Beinbruch am Pool ist Privatsache

Düsseldorf - Ein Swimmingpool gehört bei den meisten Hotels dazu. Doch Vorsicht, in der Nähe des Beckenrand! Ist es dort glitschig müssen Urlauber selbst auf sich aufpassen. 

Es ist kein Reisemangel, wenn es um einen Swimmingpool herum nass und somit glatt ist. Wer deshalb in der Hotelanlage ausrutscht, kann keine Ansprüche gegen den Veranstalter geltend machen, urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf (Az.: I-12 U 24/11). Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“.

Reise-Recht: Die größten Katalog-Irrtümer

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Reiseparadies mit Tücken - manche Katalog-Infos sind zulässig. Lesen Sie genau, denn in folgenden Fällen gibt es keine Preisminderung. © dpa
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„Beheizbarer Swimmingpool“ - für eine Heizung wird nicht garantiert. © dpa
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„Meerseite“ verspricht kein Zimmer mit Meerblick eher auf andere Häuser. © dpa
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Eine Zwischenlandung ist beim „Direktflug“ im Unterschied zum Nonstopp-Flug hinzunehmen. © dpa
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Wenig Komfort verspricht die Information: „saubere und zweckmäßig eingerichtete Zimmer“. © dpa
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Gerichte tolerieren keine Preisminderung bei Störung durch Kinderlärm bei dem Vermerk  „Kinderfreundliches Haus“. © dpa
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„Gelegentliche Lärmbelästigung“ von ein bis zwei Stunden sind als Gast zu akzeptieren. © dpa
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„Ruhige Lage“ - hier sagen sich Fuchs und Hase Gute Nacht. © dpa
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„Strand“ kann Sand - und auch Kiesstrand sein.  © dpa
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„Naturbelassener Hotelstrand“ für einen Strand mit Abwasserzuläufen. Mehr Tipps zum Reiserecht gibt‘s im Internet bei www.reiserecht-fuehrich.de. © dpa

In dem Fall hatte eine Frau gegen den Reiseveranstalter wegen eines Unfalls geklagt, der sich in ihrem Türkeiurlaub ereignete. Die Hotelanlage hatte einen Pool, der nicht funktionierte. Das Wasser verteilte sich großflächig im Schwimmbad. In rund drei Meter Abstand zum Pool stürzte die Frau und zog sich eine Schenkelhalsfraktur zu.

Das OLG wies die Ansprüche der Klägerin jedoch ab - genau wie zuvor bereits das Landgericht. Ausrutscher am Swimmingpool gehörten zum privaten Unfall- und Verletzungsrisiko des Reisenden. Die durch Wasser hervorgerufene Glätte sei für den Reisenden erkennbar gewesen. Weder das Hotel noch der Reiseveranstalter hätten darauf mit Schildern hinweisen müssen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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