayse Wieting
Ein Mann schläft nach dem Erdbeben im türkischen Bitez im Freien. Foto: Ayse Wieting © Ayse Wieting
Das Seebeben verursachte Risse an der Fassade dieser Kirche auf Kos. Foto: Michael Probst
Das Seebeben verursachte Risse an der Fassade dieser Kirche auf Kos. Foto: Michael Probst © Michael Probst
Trümmer an einer beschädigten Moschee: Auf Kos stürzten auch die Minarette von zwei alten Moscheen ein. Foto: Michael Probst
Trümmer an einer beschädigten Moschee: Auf Kos stürzten auch die Minarette von zwei alten Moscheen ein. Foto: Michael Probst © Michael Probst
Eine umgestürzte Säule an einer beschädigten Kirche auf Kos. Foto: Michael Probst
Eine umgestürzte Säule an einer beschädigten Kirche auf Kos. Foto: Michael Probst © Michael Probst
Schäden an Gebäuden auf der griechischen Ägäisinsel Kos nach dem starken Erdbeben. Foto: Sander Van Deventer
Schäden an Gebäuden auf der griechischen Ägäisinsel Kos nach dem starken Erdbeben. Foto: Sander Van Deventer © Sander Van Deventer
Ein von dem Seebeben zerstörtes Gebäude auf der griechischen Ägäisinsel Kos. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an. Foto: Kalymnos-news.gr
Ein von dem Seebeben zerstörtes Gebäude auf der griechischen Ägäisinsel Kos. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an. Foto: Kalymnos-news.gr © Uncredited

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